Warum Ei und Kartoffeln gut zusammenpassen – gesunde Lebensmittelkombinationen

26.06.2014 |  Von  |  Ernährung
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Warum Ei und Kartoffeln gut zusammenpassen – gesunde Lebensmittelkombinationen
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Würstchen mit Senf, Kartoffeln mit Spiegelei oder Steak mit Rosmarinmarinade – viele Lebensmittel werden schon seit jeher miteinander kombiniert oder gelten als klassische Speisepartner. Ernährungswissenschaftler haben herausgefunden: Viele Kombinationen ergeben nicht nur vom kulinarischen, sondern auch vom gesundheitlichen Aspekt her Sinn. Der Artikel stellt besonders günstige Kombinationen vor, die in keinem Speiseplan fehlen sollten.

Eiweiss stellt einen wichtigen Makronährstoff dar, der in der täglichen Ernährung eine herausragende Rolle spielt und zahlreiche Funktionen im menschlichen Körper übernimmt. Doch nicht jedes eiweissreiche Nahrungsmittel wird gleich gut vom Körper aufgenommen; deshalb werden bestimmte Lebensmittel so miteinander kombiniert, dass ihre eiweissreichen Bestandteile sich in der Verwertbarkeit gegenseitig ergänzen, also die biologische Wertigkeit insgesamt erhöhen. Hierzu zählen vor allem Eier und Kartoffeln, die im Verhältnis eins zu zwei miteinander kombiniert werden sollten. Aber auch Bohnen und Mais ergänzen sich gegenseitig optimal und sorgen dafür, dass das enthaltene Eiweiss besser aufgenommen wird. Die Hülsenfrüchte, die beispielsweise Verwendung in mexikanischen Gerichten finden, sollten im Verhältnis eins zu eins eingesetzt werden, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können.



Grillen mit Marinade – so wird es gesund

Jeder, der im Sommer gerne Steaks grillt, weiss: Beim Grillen oder Braten von Fleisch können sich krebserregende Stoffe bilden. Um diesen Effekt einzudämmen bzw. zu mindern, hat es sich als sinnvoll erwiesen, die Fleischstücke mit diversen Gewürzen anzureichern; in diesem Zusammenhang haben sich vor allem Rosmarinnadeln, aber auch Thymian und Knoblauch bewährt. Diese Gewürzpflanzen enthalten wichtige Antioxidantien, welche die krebserregenden Stoffe teilweise abfangen können.

Während sich aus Knoblauch und Butter eine leckere Beilage zum Steak zubereiten lässt, können Rosmarinzweige innerhalb der letzten zehn Minuten der Garzeit auf das Brat- oder Grillgut gegeben werden. Auf diese Weise entfaltet sich volles Aroma bei gleichzeitig hohem Gesundheitswert.

Bratwurst mit Senf – gut für die Verdauung. (Bild: stockphoto-graf / Shutterstock.com)

Bratwurst mit Senf – gut für die Verdauung. (Bild: stockphoto-graf / Shutterstock.com)




Bratwurst mit Senf – gut für die Verdauung

Bratwurst und Senf gehören seit jeher zusammen; in jeder Imbissbude wird das Fleisch mit der gelben Gewürzpaste serviert. Die Vorteile: Im Senf sind diverse Öle enthalten, die dafür sorgen, dass das Fett, das sich in dem Fleisch befindet, schneller abgebaut wird. Daneben wird bei gleichzeitiger Aufnahme beider Lebensmittel dafür gesorgt, dass das Risiko einer Arterienverkalkung abnimmt und die Verdauung optimal angeregt wird. Nicht zuletzt kann mit der Aufnahme von Senf auch eine Abtötung schädlicher Keime erzielt und das Risiko von Magen-Darm-Infektionen minimiert werden. Bei der Wahl des Senfes sollte berücksichtigt werden: je schärfer, desto wirkungsvoller.

Nahrung fürs Gehirn – in Kombination noch effektiver



Gesundheitsbewusste Menschen wissen längst: Grüner Tee enthält zahlreiche Inhaltsstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. In diesem Zusammenhang fanden Forscher beispielsweise auch heraus, dass der Tee in der Lage ist, das Alzheimer-Risiko zu senken und insgesamt auch die Denk- und Merkfähigkeit zu erhöhen. Doch besonders gut wirken die Inhaltsstoffe des Tees in Kombination mit Zitrone: Ein Spritzer der Zitrusfrucht reicht aus, um die Wirkung auf das Gehirn um das 13-Fache zu verstärken!

Für ein gesundes Getränk bereitet man den Tee nach Anleitung zu, lässt den Sud abkühlen und gibt dann einen Teelöffel frisch gepressten Zitronensaft pro Tasse hinzu; auf diese Weise erhält der Tee zusätzlich ein erfrischendes Aroma und kann seine Wirkkraft voll entfalten. Doch Vorsicht: Zu heisser Tee zerstört die wirksamen Inhaltsstoffe, die in der Zitrone enthalten sind.

Würzen mit Köpfchen – Pfeffer und Kurkuma als ideale Partner

Nicht zuletzt kann auch die Kombination unterschiedlicher Gewürze den jeweiligen Gesundheitswert verbessern. Der im Kurkuma enthaltene Pflanzenstoff Kurkumin aktiviert beispielsweise im menschlichen Organismus bestimmte Enzyme, welche die Entstehung von Krebs ausbremsen sollen. Auch schwarzer Pfeffer gilt als sehr gesundes Lebensmittel, das mit seinem Wirkstoff Piperin die Aufnahme des Kurkumin im Blut steigern kann. Auf diese Weise kann der krebshemmende Effekt um ein Vielfaches erweitert werden. Am besten bereitet man sich eine fertige Pfeffer-Kurkuma-Mischung zu, die stets abgefüllt im Gewürzregal steht und zum Verfeinern von Saucen, Suppen oder Fleischgerichten verwendet werden kann.



Und welche Lebensmittel passen nicht zusammen?

Neben den idealen Lebensmittelpartnern gibt es auch Kombinationen, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können. Wer zu seiner Bratwurst ein Glas Milch trinkt, wird sich vermutlich anschliessend mit Verdauungsproblemen auseinandersetzen müssen – in dieser Kombination wird dem Darm Schwerstarbeit zugemutet. Ungünstig wirkt sich auch die Kombination eisenhaltigen Schweinesteaks mit Weizenkleie, Rotwein, Schwarzem Tee oder Soja aus: Die Nahrungsmittel sorgen dafür, dass das wichtige Spurenelement nicht ins Blut und an seinen Wirkort gelangt.

Fazit

Clever kombiniert, können Lebensmittel aus den unterschiedlichsten Gründen ihren Gesundheitswert erhöhen. Am besten erstellt man eine Liste mit idealen Kombinationspartnern, die in die Küche gehängt wird, zum Beispiel an den Kühlschrank. Auf diese Weise behält man stets die Übersicht und kann die gesunden Nahrungsmittel immer wieder geschickt kombinieren – für eine gesunde Ernährung mit Langzeiteffekt.



 

Oberstes Bild: © Andrea Skjold – wikimedia.org

Über Lara Marie Balzer

Lara Marie Balzer hat den Beruf der Pharmazeutisch-technischen Assistentin mit den Zusatzqualifikationen "Ernährungsberatung" und "Ganzheitliche Medizin/Naturheilkunde" erlernt und mit großer Freude mehrere Jahre in einer naturheilkundlich orientierten Apotheke gearbeitet, bevor sie ein Studium begann (Lehramt Chemie und Religion).


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