Ratgeber Jeanskauf: Auswahl, Anprobe und Pflegehinweise

17.07.2014 |  Von  |  Allgemein
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Ratgeber Jeanskauf: Auswahl, Anprobe und Pflegehinweise
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Ursprünglich vom fränkischen Auswanderer Levi Strauss in San Francisco als robuste Arbeitskleidung für Goldgräber entwickelt, ist die Jeans in quasi jedem Kleiderschrank zu finden. Unabhängig von anderen Modetrends hat es das Kleidungsstück im Laufe der letzten 170 Jahre geschafft, zu einem Klassiker zu avancieren. Auch im Frühjahr und Sommer 2014 ist Jeans-Mode angesagt.

Insbesondere die Jeanshose, die es mittlerweile in fast unzähligen Schnitten und Waschungen gibt, profitiert von einer nie zuvor erreichten Beliebtheit. Unser Ratgeber klärt darüber auf, worauf Sie beim Kauf einer Jeanshose achten müssen, damit Sie Ihre künftige Lieblingshose finden können.



Wie finde ich die für mich geeignete Jeansgrösse heraus?

Zur Ermittlung der richtigen Jeansgrösse gibt es eine zuverlässige Formel; die Grösse wird bei Jeanshosen typischerweise als Weite und Länge in Zoll (inches) angegeben. Ein Beispiel wäre hier W29/L32, wobei die Weite 29 Zoll und die Länge 32 Zoll beträgt. Zur Umrechnung in Zentimeter gilt folgende Rechnung: 1 Zoll (inch) entspricht 2,54 Zentimeter – demnach beträgt die Weite dieser Jeanshose 73 Zentimeter, die Länge 82 Zentimeter. Die Weite wird dabei immer am Bund- bzw. Taillenmass, die Länge entsprechend der inneren Schrittlänge gemessen. Deshalb gilt es vor dem Kauf einer Jeanshose, das individuelle Bund- bzw. Taillenmass und die innere Schrittlänge mithilfe eines Massbandes zu ermitteln.

Mit den ermittelten Werten können Sie nun Ihre Jeans auswählen. Allerdings ist in jedem Fall zu empfehlen, eine Anprobe durchzuführen – so können Messfehler ausgeschlossen werden, zudem lässt sich die tatsächliche Optik der Jeans hier am besten erkennen. Erwähnenswert ist auch, dass die Grössen nur in Zwei-Zoll-Schritten variieren, was in der Praxis aber schon 5,08 Zentimetern Weite bzw. Länge entspricht.

Wer bereits eine gut sitzende Jeans im Kleiderschrank hat, kann diese Werte nutzen. Die Bund- bzw. Taillenmasse können am Hosenbund von links nach rechts vermessen und verdoppelt werden. Die Länge wird einfach an der Innenseite der Hosenbeine vermessen. Bei der Anprobe sollte die Jeanshose angenehm an der Taille sitzen; tritt man im Stand auf den Hosensaum, ist dies ein gutes Zeichen für die richtige Länge.



Welche Jeansschnitte gibt es und wodurch kennzeichnen sie sich?

Jeanshosen variieren stark in ihrer Optik und Passform. Mittlerweile bieten die Hersteller eine Vielzahl an Schnitten, Waschungen, Farbvariationen und Hosentaschenstilen an. Dabei ist Jeans nicht gleich Jeans, für verschiedene Figurentypen eignen sich jeweils eigene Schnitte und Waschungen.

Die Boot-Cut-Jeans ist an der Taille und an den Oberschenkeln schmal gehalten und verläuft am Bein zunehmend grosszügiger geschnitten, weshalb sich dieser Jeanstyp optimal in Kombination mit Stiefeln eignet. Die Straight-Leg-Jeans ist gerade geschnitten und gilt als klassische Jeans. Die Skinny-Jeans, auch als Röhrenjeans bekannt, sitzt sehr eng am Körper und betont die Figur – deshalb eignet sie sich in Kombination mit Stiefeln und zur Betonung der Figur. Beim Boyfriend-Cut erhält die Jeans einen hohen Tragekomfort, da die Hose weiter geschnitten ist und daher locker und lässig wirkt.

