Frauen und Mädchen können nicht einfach nur "sein". Ihr Aussehen, besonders ihr Körper, werden ständig beurteilt, von beiderlei Geschlechtern. Wir zeigen die aktuellen Schönheitsideale und animieren, die Dauerkritik an der Weiblichkeit zu durchbrechen.
Auch in den heutigen modernen Zeiten, in denen Frauen scheinbar alles erreichen können, was sie wollen, wird immer noch die Optik der Frauen kritischer beäugt als die der Männer.
In einer Welt, die von unrealistischen Schönheitsstandards geprägt ist, gewinnt die Body-Positivity-Bewegung immer mehr an Bedeutung.
Sie ermutigt Menschen, ihre Körper so zu akzeptieren und zu lieben, wie sie sind, unabhängig von Form, Kleidergrösse, Hautfarbe oder anderen optischen Merkmalen.
Das neue Jahr hat begonnen und alle Menschen legen frischen Schwung und Elan an den Tag, denn in diesem Jahr soll alles besser werden. Und natürlich will man in diesem Jahr endlich seine Vorsätze einhalten: Endlich abnehmen! Endlich aufhören zu rauchen! Endlich mehr für sich selbst tun! Und dabei tut man das meiste eigentlich nur für die anderen …
Auch ich habe mir Vorsätze gefasst, die ich einhalten möchte. Zum Beispiel möchte ich entschleunigen und auch mal nicht unter Strom stehen. Ich würde auch gerne etwas für meinen Körper tun und lasse deswegen zusätzlich Gluten weg. Abnehmen allerdings steht in diesem Jahr nicht mehr auf meinem Wunschzettel. Zum ersten Mal seit Jahren. Wahrscheinlich zum ersten Mal seit jeher.
Selbst Models sind nicht perfekt. Oft wird mit Photoshop nachgeholfen, um kleine Speckröllchen und angeblich zu dicke Oberschenkel oder Oberarme verschwinden zu lassen. Obwohl Frauen auf der ganzen Welt das wissen, fühlen sie sich von den Hochglanzmagazinen und der Werbung unter Schönheitsdruck gesetzt. Um dem unrealistischen Schönheitsideal der Konsumgesellschaft entgegenzuwirken, hat sich die amerikanische Initiative "Women Enough" etwas einfallen lassen: die nackte Wahrheit! Nichts als die nackte Wahrheit.
In beeindruckenden Fotos werden ganz normale Frauen gezeigt, in natürlichen Posen und sehr ästhetisch. Keine dieser Damen besitzt Modelmasse oder ist besonders jung. Aber sie sehen alle schön aus. Diese Fotoserie macht auch den Frauen in der Schweiz Mut. Seit etwa zwei Jahren hat in der Welt der Modemagazine ein Umdenken stattgefunden. Immer öfter werden Pluz-Size-Models, die ihre Rundungen selbstbewusst in die Kamera halten, auf den Covern abgebildet. Elle, Cosmopolitan und Vogue sind die Vorreiter und sagen den Frauen: Versteckt euch nicht, zeigt, was ihr habt, und liebt euren Körper. Kleider sind für alle da – nicht nur für hauptberuflich Dünne und Schöne.