Wintergewürze: nicht nur köstlich, sondern auch gesund!

29.12.2016 |  Von  |  Ernährung
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Wintergewürze: nicht nur köstlich, sondern auch gesund!
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Gerade haben wir die Zeit der Weihnachtsmärkte hinter uns. Noch hängen uns die Düfte nach Zimtsternen, Lebkuchen und Glühwein in der Nase.

Was wären all diese Leckereien ohne die köstlichen Gewürze? Anis, Kardamom und Vanille sorgen aber nicht nur für den köstlichen Duft und Geschmack, sie haben auch nachweislich gesundheitsfördernde Eigenschaften, die gerade jetzt gegen Erkältungen oder Verdauungsprobleme wirken oder zur Entspannung beitragen.

Wirksam gegen Grippeviren: Zimt (Cinnamomum)

Die ätherischen Öle der Rinde des Zimtbaumes wirken antibakteriell, entzündungshemmend und krampflösend. Sogar den Blutzuckerspiegel können sie bei regelmässiger Einnahme senken. Die Stangen entfalten ihr Aroma erst so richtig, wenn man sie aufbricht und zerreibt oder in Flüssigkeit erhitzt. Tipp: Der chinesische Cassia-Zimt ist in den letzten Jahren aufgrund des hohen Cumarin-Gehalts stark in Verruf gekommen.

Schon geringe Mengen Cumarin können bei empfindlichen Menschen die Leber schädigen, ausserdem steht es im Verdacht, in hohen Mengen krebsauslösend zu sein. Verwenden Sie lieber den feineren Ceylon-Zimt, der z. B. in Reformhäusern oder Apotheken erhältlich ist.


Zimt (Bild: Alexselva – Pixabay.com)

Zimt (Bild: Alexselva – Pixabay.com)


Lecker und immunstärkend: Vanille (Vanilla planifolia)

Die perfekten Plätzchen für die Herzdame sind Vanillekipferl: Neben der aphrodisierenden Wirkung fördert das beliebteste Wintergewürz auch die Abwehrkräfte und wirkt appetithemmend. In Stress-Situationen löst es Verspannungen und wirkt aufheiternd.


Vanille (Bild: ritual – Pixabay.com)

Vanille (Bild: ritual – Pixabay.com)


Ingwer (Zingiber officinale) – der perfekte Schutz vor Erkältungen.

In der Ingwerwurzel sind viele Bitterstoffe und ätherische Öle enthalten, die Erkältungen vorbeugen und die Verdauungstätigkeit fördern. Auch als Mittel gegen Reiseübelkeit wird Ingwer eingesetzt. Ob als Aufguss oder kandiert, die Ingwer-Wirkstoffe sind im Winter ein Must!



Kardamom (Elettaria cardamomum) beruhigt den Magen-Darm-Trakt

Der Kardamomstrauch ist mit dem Ingwer verwandt – doch hier werden die Samenkerne verwendet – vor allem für Lebkuchen, Punsch oder Marzipan. Auch Kardamom sorgt für eine optimale Verdauung und zusätzlich für frischen Atem. Er regt den Kreislauf und die Sauerstoffversorgung des Gehirns an, kann stimmungsaufhellend wirken und es wird ihm ebenfalls eine aphrodisierende Wirkung zugesprochen. Eine Prise Kardamompulver macht übrigens den Kaffee bekömmlicher.


Kardamom (Bild: kwol – Pixabay.com)

Kardamom (Bild: kwol – Pixabay.com)


Löst Schleim und Krämpfe: Anis (Pimpinella anisum)

Das beliebte Plätzchengewürz kennt man auch aus zahlreichen internationalen Digestifs wie Pastis, Raki oder Ouzo. Denn das Öl der Anisfrüchte hat eine krampflösende Wirkung und hilft bei Blähungen und Verstopfung. Bei Infektionen der oberen Atemwege kann es zudem schleimlösend wirken.



Stimmungsaufheller: Muskat (Myristica fragrans)

Schon Hildegard von Bingen empfahl den Stimmungsaufheller. Muskatpulver stammt nicht aus Nüssen, auch wenn die Samenkerne des Muskatbaums bei uns so bezeichnet werden. Es wirkt in geringen Dosen entzündungshemmend, appetitanregend und auch stimmungsaufhellend – perfekt für die kalte Jahreszeit. „Muskatnuss“ sollte sparsam verwendet werden, da es aufgrund ihrer narkotischen Wirkung sonst zu Krämpfen oder Schwindel kommen kann. Beim Kochen sollte Muskatpulver erst nach der Zubereitung eingesetzt werden, da sich die ätherischen Öle bei grosser Hitze verflüchtigen.


(Bild: Gokalpiskan – Pixabay.com)

(Bild: Gokalpiskan – Pixabay.com)


Hilft gegen Migräne: Nelken (Syzygium aromaticum)

Eugenol, ein ätherisches Öl in der Gewürznelke, wirkt schmerzstillend und desinfizierend. Daher kommt es in der Zahnheilkunde zum Einsatz. Auch auf den Magen-Darm-Trakt wirken die süss-würzigen Nelken, die gemahlen sehr scharf schmecken können, beruhigend. Ausserdem soll es Migräne vorbeugen und Anfälle lindern können.



Piment (Pimenta dioica) hilft gegen Rheumaschmerzen

Pimentkörner sind die Früchte des Nelkenpfefferbaums. Schon die Azteken nutzten es als Heilpflanze gegen Blähungen, Schmerzen und stressbedingte Nervosität. Und auch gegen Katersymptome wie Übelkeit, Sodbrennen und Kopfschmerzen nach der Silvesternacht sollen die aromatischen Beeren mit ihrem hohen Gehalt an Kalium, Calcium und Eisen helfen. Um sein Aroma ganz zu entfalten, muss Piment lange mitkochen.


Piment (Bild: Tante Tati – Pixabay.com)

Piment (Bild: Tante Tati – Pixabay.com)


Koriander (Coriandrum sativum): Beruhigung pur

Die getrockneten Samen des Küchenkrauts duften nach Zitrusfrüchten und Zimt und verfeinern Spekulatius sowie Printen. Koriander-Sud wird als Naturheilmittel gegen Migräne eingesetzt, die Samen wirken beruhigend auf Nerven sowie Magen-Darm-Trakt und werden bei Reizhusten eingesetzt.



 

Artikel von: livingpress.de
Artikelbild: © Jenny Sander für livingpress

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.



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