Ähnlich komfortabel ist die Karottenjeans; diese ist ebenfalls weit geschnitten, allerdings werden die Beine nach unten verlaufend schmaler. Bei der Loose-Fit-Jeans wird auch ein weiterer Schnitt verwendet, weshalb sie sich für kurvigere Frauen empfiehlt. Ein Klassiker ist die Schlaghose. Diese Jeansart erlebt von Zeit zu Zeit Comebacks – sie verläuft an Taille und Oberschenkel relativ schmal, an den Unterschenkeln ist sie zunehmend weit ausgestellt.

Neben den unterschiedlichen Farben einer Jeanshose geben vor allem die Waschungen einen individuellen Touch. (Bild: Nexus 7 / Shutterstock.com)

Neben den unterschiedlichen Farben einer Jeanshose geben vor allem die Waschungen einen individuellen Touch. (Bild: Nexus 7 / Shutterstock.com)




Mehr Individualität durch unterschiedliche Waschungen



Neben den unterschiedlichen Farben einer Jeanshose geben vor allem die Waschungen einen individuellen Touch. Sehr beliebt ist die Stonewashed-Jeans; diese kommt zusammen mit Bimssteinen unterschiedlicher Körnung in eine Trommel und wirkt dadurch abgetragen (Used-Look). Jeans mit Rinsedwashed-Optik werden für kurze Zeit gewaschen und mit einem Weichmacher behandelt, weshalb sie wie ungewaschen aussehen. Softwashed-Jeans werden sehr schonend gewaschen, wodurch der Jeansstoff weicher wird, ohne die Farbe anzugreifen. Das Sandwashed-Verfahren ist identisch mit dem Stonewashed-Verfahren – mit dem Unterschied, dass die Bimssteine wesentlich feiner sind, was die Optik verändert. Das Verfahren bei Super-Stonewashed-Jeans basiert auf einer Kombination der Bearbeitungsmethoden von Stonewashed- und Rinsedwashed-Jeans.

Die Vintage-Jeans soll ebenfalls getragen und älter aussehen, deshalb wird sie nicht nur zusammen mit Bimssteinen gewaschen und mit Bleichmitteln behandelt, sondern zusätzlich gebürstet – typisch für den Vintage-Look sind auch kleine bis mittelgrosse Löcher im Obermaterial. Wer seine eigene Jeanskreation entwickeln möchte, kann mit entsprechendem Know-how auch selbst nähen – das ist aber leichter als gesagt und erfordert neben einer guten Nähmaschine und anderem Zubehör auch entsprechendes Wissen, Kreativität, Übung und Fingerspitzengefühl.

Waschen, trocknen und bügeln: Wie pflege ich meine Jeans richtig?

Jeanshosen sollten immer auf links gewaschen werden, um das Material zu schonen. Aus gleichem Grund müssen die Taschen geleert und sämtliche Knöpfe und Reissverschlüsse geschlossen werden. Das Wasch- und Pflegeetikett gibt Aufschluss darüber, bei welcher Temperatur die Jeanshose gewaschen werden sollte – meist reicht aber schon eine Waschtemperatur von 30° C aus.

Bei den Waschmitteln sollte auf Flüssigwaschmittel gesetzt werden, welches auf chemische Aufheller verzichtet. Dadurch werden unschöne Waschmittelflecken verhindert. Bei den ersten Wäschen kann die Jeanshose Farbe abgeben, weshalb sie separat gewaschen werden muss. Dieser Umstand kann aber auch genutzt werden: Ist die alte Jeanshose in gleicher Farbe schon ausgeblichen, kann sie mit der neuen Jeanshose zusammen gewaschen werden – die alte Jeans nimmt dann die abgegebene Farbe der neuen Jeans auf und wirkt dadurch aufgefrischt.

Nach dem Waschen wird die Jeans auf der Wäscheleine getrocknet, nicht im Trockner. Das Trocknen im direkten Sonnenlicht lässt Jeanshosen schneller verblassen, deshalb einen schattigen Platz wählen. Beim Bügeln sollte die Jeans auf links gedreht und mit einem Dampfbügeleisen behandelt werden.



 

Oberstes Bild: © Thinglass – Shutterstock.com

Über Thomas Schlösser

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