Gesund alt werden – ganzheitliche Anti-Aging-Massnahmen, Teil 4: Geist und Gehirn

18.08.2014 |  Von  |  Anti-Aging
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Gesund alt werden – ganzheitliche Anti-Aging-Massnahmen, Teil 4: Geist und Gehirn
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Wer den Begriff Anti-Aging hört, denkt sofort an Hautpflege und das Überdecken erster grauer Haare. Dabei wird leicht vergessen, dass auch Geist und Gehirn einen beträchtlichen Teil dazu beitragen, sich bis ins hohe Alter jung zu fühlen. Gezieltes Gehirnjogging hilft in diesem Zusammenhang genauso wie eine gesunde, positive Lebenseinstellung. Und: Die einzelnen Massnahmen erfordern nicht viel Zeit und können ganz leicht in den Alltag integriert werden!

Das Gehirn benötigt wie ein Muskel tägliches Training, um bis ins hohe Alter fit und vital zu bleiben. Besonders gut funktioniert das Training, indem man beispielsweise Gedichte auswendig lernt. Am besten beginnt man mit einem kurzen Stück, übt jeden Tag und nimmt nach und nach längere Abschnitte hinzu. Wer darüber hinaus gerne rätselt, ist klar im Vorteil; egal ob klassische Kreuzworträtsel, japanisches Sudoku oder spannende Silbenrätsel: Je öfter man sich mit kniffligen Aufgaben befasst, umso besser wird das Gehirn trainiert. Auf diese Weise bleiben die grauen Zellen bis ans Lebensende fit und leistungsfähig.




Dies ist ein Ratgeber, der aus insgesamt 5 Teilen besteht:

1. Optimale Pflege von Haut und Haaren
2. Ernährung nach Mass
3. Gesundheit und Bewegung
4, Geist und Gehirn
5. Kaschieren und richtiges Schminken


Neugierig sein bis ins hohe Alter



Wer auch im fortgeschrittenen Alter noch neugierig bleibt und sich stets offen für Neues zeigt, bleibt lange vital und leistungsfähig – das haben Studien ergeben. Warum sich nicht für den nächsten VHS-Kurs anmelden und eine neue Sprache lernen oder sich durch Malen oder Fotografie künstlerisch betätigen? Mutige nehmen einmal einen anderen Weg zur Arbeit, kalkulieren Umwege ein, lassen sich von einer neuen Umgebung inspirieren. Schon kleinste Ausbrüche aus der täglichen Routine zwingen das Gehirn, die neuen Eindrücke zu verarbeiten; Studien haben ergeben, dass deshalb jede Abweichung vom Bekannten das Gehirn jung hält.

Gehirn und Körper trainieren

Besonders gut funktioniert das Hirntraining in Verbindung mit körperlicher Aktivität. Eine optimale Übung stellt das Jonglieren dar, bei dem zum einen körperliche Geschicklichkeit und zum anderen Konzentration gefragt sind. Schon bei einem täglichen Training von drei Minuten erzielt man eine verbesserte Hirndurchblutung und aktiviert gleichzeitig 300 Millionen Nervenleitungen. Wer bereits Enkelkinder hat, kann diverse Übungen mit Bauklötzen durchführen; besondere Konzentration erfordert beispielsweise das klassische Turmbauen mit dem Spielzeug, wenn man es mit verbundenen Augen durchführt. Eine tolle Kombination von Hirntraining und körperlicher Aktivität stellt darüber hinaus auch das Erlernen eines neuen Musikinstrumentes dar; allerdings sollte man insbesondere im fortgeschrittenem Alter auf leicht zu erlernende Instrumente zurückgreifen, zum Beispiel die Gitarre.

Singen hält jung! (Bild: ra2studio / Shutterstock.com)

Singen hält jung! (Bild: ra2studio / Shutterstock.com)

Singen hält jung!



Studien haben ergeben: Menschen, die häufig singen, leben länger als der Durchschnitt und bleiben dabei vor allem auch gesünder und leistungsfähiger! Dabei ist es gleichgültig, ob man morgens unter der Dusche singt oder auf dem Weg zur Arbeit zum Lieblingslied aus dem Radio. Besonders das Singen im Chor hält jung – und fördert gleichzeitig soziale Kontakte. Vor allem Menschen im fortgeschrittenen Alter profitieren von speziellen Singkreisen oder Chorprojekten, die sich auf viele Bereiche des täglichen Lebens positiv auswirken und den Alltag bereichern.

Positiv denken – effektiver Jungbrunnen

Wer unglücklich ist und immer nur die negativen Seiten des Lebens wahrnimmt, neigt zu vorzeitiger Faltenbildung – das kann jeder in seinem Bekanntenkreis beobachten. Die beste Anti-Aging-Massnahme stellt deshalb eine gesunde Lebenseinstellung dar, die vor allem auch von gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Achtung lebt. Wer seine sozialen Beziehungen zu Freunden und Bekannten pflegt und harmonisch, liebevoll und fürsorglich gestaltet, trägt bereits viel zu einer positiven Lebenseinstellung bei.

Darüber hinaus sollte man versuchen, so oft wie möglich zu lächeln und zu lachen – fröhliche Menschen wirken um Jahre jünger. Aber Vorsicht: Keinesfalls sollte man tatsächlich erlebten Ärger oder Leid einfach übergehen, sondern sich auch mit negativen Emotionen auseinandersetzen. Wichtig ist dabei, sich in einer Leidphase nicht zu verstricken.



Stress vermeiden

Zu den zentralen Alterungsfaktoren zählt Stress; wie Studien belegen, ist die individuelle Alterungsgeschwindigkeit zu einem Drittel von der psychischen Konstitution abhängig. Zu den besten Anti-Stress-Massnahmen zählt vor allem die Einsicht, dass man ersetzbar ist und sich deshalb nicht so wichtig nehmen sollte. Besonders aggressiv auf die Psyche und damit auf den Alterungsprozess wirken sich auch Zukunftsängste aus, die für viele Menschen zu den täglichen Begleitern gehören; man sollte lernen, diese zeitweise auch auszublenden, um wieder einmal durchzuschnaufen und das Leben zu geniessen.

Um den abendlichen Stresspegel so gering wie möglich zu halten, hat es sich bewährt, zu dieser Zeit keine Nachrichten zu sehen; wie ein amerikanischer Wissenschaftler herausgefunden hat, wirken sich Nachrichten am Morgen weniger schädlich auf den Alterungsprozess aus. Wem das Abschalten überhaupt nicht gelingen mag, der sollte sich mit konkreten Entspannungsübungen befassen, zum Beispiel Meditation oder Yoga.

Fazit: Wer regelmässig Gehirnjogging betreibt, offen für neue Aktivitäten ist und eine psychische Ausgeglichenheit lernt, hat bereits viel für ein gesundes Altern getan.



 

Oberstes Bild: © KPG Payless2 – Shutterstock.com

Über Lara Marie Balzer

Lara Marie Balzer hat den Beruf der Pharmazeutisch-technischen Assistentin mit den Zusatzqualifikationen "Ernährungsberatung" und "Ganzheitliche Medizin/Naturheilkunde" erlernt und mit großer Freude mehrere Jahre in einer naturheilkundlich orientierten Apotheke gearbeitet, bevor sie ein Studium begann (Lehramt Chemie und Religion).


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