Was sollte man trinken – Mineralwasser aus der Flasche oder Leitungswasser aus dem Hahn?

05.08.2014 |  Von  |  Allgemein
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Was sollte man trinken – Mineralwasser aus der Flasche oder Leitungswasser aus dem Hahn?
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Wasser ist eben nicht, wie ein Oldie der „Drei Peheiros“ suggerieren wollte, nur zum Waschen oder Zähneputzen da. Wasser ist ein wichtiger Ernährungsbaustein, das wichtigste Element und im Grunde sogar wichtiger als Nahrung. Kann man als Mensch über Wochen ohne Nahrung überleben, so ist der vollständige Verzicht aufs Trinken bereits nach wenigen Tagen tödlich.

Doch das Wasser ist nicht nur lebenswichtig, auch für die Schönheit leistet es grosse Dienste. Da ist es normal, sich zu fragen, welche Art von Wasser man zu sich nehmen sollte. Leitungswasser aus dem Hahn oder doch lieber ein Mineralwasser aus der Flasche? Im Grunde ist es, wie so viele Dinge im Leben, eine Frage des Geschmacks. Und ob man lieber „frisch zapfen“ will oder Flaschen schleppen möchte. Eine Frage der Qualität ist es basierend auf den hohen Trinkwasservorgaben durch die Gesetzgeber allerdings eher nicht – und wenn, dann sicher nicht zum Nachteil des Leitungswassers. Doch werfen wir einfach einen genaueren Blick auf Mineralwasser und Leitungswasser im Direktvergleich.



Grosse Auswahl beim Mineralwasser – mit und ohne Kohlensäure

Rund 35 Sorten Mineralwasser gibt es in der Schweiz zu kaufen. Damit liegt man sehr weit hinter den Nachbarn aus Deutschland und Italien zurück, wo man zwischen 500 (Deutschland) bzw. knapp 600 (Italien) verschiedenen Sorten wählen kann. In Österreich hingegen sind es nur knapp 30 Sorten, die in der Alpenrepublik verkauft werden. Die Schweiz liegt beim Mineralwasser also gut im Rennen – besonders wenn man bedenkt, dass es auf Jamaica zum Beispiel gerade mal eine Wassersorte zu kaufen gibt. Dabei ist auch in der Schweiz feststellbar, dass die Nachfrage nach stillem Mineralwasser stetig ansteigt, denn das Wasser hat einen Imagewandel vollzogen.

Lange galt das durchsichtige Nass als reiner Durstlöscher, den man bevorzugt in warmen Sommern zu sich nimmt oder wenn man sich sportlich betätigt. Mittlerweile versteht sich das Mineralwasser als Wellness- und Fitnessgetränk. Aus dem Grund steigt auch die Nachfrage, denn wer achtet nicht auf seine Gesundheit und seine Fitness? Mehr als 100 Liter Mineralwasser pro Jahr und Kopf werden in der Schweiz konsumiert. Mineralwasser gilt als gesund und ist frei von allen Kalorien – doch das gilt gerade in der Schweiz auch für das hervorragende Leitungswasser.

Wasser – wichtig für die Schönheit



Woran lässt sich ein angesagtes Top-Model auf den ersten Blick erkennen? Korrekt, an der obligatorischen Wasserflasche, welche die Frau oder der Mann in den Händen hält. Und das geschieht ganz und gar nicht grundlos. Wasser steht für funktionsfähige Hautzellen! Nur dann, wenn die Feuchtigkeit von innen kommt, wirkt die Haut rosig, elastisch, frisch und schön. Wassermangel macht sich umgehend bemerkbar, denn das Wasser in den Hautzellen wird nicht unerheblich reduziert. Die Widerstandsfähigkeit der Haut wird durch Wassermangel verringert, die Enzyme büssen Funktionalität ein, die Haut wird trocken, wirkt rissig, rau und schuppig.



Der Wasserverlust geht Hand in Hand mit schneller Faltenbildung und Spannungslosigkeit der Haut – besonders im Gesicht. Wer sich die Zusammensetzung von Lotions oder Cremes anschaut, der wird schnell realisieren: Sie basieren primär auf Wasser und Stoffen, welche dafür verantwortlich sind, Wasser zu binden. Das greift aber nur für die oberen Hautschichten, denn die tieferen Schichten müssen von innen versorgt werden. Fehlt es da an der notwendigen Wasserzufuhr, entstehen durch fehlende Elastizität hässliche Runzeln. Schönheit ohne Wasser ist also absolut undenkbar!



Wodurch unterscheiden sich Mineralwasser und Leitungswasser?

Im Mineralwasser sollen, so wird es jedenfalls beworben, grosse Mengen an Mineralien enthalten sein, die wichtig für den Körper sind. Dazu gehören Eisen, Magnesium, Natrium und auch Kalzium. Doch ist der Mineralanteil wirklich so wichtig für den Körper, wie man landläufig annimmt? Nein, das ist nicht der Fall, denn der Körper nimmt nur Teile der Mineralien komplett auf, da wir unseren Mineralbedarf bei normaler Ernährung über die Lebensmittel decken. Kalzium wird zum Beispiel über Gemüse und Milchprodukte aufgenommen.

Magnesium wird von Vollkornprodukten und Bananen reichlich geliefert. Natrium wird über Salz in den Speisen und andere Gewürze geliefert – und wer isst schon ungewürzte Speisen, sodass Mineralwasser als Hauptlieferant für Natrium herhalten müsste? Jedes Argument, welches eigentlich für den Kauf von Mineralwasser genannt wird, lässt sich einfach widerlegen – auch die Frage nach der Wasserqualität in der Schweiz. Probleme gibt es hier, wenn man es überhaupt so nennen darf, nur in den Kantonen Wallis, Graubünden und Tessin bei einigen Reservoirs. Dort wird ein leicht erhöhter Arsenanteil aus dem Gestein ausgespült, der aber absolut im Rahmen der Schweizer Vorschriften – 50 Mikrogramm Arsen je Liter Trinkwasser – liegt.

Trinkwasser aus dem Hahn - weit besser als sein Ruf. (Bild: Ilya Andriyanov / Shutterstock.com)

Trinkwasser aus dem Hahn – weit besser als sein Ruf. (Bild: Ilya Andriyanov / Shutterstock.com)

Trinkwasser aus dem Hahn – weit besser als sein Ruf

Natürlich gibt es Länder, in denen ist es nicht angeraten, Wasser aus dem Hahn unabgekocht zu trinken. Das gilt aber nicht für die Schweiz. Dort ist das Trinkwasser aus dem Hahn das wohl am meisten kontrollierte Lebensmittel. Die Verordnungen für das Trinkwasser der Schweiz sind sogar strenger ausgelegt als vergleichsweise für Mineralwasser. Das Manko beim Leitungswasser ist nur, dass für dieses Nass keine Werbung betrieben wird. Das Trinkwasser in der Schweiz kann bedenkenlos anstelle von Mineralwasser genutzt werden und mittels Soda-Streamer sogar mit Kohlensäure versetzt werden.



 

Oberstes Bild: © luchschen – Shutterstock.com



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