Verstehen Sie „Imkerisch“?

27.08.2014 |  Von  |  Allgemein
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Verstehen Sie „Imkerisch“?
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Honig ist nicht nur ein beliebter Süssstoff, sondern auch ein bewährtes Heilmittel. Diesbezügliche Angaben finden sich jedoch auf keinem Etikett. Stattdessen vermerken Imker dort allerlei kryptisch anmutende Informationen. Wir haben nachgeforscht, warum das so ist und was sich hinter den Angaben verbirgt.

Honig gehört zu den ältesten Nahrungsmitteln des Menschen. Archäologische Funde wie steinzeitliche Höhlenmalereien und australische Felsritzbilder belegen, dass er bereits von unseren prähistorischen Vorfahren gesammelt wurde. Während diese zunächst vor allem die Süsse schätzten, wurde nach der später einsetzenden gezielten Haltung von Bienen auch die Heilkraft des Honigs genutzt. Die Ärzte des antiken Griechenlands priesen seine Fähigkeit,



  • – entzündungshemmend,
  • – fiebersenkend,
  • – leistungssteigernd und
  • – verdauungsfördernd

zu wirken – Eigenschaften, die auf die besondere Zusammensetzung des Honigs zurückzuführen sind.

Neben einem geringen Anteil Wasser enthält das „flüssige Gold“ die Zuckerarten

  • Saccharose,
  • Fruktose und
  • Glukose

sowie zahlreiche



  • Säuren,
  • Inhibine,
  • Spurenelemente und
  • Vitamine,

welche für die Aufrechterhaltung von Gesundheit und Körperfunktionen verantwortlich sind. Darüber hinaus finden sich in Honig

  • Antioxidantien und
  • Acetycholin,

die zum



  • Schutz vor freien Radikalen,
  • zur Senkung des Blutdrucks und
  • zur Regulierung der Herztätigkeit

beitragen.

Als Vertreiber eines Lebensmittels dürfen Imker diese Wirkung jedoch nicht bewerben. Ihre Angaben beschränken sich daher auf jene Eigenschaften und Be- oder Verarbeitungshinweise, welche die strengen Vorschriften für das wertvolle Bienenprodukt als Vermerk auf dem Etikett zulassen.



Dazu gehört in erster Linie der Begriff „Honig“ selbst. Er darf nur dann verwendet werden, wenn dem Naturprodukt keine Stoffe entzogen oder hinzugefügt worden sind. Die einzige Ausnahme von dieser Vorschrift bildet das Herausfiltern von Pollen, das Imker durch einen entsprechenden Hinweis auf dem Etikett kenntlich machen müssen.

Blütenhonig. (Bild: ANCH / Shutterstock.com)

Blütenhonig. (Bild: ANCH / Shutterstock.com)

Weitere gebräuchliche Begriffe zur Kennzeichnung von Honig sind

– Blütenhonig:
Diese Sorte gewinnen Bienen aus Blütennektar. Dabei übt die Art der Blüte erheblichen Einfluss auf die Farbe, das Aroma und die Konsistenz des späteren Honigs aus. Zu den bekanntesten Vertretern gehören der überdurchschnittlich süsse Lindenblüten-Honig, die milden Honige aus Obst- oder Löwenzahnblüten und der feincremige Rapshonig.

– Honigtau-Honig:
Für diese Sorte verarbeiten Bienen die zuckerhaltigen Ausscheidungen von Blattläusen. Jene sorgen dafür, dass das Endprodukt wesentlich länger flüssig bleibt und deutlich dunkler gefärbt ist als Blütenhonig. Die wohl berühmtesten Honigtau-Honige sind Wald- und Tannenhonig.

– sortenrein:
Damit Honig unter dieser Bezeichnung gehandelt werden darf, muss der zugrunde liegende Nektar mindestens zur Hälfte aus einer Pflanzenart stammen. Um das zu gewährleisten, setzen Imker ihre Bienen in Gegenden aus, wo die gewünschten Sorten dominieren. Weil sie die Anflüge der einzelnen Tiere jedoch nicht überwachen können, enthält selbst „sortenreiner Honig“ immer nur einen überwiegenden Anteil des vermerkten Nektars.

