Was hilft wirklich beim Abnehmen? Drei der beliebtesten Diäten im Check

24.01.2018 |  Von  |  Ernährung, Figur, Gesundheit, News
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Was hilft wirklich beim Abnehmen? Drei der beliebtesten Diäten im Check
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Der Beginn des neuen Jahres kennzeichnet auch den Start des Umsetzens der guten Vorsätze. Ganz vorne bei den Dingen, die sich die Bevölkerung für das neue Jahr vornimmt, ist immer wieder das Abnehmen. Wie man an dem wiederkehrenden Vorsatz erkennen kann, war er entweder im Jahr davor nicht erfolgreich oder die Effekte sind schon wieder weg und man ist wieder da wo man angefangen hat.

Wenn man schon einmal den Schritt Richtung ‘schlanker und gesunder Körper’ macht, dann will man auch, dass die Mühen belohnt werden und, dass man nicht das ganze nächstes Jahr wieder machen muss. Täglich werden wir jedoch in den Medien mit neuen Diäten und Diät Wundermitteln bombardiert. Von der Ananas Diät bis zum Intervallfasten – neue Trends gibt es genug.

Oft sind diese Diäten oder Ernährungsumstellungen nicht unbedingt gesund für den Organismus und basieren auf recht einseitiger Ernährung um den gewünschten Gewichtsverlust zu erzielen. Wir werfen hier einen kurzen Blick auf drei der beliebtesten Diäten um zu zeigen, was wirklich beim Abnehmen hilft und auf Dauer gesund und schlank macht.

1. Low Carb

Mittlerweile kennt wohl jeder, der sich schon mal irgendwie mit Abnehmen beschäftigt hat, die Low Carb Diät. Viele folgen allerdings einfach den Regeln der Diät, ohne sich damit auseinander zu setzten, warum Low Carb beim abnehmen helfen soll oder warum Kohlenhydrate angeblich schlecht sind. In vielen Diäten werden Brot und co. als böse Lebensmittel dargestellt, die beim Hinsehen schon dick machen. Bei der Low Carb Diät, streicht man all diese Lebensmittel vom Speiseplan. Wer ganz streng ist und will, dass sein Körper in die Ketose kommt, der isst nicht mehr als 30-35g Kohlenhydrate am Tag.


Abnehmen mit Low Carb (Bild: vectorfusionart - shutterstock.com)

Abnehmen mit Low Carb (Bild: vectorfusionart – shutterstock.com)


Ketose bedeutet, dass der Körper Fett als Hauptenergielieferanten ansieht und nicht mehr Kohlenhydrate, wie es sonst passiert. Das bedeutet, dass der Körper automatisch Fett verbrennt, auch wenn man sich nicht viel bewegt. Das klingt natürlich super. Ohne viel Bewegung Fett verbrennen? Sign me up! Low Carb hilft, laut Forschern und Erfahrungsberichten, sehr effektiv beim Abnehmen. Doch ist es wirklich gesund? Darüber scheiden sich die Geister.

Wissenschaftler und Ärzte sind in zwei Lager gespalten. Einige behaupten, dass die Diät sogar verschiedene Krankheiten wie zum Beispiel Angststörungen und Krebs positiv beeinflusst und heilen kann. Andere stehen diesen Aussagen skeptisch gegenüber und verweisen zusätzlich auf einen möglichen Vitaminmangel, da bei einer so niedrigen Menge an Kohlenhydraten auch das meiste Obst und Gemüse vom Speiseplan gestrichen wird. Ausserdem ist man sich nicht einig darüber, ob es gut ist einen Grossteil seiner Kalorien nur über Fett aufzunehmen. Gesättigte Fettsäuren sind, wie wir wissen, nicht gut fürs Herz.

2. Clean Eating

Dieser Trend ist eindeutig bei uns angekommen. Erst waren es Kohlenhydrate jeder Art die verteufelt worden sind, nun ist es alles was ‘unrein’ ist. So wird bei Clean Eating gepredigt, dass man nichts essen soll, das verarbeitet wurde. Gerade bei den Wurstliebhabern in Deutschland, Österreich und der Schweiz kann das schwierig werden. Aber nicht nur verarbeitete Fleischprodukte, sondern alles was verarbeitet wurde, ist verboten. Das heisst jegliche Getreideprodukte die nicht Vollkorn sind, Milchprodukte mit Zusatzstoffen, alles mit Zuckerzusatz und vieles mehr. Vorwiegend werden also unverarbeitete Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch konsumiert.



