Wie Glück entsteht

12.08.2014 |  Von  |  Allgemein
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Wie Glück entsteht
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Ist ein Mensch glücklich, kann das verschiedenste Ursachen haben: er wurde gerade befördert, hat sich frisch verliebt oder ist stolzer Elternteil geworden. Darüber hinaus stimmen auch bestimmte Tätigkeiten froh, etwa Wandern in der Natur, Sex oder Shoppen (Letzteres vermutlich fast ausschliesslich den weiblichen Teil der Bevölkerung). Eines jedoch ist sicher: Verspürt man ein Glücksgefühl, ist man im Hormon-Rausch, der durchaus süchtig machen kann.

Denn Fakt ist: Nur wenn die für das Emotionshoch verantwortlichen biochemischen Stoffe in ausreichendem Mass im Gehirn ausgeschüttet werden und optimal miteinander harmonieren, ist man glücklich.



Der individuell unterschiedlich gemixte Hormon-Cocktail, von dem man in einen wahren Freudentaumel versetzt wird, besteht aus Dopamin (umgangssprachlich auch „Freudensaft“ genannt), das die zentrale Rolle beim Gefühlsrausch spielt, ausserdem Serotonin und Noradrenalin. Diese drei Hormone sind aber nicht nur in der Lage, Menschen einen Glücksrausch zu bescheren – sie können auch negative und körperlich belastende Symptome, die nichts mit Emotionen zu tun haben, zurückdrängen beziehungsweise beinahe neutralisieren, etwa einen Jetlag.

Das für unser Wohlbefinden zuständige Hormon-Gemisch, das uns mental am stärksten beeinflusst, ist an alles gebunden, was im Gehirn abläuft. Es ist daher nicht nur überlebensnotwendig, sondern liegt dem zugrunde, was wir fühlen, denken und tun.

Das Dopamin – der „Freudensaft“ im Gehirn

Das Dopamin ist das entscheidende Hormon, welches das Glücksgefühl auslöst. Näher definiert wird diese im Gehirn entstehende Emotion mit Begriffen wie Freude, Vergnügen, Lust, Begehren, Fantasie, Antrieb, Aufgeregtheit, Interessiertheit, Motivation, Begeisterung usw. Das Dopamin wirkt dabei wie ein Spot, der die Aufmerksamkeit auf alle Umstände lenkt, die glücklich machen, und danach wie ein Turbo, der den Menschen bis zur Erfüllung der entstandenen Wünsche treibt. Sollte man wider Erwarten nicht ans Ziel kommen, setzt das Hormon seine beschwichtigend wirkenden Autorezeptoren ein, die er auch immer mit dabei hat.



Mangelt es dem Gehirn an Dopamin, wird man träge und lustlos, unter Umständen sogar depressiv. Man freut sich in diesem Zustand beispielsweise weder über ein Lob vom Chef noch auf den verdienten Urlaub. Allerdings kann bei einem Dopamin-Mangel im Gehirn medikamentös Abhilfe geschaffen werden.



In der Medizin wird darüber hinaus die Wirkung des Hormons bei künstlicher Zufuhr hinsichtlich der Verbesserung von Gedächtnisleistungen, Bekämpfung von Schüchternheit und Introvertiertheit, Behandlung von Konzentrationsstörungen und Stärkung von Wertvorstellungen wie Ehrlichkeit und Treue erforscht.

Serotonin und Noradrenalin 

Das Hormon Serotonin vermittelt vor allem das Gefühl der Ausgeglichenheit, Gelassenheit, Zufriedenheit und inneren Ruhe. Unter anderem hat es ausserdem Einfluss auf das Essverhalten, denn es überbringt dem Gehirn die Botschaft, dass man satt ist. Weiter ist das Serotonin an der Dämpfung negativer Gefühle wie Angst, Aggression oder Kummer beteiligt.
Ein Mangel des Hormons, den man mit Medikamenten beheben kann, wurde unter anderem bei feindseligem Verhalten, Depressionen, Angststörungen, Sozialphobien und übermässiger Schüchternheit diagnostiziert.

Das Noradrenalin wiederum aktiviert und erregt, macht fit, wach und leistungsbereit. In der Medizin wird es zur Schockbehandlung eingesetzt.



 

Oberstes Bild: © Sheftsoff – Shutterstock.com

Über Gabriele Hasmann

Lebt in Baden bei Wien, hat viele Jahre als Journalistin bei Funk und Fernsehen gearbeitet und ist seit 2011 als selbstständige Autorin, Ghostwriterin, Lektorin und Literaturagentin tätig. Zahlreiche Publikationen im Bereich Sachbuch.


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