Herbstzeit ist Badewannenzeit

25.11.2014 |  Von  |  Allgemein, Wellness
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Herbstzeit ist Badewannenzeit
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Die Tage sind recht kurz und draussen wird es zunehmend ungemütlicher. Nichts hilft gegen Frösteln so gut und vertreibt schlechte Laune so schnell wie ein schönes, warmes Bad. Kein Wunder, dass sich viele Schweizer Badezimmer in diesen Tagen wieder in kuschelige Wohlfühloasen verwandeln. Kerzen werden angezündet, duftende Badezusätze besorgt und … hinein in die wohlige Wärme – abtauchen, entspannen, geniessen!

Sobald Sie im warmen Wasser schweben, lockert sich Ihre Muskulatur. Körperliche Beschwerden, hervorgerufen durch stundenlanges Sitzen oder Stehen im Job, sowie stressbedingte Verspannungen im Rücken oder Nacken lösen sich im Badewasser auf. Ihr Körper startet ein wohltuendes Regenerationsprogramm, Stoffwechselprozesse normalisieren sich und der Wasserdruck entstaut Ihr Bindegewebe. Schon nach wenigen Minuten fühlen Sie sich richtig gut.



Schadet tägliches Baden der Haut?

Prinzipiell dürfen Sie sich jeden Tag in der Badewanne aalen. Aber bitte bedenken Sie, dass Ihre Haut in reinem Wasser schnell austrocknet. Warum? Die oberen Hornschichten weichen auf und der dünne Säureschutzmantel löst sich von der Hautoberfläche. Dadurch kann die in der Haut gespeicherte Feuchtigkeit nach aussen dringen. Falls das Badewasser dann noch so heiss ist, dass Sie in der Wanne schwitzen, potenziert sich diese Gefahr noch zusätzlich.

Deshalb sind rückfettende und hautpflegende Komponenten in Badezusätzen extrem wichtig. Besonders intensiv pflegen Badezusätze, die hochwertige pflanzliche Öle beinhalten. Es gibt auch besonders intensiv rückfettende Produkte, denen spezielle Wirkstoffe wie Liposome und Lipide zugesetzt wurden. Diese mikrofeinen Substanzen dringen bis in die tieferen Hautschichten vor, gleichen dort Defekte aus und schleusen pflegende Substanzen ein. So wird Ihre Haut während des Entspannungsbades auch noch optimal gepflegt.

Ist Duschen gesünder als Baden?



Duschen hat den Vorteil, dass es schnell geht und deshalb weniger belastend für die Haut ist. Doch viele von uns neigen unter der Dusche dazu, reichlich Duschgel oder andere Reinigungsprodukte zu verwenden. Damit die Haut wirklich vom Duschen profitiert, sollten deshalb grundsätzlich pH-neutrale Syndets, Duschcremes oder Gele verwendet werden. Andererseits: Falls Sie beim Baden einen rückfettenden, pflegenden Badezusatz benutzen, kann die Haut aufgrund der längeren Verweildauer die wirksamen Substanzen besser aufnehmen als beim vergleichsweise kurzen Duschen. Die enthaltenen ätherischen Öle wirken darüber hinaus wohltuend auf Ihre Psyche. Das bedeutet also: Duschen ist nicht unbedingt gesünder als Baden!

Heiss, warm oder kühl baden?

Während kaltes Wasser die Blutgefässe verengt und den Kreislauf in Schwung bringt, erweitert wohlig warmes Wasser Poren und Blutgefässe, entspannt und beruhigt. Zu heisses Wasser wiederum belastet den Kreislauf. Deshalb sollte Ihr Badewasser eine Temperatur von mindestens 35 °C, jedoch maximal 39 °C haben. Innerhalb dieser Temperaturspanne können die ätherischen Öle sowie alle anderen Badezusatz-Inhaltsstoffe ihre Wirkung am besten entfalten. Sie fühlen sich wohl. Eine Badezeit von 15 bis 20 Minuten gilt als ideal. Falls Sie länger in der Wanne liegen möchten, ist das natürlich nicht schlimm. Viel länger als 30 Minuten sollte ein Vollbad allerdings nicht dauern.

Besser vor oder nach dem Baden duschen?

Für das Duschen vor dem Bad gibt es keinen Grund. Und auch nach einem Vollbad mit pflegenden Substanzen brauchen Sie nicht extra zu duschen. Ihr Körper ist sauber genug. Im Gegenteil: Beim Abduschen bestünde die Gefahr, dass Sie alle Pflegesubstanzen, die eigentlich auf der Haut bleiben oder in sie eindringen sollen, gleich wieder entfernen! Falls Sie möchten, können Sie sich nach dem Bad mit einer kurzen kalten Dusche, ohne jegliche Zusätze, erfrischen. Der kalte Guss sorgt dafür, dass sich die Poren schliessen. Zudem regt er Ihren Kreislauf an. Das führt oft dazu, dass der Körper nach wenigen Minuten beginnt, „von innen heraus“ zu schwitzen. Entscheiden Sie selbst, ob Sie das angenehm finden oder ob Sie lieber auf die Erfrischung verzichten.

Ist Duschen gesünder als Baden? Nicht unbedingt – wenn Sie einige Regeln beachten. (Bild: Alliance / Shutterstock.com)

Ist Duschen gesünder als Baden? Nicht unbedingt – wenn Sie einige Regeln beachten. (Bild: Alliance / Shutterstock.com)




Welche Rolle spielt die Farbe des Badezusatzes?



Grundsätzlich sollten Sie vorzugsweise Badezusätze mit natürlichen Inhaltsstoffen bevorzugen. Hier können Sie sicher sein, dass ausschliesslich pflanzliche Extrakte und ätherische Öle ihre pflegende und zugleich wohltuende Wirkung entfalten. Die Haut bleibt schön und trocknet auch bei häufigerem Baden nicht aus.

Die Wirkung unterschiedlicher Farben ist einerseits umstritten, andererseits verwenden viele Kulturen die Farbtherapie zur Behandlung verschiedenster Beschwerden. Ähnlich wie beim Sonnenlicht wird dabei jeder Farbe eine typische Wellenlänge und damit eine bestimmte Wirkung auf Körper und Geist nachgesagt. So wirken beispielsweise Violett und Blau direkt auf das vegetative Nervensystem, indem sie beruhigen und entspannen. Ideale Partner für blaue Bäder sind natürliche Wirkstoffe, wie Melisse oder Lavendel. Orange bis gelbe Töne aktivieren den Stoffwechsel und wirken aufheiternd. Duftstoffe sind hier zumeist frische Zitrusnoten. Türkis und Grün wirken hingegen ausgleichend und fördern die Erholung. Grüne Bäder riechen oft nach Fichtennadeln oder Moos. Rosa und Rot sind warme Farben, die auch den Körper wärmen und das Gewebe lockern. Dazugehörige Duftstoffe sind beispielsweise Hibiskus, Granatapfel oder Rosmarin.

Warum baden viele Menschen am Abend?

Am Abend haben die meisten von uns Zeit. Nach einem mitunter anstrengenden Arbeits- oder Familientag sehnen wir uns nach Wärme, Geborgenheit und Entspannung. Das warme Wasser hilft uns, Abstand vom Tag zu gewinnen und unseren Körper auf eine erholsame Nachtruhe einzustimmen.




 

Oberstes Bild: © Poznyakov – Shutterstock.com

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