Floating – nur Fliegen ist schöner!

05.06.2014 |  Von  |  Wellness
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Beim Floating treiben Sie quasi schwerelos auf der Wasseroberfläche und geniessen im konzentrierten Salzwasser herrliche Momente der Entspannung. Ruhige Töne und angenehme Lichtreflexe tragen zur Relax-Atmosphäre bei. Das Floating basiert auf einem Entzug der äusseren Reize – die totale Abgeschiedenheit sorgt dabei für Tiefenentspannung. Das mit Bittersalz angereicherte Wasser macht die Haut angenehm samtweich und wirkt sich sehr positiv auf das gesamte Immunsystem aus.

Das Gehirn von äusseren Reizen befreien



Der Begriff Floating stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „schweben“ oder „treiben“. Der amerikanische Neurophysiologe Dr. John Cunningham Lilly hat das Floating entdeckt. Nachdem er sich zunächst auf die Erforschung komplexer Gehirnaktivitäten spezialisiert hatte, wandte er sich zunehmend der experimentellen Forschung zu. Er untersuchte unter anderem die Wirkung von Lichteinflüssen auf das Auge oder die Klangwirkungen auf das menschliche Ohr.

In diesem Zusammenhang entstand der zunächst Samadhi Tank genannte Behälter, der für eine vollkommene Abgeschiedenheit des Nutzers sorgt. Das Ziel war, eine vollkommene Abgeschiedenheit zu erzeugen und das Gehirn von äusseren Reizen zu befreien. Ursprünglich dienten die Forschungen einem Projekt der Nasa, bei dem es darum ging, die Reaktionen des menschlichen Gehirns auf völlige Abschottung in einem Isolationstank zu untersuchen.

Floating gegen Burn-out

In den 60er- und 70er-Jahren war das Floaten wegen der bewusstseinserweiternden Wirkung vor allem bei Esoterik- und New-Age-Anhängern beliebt – während des Floatens gelangten viele Menschen in einen tranceähnlichen Zustand. Berichten zufolge soll John Lennon ein begeisterter Anhänger des Floatings gewesen sein. Im Laufe der Zeit machte sich die Schulmedizin das Floating bei der Behandlung von Burn-out- und Stress-Patienten zunutze.



Zunehmend wählten auch gestresste Manager die Möglichkeit zur Tiefenentspannung – Spas nahmen die Floating Tanks in ihr Angebot auf. Die Floating-Welle schwappte von den USA nach Grossbritannien und Europa. Nach Angaben des Deutschen Wellnessverbandes zählte das Floating bereits im Jahr 2013 zu den Top-Trends.



Der schwedische Forscher Sven Bood belegte im Jahr 2006 in einer Studie, dass Burn-out-Patienten erheblich von Floating-Aufenthalten profitierten und sich bereits nach sechs Wochen regelmässiger Anwendung deutlich besser und weniger depressiv fühlten. Zudem haben zahlreiche Untersuchungen ergeben, dass Floating-Sessions eine sehr positive Wirkung auf die Schlafqualität haben. Chronische Schmerzen und Verspannungen verschwanden bei regelmässigen Aufenthalten im Floating Tank.



Regelmässiges Floaten kann überdies zu einer deutlichen Steigerung der Leistungsfähigkeit führen. Untersuchungen ergaben, dass die Floating-Sessions eine positive Auswirkung auf die Gehirnaktivitäten haben. Das Gehirn nutzt etwa 80 % seiner Kapazität, um äussere Sinneseindrücke zu verarbeiten. Bei einer Floating-Session werden diese Eindrücke ausgeschlossen, der Körper kann sich in absoluter Schwerelosigkeit nur auf sich selbst konzentrieren. Viele Anwender berichten von „meditativen“ Erlebnissen.

Floaten – allein oder zu zweit. (Bild: JoLin / Shutterstock.com)

Floaten – allein oder zu zweit. (Bild: JoLin / Shutterstock.com)

Floaten – allein oder zu zweit

Floaten können Sie allein oder zu zweit. Die Tanks haben die Form eines grossen Eis oder einer Muschel und sind mit einer gesättigten Sole gefüllt. Das konzentrierte Salzwasser sorgt dafür, dass Sie sich einfach treiben lassen können – untergehen oder auf den Grund sinken können Sie in dem salzhaltigen Wasser nicht. Die Temperatur in einem Floating Tank liegt bei etwa 35 bis 37 Grad Celsius. Der Körper nimmt auf diese Weise keinen Temperaturunterschied wahr und verschmilzt quasi mit seiner Umwelt. Für Personen, denen die Enge in den Floating Tanks nicht gefällt, haben einige Studios Floating-Becken im Angebot, die einer grossen Badewanne ähneln und nicht abgedeckt sind. Alternativ haben Sie die Möglichkeit, bei Ihrer ersten Floating-Session den Deckel des Tanks nicht ganz zu schliessen, auf diese Weise fühlen Sie sich nicht eingeschlossen oder eingeengt.

In Floating Areas wird bewusst auf eine Abschottung von der Aussenwelt verzichtet: Hier geht es um einen gemeinsamen Aufenthalt in einem grösseren Floating-Becken. Diese können von Gruppen oder Familien genutzt werden. Oftmals wird die Atmosphäre mit sphärischer Musik und Lichteffekten unterstützt. Hier steht das meditative Erlebnis in völliger Abgeschiedenheit nicht im Vordergrund – vielmehr geht es um das gemeinsame Erlebnis.

Samtweiche und gesunde Haut

Doch nicht nur für den Geist ist Floating eine Bereicherung: Das hochkonzentrierte Salzwasser macht die Haut samtweich. In der Regel verwenden Anbieter Epsom-Salz, das häufig auch als Bittersalz bezeichnet wird. Es enthält Magnesiumsulfat, das die Haut nicht nur mit Magnesium versorgt, sondern zu einem samtweichen Gefühl nach dem Bad führt. Zusätzlich enthaltene Schwefel-Mineralien haben einen regenerativen Effekt. Durch die rückfettende Wirkung wird die Haut nicht ausgetrocknet.

Hilfreich soll das Wasser bei Rheuma, Neurodermitis oder auch Schuppenflechte und Gicht wirken. Atemwegserkrankungen werden ebenfalls gelindert. Gute Ergebnisse erzielt man bei Verspannungen, Bandscheibenvorfällen oder der Heilung von Knochenbrüchen. Medien berichten über Leistungssportler, die Floating zur gezielten Entspannung einsetzen. Der Aufenthalt fördert die Muskelentspannung und soll zum Wachstum der trainierten Muskulatur beitragen.

Um langfristig eine positive Wirkung zu erzielen, sollten Sie etwa alle 14 Tage floaten. In der Regel dauert eine Session zwischen 45 und 60 Minuten. Die meisten Studios bieten Sitzungen für eine Stunde mit einem anschliessenden Aufenthalt im Wellness-Bereich an. Sehr anregend kann eine Massage nach dem Aufenthalt im Floating Tank wirken. Danach werden Sie sich wie neugeboren fühlen – probieren Sie es aus!



 

Oberstes Bild: © MJTH – Shutterstock.com

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.


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