– Honigmischung:
Kann der Imker keine Sortenreinheit garantieren oder die Quelle des Nektars nicht genug konkretisieren, kennzeichnet er seinen Honig als „Mischung“ oder bezeichnet ihn je nach Sammelgebiet als „Wald-“ bzw. „Wiesenhonig“.

– Trachtenhonig:
Bei Honig unter dieser Bezeichnung bestimmt der Erntezeitpunkt über den Anteil an Nektar oder Honigtau. Um spezielle Ergebnisse aus Früh- oder Spättracht zu erzielen, beobachten die Imker sowohl ihre Bienen als auch die Entwicklung der Natur. Damit ist „sortenreiner Trachtenhonig“ die maximal mögliche Konkretisierung, mit der Honig gekennzeichnet werden kann.

– kaltgeschleudert:
Ein solcher Vermerk auf dem Etikett besagt, dass der Honig während des Ernteprozesses keiner Wärmezufuhr ausgesetzt war. Warum dieser Umstand so wichtig ist, erklären wir weiter unten etwas ausführlicher. An dieser Stelle ist es wesentlich wichtiger zu wissen, dass die Bezeichnung „kaltgeschleudert“ kein Qualitätsmerkmal darstellt, da der Honig mittels Zentrifugalkraft aus den Waben gelöst wird und dabei ohnehin keine Wärme entsteht. Auf Betreiben zahlreicher Verbraucherschützer und Händler sowie der Imker selbst ist der Vermerk „kaltgeschleudert“ daher seit einiger Zeit unzulässig.

– Enzymaktivität und Hydroxymethylfurfural-Wert:
Ein umgekehrtes Bemühen liegt diesen beiden Angaben zugrunde. Weil sie das wirkliche Gütezeichen von Honig sind, haben viele Imker sich dafür starkgemacht, sie auf dem Etikett vermerken zu dürfen – und in einem aktuellen Urteil Recht bekommen.

Der Hintergrund ist folgender: Wird Honig auf mehr als 40 °C erhitzt, beginnen sich seine Kohlehydrate in Hydroxymethylfurfural zu zersetzen. Gleichzeitig lässt die Aktivität der enthaltenen Enzyme so stark nach, dass die Inhaltsstoffe des wertvollen Naturproduktes unwiederbringlich zerstört werden. Honig, der sich beim Abfüllen oder während der Lagerung zu stark erwärmt hat, weist dementsprechend erhöhte Hydroxymethylfurfural-Werte bzw. deutlich nachgelassene Enzymaktivität auf. Wenngleich der Verbraucher dies weder schmecken noch sehen kann, bürgen sorgfältig arbeitende Imker durch Angabe der Messwerte für die Qualität ihres Produktes.

– Haltbarkeit:
Hinweise zur Verbrauchsfrist finden sich auf keinem Etikett, denn durch den geringen Wasser- und den hohen Zuckergehalt besitzt Honig eine nahezu unbegrenzte Haltbarkeit. Funde in ägyptischen Grabanlagen haben gezeigt, dass er bei sachgemässer Lagerung auch nach mehreren Jahrtausenden noch geniessbar ist. Langfristig muss Honig dunkel, mässig kühl und dicht schliessend aufbewahrt werden. Bei cremigen Sorten sorgen Temperaturen zwischen 10 und 12 °C, bei flüssigen Sorten etwa 18 bis 20 °C für den Erhalt der Konsistenz und der Inhaltsstoffe.



 

Oberstes Bild: © Repina Valeriya – Shutterstock.com



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Über Christiane Dietering

Christiane Dietering hat eine handwerkliche, zwei kaufmännische und eine Autoren-Ausbildung absolviert. Sie arbeitet als freie Texterin, Rezensentin und Journalistin in den Themenbereichen Kunst und Kultur. Ihre Hauptauftraggeber sind Veranstalter von Musikaufführungen, Lesebühnen und Erotik-Events.


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