Dadurch isst man nicht nur viel vitaminreiche Kost, sondern streicht auch die heimlichen Dickmacher, die sich oft in verarbeitetem Essen verstecken, automatisch vom Speiseplan. Wer ungesunde, zucker und fettreiche Lebensmittel weg lässt, der nimmt automatisch ab wenn er diese vorher gegessen hat. Gerade grünes Gemüse, auf welches bei Clean Eating besonders viel Wert gelegt wird, hat sehr wenige Kalorien und kann daher in grossen Mengen konsumiert werden. ‘Cleanes’ Essen, hat generell weniger Kalorien als verarbeitete Lebensmittel und man kann daher mehr davon essen und nimmt ab ohne zu hungern.

3. Kalorienzählen und IIFYM

Kalorienzählen ist wohl die Mutter aller Diäten. Sie kommt in verschiedensten Farben und Formen, wie zum Beispiel Weight Watchers, was mittlerweile zur Institution und zum festen Bestandteil der Diät- Welt geworden ist. Das ist darauf zurückzuführen, dass es wirklich funktioniert und die Ergebnisse für sich sprechen.

Kalorienzählen basiert auf einem einfachen wissenschaftlichen Prinzip:

Kalorie > Kalorienverbrauch = Gewichtszunahme

Kalorien < Kalorienverbrauch = Gewichtsverlust

Kalorien = Kalorienverbrauch = Gewicht wird gehalten

Den Kalorienbedarf kann man ganz einfach mit Hilfe eines Kalorienrechners online ermitteln. Wenn man seinen Wert dann hat, zählt man einfach beim Essen mit. So muss man keine Lebensmittel vom Speiseplan streichen, und kann einfach essen wonach einem ist (in kontrollierten Mengen). Man muss also auf Nichts verzichten und nimmt trotzdem ab.



Dasselbe gilt für IIFYM. Das ist eine andere Art des Kalorienzählens, bei der man die Makronährstoffe (Protein, Fett, Kohlenhydrate) pro Gramm zählt und dadurch seine Kalorien trackt. Seine Makronährwerte kann man berechnen, sobald man seinen Kalorienbedarf ermittelt hat. Anhand des Aktivitäts Levels kann man mit einem weiteren Rechner ermitteln, wieviel man von welchem Makronährstoff benötigt. Man kann also, wie beim Kalorienzählen, alles essen was man will, solange es in die Werte passt. Das Problem, bei allen Formen des Kalorienzählens ist, dass die Anhänger dieser Diäten oft ihre Kalorien nicht in Form von ausgewogenen Lebensmitteln zu sich nehmen, sondern auch gerne ungesunde Lebensmittel essen, da man trotzdem abnimmt, solange man im Defizit ist.

Fazit

Wer mit Hilfe einer Diät abnehmen will, der erkundigt sich am besten erst ganz genau was diese Diät ist und welche Risiken sie birgt. Jeder Mensch ist anders und daher muss jeder die Diät finden, die zu einem passt. Was aber alle Menschen gemeinsam haben, ist, dass sie zum Abnehmen ein Kaloriendefizit brauchen.

Alle anderen Diäten, basieren auch auf dem Prinzip des Kalorienzählens, doch sind trotzdem oft beliebter, da die Meisten das Zählen anstrengend finden.

Bei der Low Carb Diät nimmt man, durch das Weglassen von Kohlenhydraten, automatisch weniger Kalorien zu sich.

Dasselbe Gilt für Clean eating, bei dem man unverarbeitete Lebensmittel isst, die kalorienärmer sind, als ihre verbannten Kollegen. Wer abnehmen will, muss also, wie auch immer, ein Kaloriendefizit erreichen. Die gesündeste Art abzunehmen ist also, Clean Eating zu praktizieren, und dabei die Kalorien zu zählen. Dadurch nimmt man viele Vitamine und Mineralien zu sich, bleibt im Kaloriendefizit und nimmt gesund ab.

 

Titelbild: dimid_86 – shutterstock.com

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