Sugaring: Süsse Zuckerpaste gibt lästigen Haaren Saures

02.05.2014 |  Von  |  Allgemein
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Sugaring: Süsse Zuckerpaste gibt lästigen Haaren Saures
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Das Wort „Sugaring“ klingt harmlos. Irgendwie sogar niedlich. Hinter dem Begriff steckt eine Methode zur Haarentfernung, bei der eine mit Zucker angerührte Paste zum Einsatz kommt. Immer mehr Frauen und Männer kehren dem klassischen Waxing den Rücken und probieren es mit Sugaring. Doch ist das wirklich so niedlich und harmlos, wie es klingt?

Laut Versprechen der Schönheitsinstitute soll die Enthaarungspaste auf Zuckerbasis unerwünschten Härchen besonders gründlich an den Kragen gehen und dabei kaum Schmerzen verursachen. Welche Frau wünscht sich nicht herrlich glatte Beine, ohne dass es beim Enthaaren fies ziept.



Am besten wird es sein, Sugaring einfach einmal selbst auszuprobieren. Im folgenden Beitrag findet sich sogar ein Rezept zum Selbstanrühren der Zuckerpaste. Finden Sie heraus, ob Sie in Zukunft lieber zuckern oder vielleicht doch weiterhin wachsen möchten.

Das Enthaaren mittels Zuckerpaste hat eine lange Tradition

Obwohl Sugaring recht modern klingt, hat diese Haarentfernungsmethode eine jahrhundertealte Tradition. In orientalischen Ländern verwenden bereits viele Generationen Zuckerpaste, die sogenannte „Halawa“, zu kosmetischen Zwecken. Auch heute noch bieten die traditionellen Dampfbäder, die Hamams, diese Art der Haarentfernung als zusätzliche Dienstleistung an.

Die Verbreitung des Sugaring in Europa geht Hand in Hand mit dem Siegeszug professioneller Enthaarungsstudios. Vor allem in Grossstädten gibt es spezialisierte Studios, die ausschliesslich diese Enthaarungsmethode anbieten.



Der Ablauf einer Sugaring-Sitzung

Die Haut wird zunächst auf die sich anschliessende Prozedur gründlich vorbereitet. Nachdem sie mittels einer alkoholhaltigen Lotion porentief gereinigt wurde, kommt grosszügig Puder auf die zu behandelnden Körperpartien. Das Ergebnis ist eine saubere, fettfreie „Arbeitsgrundlage“. Damit wird einerseits einer möglichen Entzündung der Haarwurzeln durch eindringende Keime vorgebeugt, andererseits haftet die Zuckerpaste besser an den Objekten allen Übels – den Haaren.

Jetzt knetet die Kosmetikerin mit ihren Händen eine kleine Portion Zuckerpaste gründlich durch. Dadurch wird die Paste geschmeidig.



Dann geht es los: Zügig verstreicht die Expertin die handwarme Masse auf der Haut – immer der Wuchsrichtung der Haare entgegen. Mit geübten Bewegungen kneten geübte Profis die Zuckerpaste regelrecht in die Haarfollikel hinein.

Kurz darauf wird die Paste mit wenigen ruckartigen Bewegungen wieder abgezogen – nun allerdings in Wuchsrichtung der Haare. Die gleiche Paste kann nun gleich an einer anderen Stelle wieder aufgetragen werden. Damit geht die Behandlung vergleichsweise zügig voran.



Tipp: Einige Enthaarungsstudios bieten als besonderes Highlight sogenannte „Speed-Sugarings“ an, bei denen zwei Kosmetikerinnen gleichzeitig mit der Zuckerpaste an einem Kunden bzw. an einer Kundin hantieren. Die komplette Beinenthaarung dauert dann nur noch etwa 30 Minuten.

Wie stark sind die Schmerzen?

Viele zufriedene Kunden berichten, dass ihnen bereits während ihrer ersten „Zuckerbehandlung“ aufgefallen sei, dass die Haarentfernung erstaunlich wenig Schmerzen verursache. Es ziepe eher selten. Dafür trete im Laufe der Behandlung ein spürbares Kribbeln auf. Auch die anschliessende Rötung der Haut falle recht schwach aus. Deshalb eignet sich Sugaring für absolut jede Körperstelle, inklusive Achseln, Gesicht und Intimbereich.

Sugaring eignet sich für jede Körperstelle, inklusive Achseln, Gesicht und Intimbereich (Bild: © Ruslan Olinchuk - Fotolia.com)

Sugaring eignet sich für jede Körperstelle, inklusive Achseln, Gesicht und Intimbereich (Bild: © Ruslan Olinchuk – Fotolia.com)

Kann das Ergebnis überzeugen?

Das Resultat ist ähnlich wie beim klassischen Waxing. Die Haut ist nach der Prozedur und einer gewissen Beruhigungsphase seidig und glatt. Dieser Effekt hält mindestens drei, maximal acht Wochen an. Der Vorteil: Im Gegensatz zum gefürchteten, heftigen „Raaatsch“ beim Wachsen passiert beim Sugaring diesbezüglich fast nichts. Der Grund: Im Vergleich zum Wachs bleiben an der Zuckerpaste kaum Hautzellen kleben, sodass sie sich beinahe geräuschlos abziehen lässt.

Zuckersüss goldgelb und gründlich

Das Geheimnis ihrer Gründlichkeit liegt in der Konsistenz der Paste. Für die Anwendung zu Hause gibt es sie fertig in Beautysalons zu kaufen, oder man besorgt sich die Zutaten im Supermarkt und kocht sie selbst.

Zur Herstellung werden auf einen Teil Wasser und einen Teil Zitronensaft acht Teile Haushaltszucker gegeben. Diese Mischung in einem Topf unter ständigem Rühren langsam erhitzen. Achtung! Es darf nicht zu heiss werden, weil ansonsten die Gefahr des Anbrennens bestünde. Die Flüssigkeit sollte nun so weit einreduzieren, dass die Mischung immer zähflüssiger wird und am Ende ein karamellartiger, brauner Sirup entsteht. Es empfiehlt sich, zum Testen einige Tropfen auf einem kleinen Teller abkühlen zu lassen. Wenn alles passt, die gesamte Masse abkühlen lassen. Schon kann es mit dem Sugaring losgehen!

Aber Achtung! Man benötigt schon etwas Übung. Wer diese Haarentfernungsmethode bereits bei einem Profi kennengelernt hat, wird nach seinem ersten Selbstversuch vielleicht enttäuscht sein. Nur nicht entmutigen lassen! Beim zweiten Mal geht es mit Sicherheit schon bedeutend besser! Bei dieser Gelegenheit kann man ja gleich noch ein paar Freundinnen (oder Freunde?) einladen, um mit ihnen gemeinsam eine Sugaring-Party zu feiern.

Regelmässiges „Zuckern“, also alle sechs bis acht Wochen, schwächt übrigens das Wachstum der nachrückenden Haare extrem. Sie werden zusätzlich auch feiner und heller. Oft stellen die angegriffenen Haarwurzeln ihre Produktion sogar ganz ein. Damit das klappt, sollte man jedoch zwischen den einzelnen Sugaring-Sitzungen auf Epilieren oder Rasieren konsequent verzichten.



 

Oberstes Bild: Sugering – aktueller Trend der Haarentfernung (Bild: © Ruslan Olinchuk – Fotolia.com)

Über Kerstin Birke

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