Wachsbehandlung – auch für empfindliche Haut?

11.07.2014 |  Von  |  Hautpflege Allgemein
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Wachsbehandlung – auch für empfindliche Haut?
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Heisswachs zur Enthaarung der Beine oder der Bikini-Zone kommt seit Jahrzehnten zum Einsatz und befreit über lange Zeit hinweg von einer unerwünschten Körperbehaarung. Natürlich lässt sich der kosmetische Effekt einer Haarentfernung nur dann uneingeschränkt geniessen, wenn die Haut nicht empfindlich auf Wachs oder andere Hilfsmittel reagiert. Mit einer besonders sensiblen Haut sind dauerhafte Rötungen oder Entzündungen leider häufig die Folge eine Wachsbehandlung und schmälern die ästhetische Wirkung erheblich. Dennoch müssen Damen mit einem empfindlichen Hauttyp nicht gänzlich auf diese effektive Form der Enthaarung verzichten.

Dass die Haut bei einer klassischen Wachsbehandlung gereizt wird und unmittelbar nach der Enthaarung zu Rötungen neigt, liegt in der Methode begründet. Mit Wucht werden die Haare mitsamt der Wurzel aus den gewünschten Körperzonen herausgerissen, was einen strapaziösen Eingriff für mehrere Hautschichten darstellt. Die Anwendung von Pflegeprodukten direkt nach dem Enthaaren, um die Rötungen zu lindern und die Haut erholen zu lassen, ist deshalb in jedem Kosmetikstudio oder bei der privaten Anwendung üblich. Sollten Schmerzen und Entzündungen jedoch bleiben und für glatte, aber unästhetische Beine sorgen, liegt in den meisten Fällen eine Überreaktion auf das Wachs oder ein anderes Enthaarungsmittel vor.



Je nach Anbieter der Enthaarungsmittel kommen beim Wachsen verschiedene Inhaltsstoffe auf natürlicher oder synthetischer Basis zum Einsatz. Aufgrund des Namens der Methode gehen viele Nutzerinnen von echtem Bienenwachs für die Enthaarung aus, das jedoch nur eine der Varianten darstellt und eher zu den kostspieligen Stoffen zur Haarentfernung gezählt wird. Künstliche Harz-Wachse, die beispielsweise auch bei Kerzen zum Einsatz kommen, sind eine ebenso etablierte Alternative wie das Sugaring auf Basis klassischen Zuckers. Ein sehr empfindlicher Hauttyp kann auf sämtliche Inhaltsstoffe reagieren, die noch nicht einmal der Enthaarung selbst dienen, sondern z. B. nur als Aroma für einen angenehmen Duft während der Behandlung sorgen sollen.

Mögliche Allergien und Überreaktionen im Vorfeld abklären lassen

Natürlich sollte eine allergische Reaktion nicht erst während einer grossflächigen Enthaarung herausgefunden werden, unter der Haut und Körper übermässig zu leiden hätten. Soll ein neues Mittel zur Enthaarung angewendet werden, lässt sich der Test auf eine Körperreaktion einfach auf einer kleinen Hautstelle durchführen. Ein seriöses Kosmetikstudio sollte mit einer solchen Massnahme kein Problem haben, wenn die Kundin von empfindlicher Haut berichtet und einen Eindruck vom Hautgefühl des Wachses gewinnen möchte. In den meisten Fällen wird ein Studio auch nicht nur auf ein Mittel zur Enthaarung vertrauen und Kundinnen eine entsprechende Auswahl ermöglichen.

Vor dem Kauf von Wachs & Co. die Inhaltsstoffe genau prüfen. (Bild: Wachs / Shutterstock.com)

Vor dem Kauf von Wachs & Co. die Inhaltsstoffe genau prüfen. (Bild: Wachs / Shutterstock.com)




Vor dem Kauf von Wachs & Co. die Inhaltsstoffe genau prüfen



Häufig wird eine Enthaarung im privaten Badezimmer durchgeführt, ein Test der obigen Art ist hier genauso als erste Massnahme zu empfehlen. Der genaue Blick auf das jeweilige Wachs oder ein anderes Enthaarungsprodukt sollte hier natürlich schon vor dem Kauf beginnen, um kein teures Geld in ein nicht verträgliches Produkt zu investieren. Im Fachgeschäft vor Ort oder im Onlineshop lassen sich ausführliche Informationen zu den jeweiligen Artikeln finden, um eventuelle Allergien auf bestimmte Inhaltsstoffe rechtzeitig zu erkennen. Ruhe und Sorgfalt sind jeder Frau hierbei anzuraten, um nicht erst in der Dusche oder Badewanne auf einen unverträglichen Inhaltsstoff zu stossen.

Die Hitze bei einer Wachsbehandlung nicht unterschätzen

Selbst wenn das Wachs und weitere Inhaltsstoffe keine allergische Reaktion auslösen, kann empfindliche Damenhaut auf eine Wachsbehandlung reagieren. Im Regelfall sorgt die Hitze des Wachses für eine Überreaktion, die ansonsten beim Auftragen mit Roll-On oder Spachtel als angenehm und wohltuend empfunden wird. Die Erwärmung des Wachses, um es in flüssiger Form auf die behaarten Partien aufzutragen, ist leider nicht zu vermeiden und legt bei permanenten Reaktionen die Umstellung auf eine andere Enthaarungsmethode nahe. Ansonsten weisen natürliche und synthetische Harze einen unterschiedlichen Schmelzpunkt auf, sodass nicht alle mit der gleichen Hitze aufgetragen werden müssen.

Andere Reaktionen auf die Wachsbehandlung erkennen und darauf reagieren



Neben Rötungen und Entzündungen sind blaue Flecken gerade bei Frauen im steigenden Lebensalter eine unerwünschte Reaktion auf die Wachsenthaarung. In diesem Fall liegt keine Überreaktion im klassischen Sinne vor, vielmehr ist das Auftragen von Wachs nicht mit einer Venenschwäche vereinbar. Da sich die Venen durch die Hitze des Wachses oder Harzgemisches weiten, entstehen die kleinen Hämatome zwangsläufig und sorgen für einen unerwünschten Anblick. Wer unter Krampfadern leidet oder andere Probleme mit den Venen kennt, sollte gänzlich Abstand von der Wachsbehandlung nehmen.

Beratung vor der Wachsenthaarung als wertvolle Hilfe

Durch die stetig steigende Zahl an Kosmetikprodukten wird von keiner Frau verlangt, sich sofort und treffsicher für das passende Wachs zur Enthaarung entscheiden zu können. Im Vorfeld eine Kaufberatung im Fachgeschäft oder einem Kosmetikstudio in Anspruch zu nehmen, ist der richtige Schritt. Sollten durch den Hautarzt oder andere Fachärzte Allergien und ähnliche Reaktionen bekannt sein, sind diese zu Beginn der Beratung direkt zu nennen. Viele Frauen gelangen so zur effektiven Enthaarung des Körpers, die diese Methode bereits aufgegeben hatten.



 

Oberstes Bild: © Olinchuk – Shutterstock.com


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