Unsichtbare Gefahr: Mikroplastik in Kosmetikprodukten

18.09.2014 |  Von  |  Allgemein, Make-Up
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Unsichtbare Gefahr: Mikroplastik in Kosmetikprodukten
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An vielen Flussufern, in den Weltmeeren und an den Küsten sammeln sich Gegenstände des täglichen Gebrauchs aus Plastik. Weniger offensichtlich, jedoch nicht minder gefährlich sind mikroskopisch kleine Kunststoffpartikel. Wissenschaftler und Umweltschützer bezeichnen Kunststoffteilchen bis zu einer Grösse von fünf Millimetern als Mikroplastik.

Viele konventionelle Kosmetikprodukte enthalten winzige Schleifpartikel aus Kunststoff. Sie sorgen für glattere Haut oder blitzweisse Zähne und sie verschwinden nach jeder Anwendung mit dem Spülwasser im Abfluss. Mit teilweise dramatischen Folgen.



Mikroplastik zieht Umweltgifte an

Die Partikel werden von Meereslebewesen gefressen und lassen sich aus der Umwelt praktisch nicht mehr entfernen. Fachleute unterscheiden zwei Arten von Mikroplastik: das primäre und das sekundäre.

Als primäres Mikroplastik bezeichnet man alle Kunststoffpartikel, die von der Industrie extra zur Verwendung in Kosmetikprodukten hergestellt werden. Es findet sich beispielsweise als Massage-Perlen im Duschgel, als Rubbelkörper im Peeling oder als Schleifgranulat in Zahnpasta. Aktuell sind Klärwerke noch nicht in der Lage, sämtliche Partikel aus unseren Haushaltsabwässern herauszufiltern. Dadurch gelangen sie beinahe ungehindert in die Gewässer und Umwelt.

Sekundäres Mikroplastik entsteht hingegen beim Zerfall massiver Kunststoffteile. So sorgen Sonne, Wind, Salz und Wellen im Laufe von Jahrzehnten dafür, dass grössere Produkte aus Plastik, wie beispielsweise Tüten, Tuben oder Flaschen, auf dem offenen Meer in ihre ursprüngliche Form, nämlich Granulat, zerfallen.



Aufgrund der spezifischen Eigenschaften wirkt Plastik auf Umweltgifte wie ein Magnet. So massen Wissenschaftler an im Meer schwimmenden Plastikpartikeln eine hundertmal höhere Schadstoffkonzentration als im Wasser selbst. Genau diese Partikel samt Schadstoffen werden dann von den Meeresbewohnern gefressen bzw. sie gelangen über die Nahrungskette von einem Tier ins andere. Meeresbiologen untersuchten bereits zahlreiche Organismen, wie Schnecken, Muscheln, Fische, oder Seehunde, speziell in Hinblick auf Mikroplastikpartikel und haben entsprechende Zusammenhänge eindeutig nachgewiesen.

Doch die Teilchen verschmutzen nicht nur die Meere. Klärschlamm, in dem sich die Partikel befinden, gelangt auch in Flüsse und Seen. Kürzlich wurden Mikroplastik-Partikel sogar in Leitungswasser, in Bier und in Honig gefunden. Fakt ist: Zumeist steht der Mensch am Ende einer jeden Nahrungskette. Welche Auswirkungen die Problematik auf unseren Körper und damit unsere Gesundheit letztendlich hat, ist bislang noch nicht hinreichend erforscht.

Miowachs statt Mikroplastik?



Klingt prima! Oder? Sehen wir etwas genauer hin: Heftiger Gegenwind seitens Umweltschützern und Verbrauchern hat einige Kosmetikhersteller zum Umdenken animiert. Grosse Konzerne haben angekündigt, in ihren Peelings und Zahncremes demnächst Ersatzmaterialien zu verwenden. Die gibt es nämlich! Wissenschaftler haben bereits tolle Alternativen, beispielsweise aus Candelilla- oder Bienenwach,s entwickelt.

Naturkosmetik. (Bild: Syda Productions / Shutterstock.com)

Naturkosmetik. (Bild: Syda Productions / Shutterstock.com)

Naturkosmetik ist Vorreiter

Fans von Naturkosmetik kennen die genannten Stoffe bereits aus BIO-Make-up & Co. Bienenwachs und Candelilla, ein aus den Stängeln eines südamerikanischen Busches gewonnenes Wachs, verhelfen zahlreichen Beauty-Produkten zu mehr Haftung oder machen sie wasserfest. Ähnlich verhält es sich mit Carnauba-Wachs. Es umhüllt die Blätter einer Palmenart, die vornehmlich in Brasilien vorkommt. Wie Candelilla steckt es vor allem in Wimperntusche und Lippenstift und schützt vor zu rascher Verdunstung. Bienenwachs begegnet vielen Verbrauchern in Lotions und Cremes. Es gibt allerdings inzwischen auch BIO-Peelings, die zumindest einen dieser drei Stoffe beinhalten. Vorteil: Wachskrümel schonen die Hautoberfläche, weil sie keine scharfen Kanten aufweisen. Im Gegenteil: Während des Rubbelns überziehen sie die Haut mit einer Pflegeschicht.

Weitere alternative, ökologisch vertretbare „Putzhilfen“ aus dem Naturkosmetik-Regal:

  • Tonerde
  • Kieselsäure
  • Bambuspulver
  • Meersalz
  • Mandelkleie
  • Maismehl
  • Kokosraspeln
  • Sand von Nord- oder Ostsee
  • fein vermahlene Oliven- oder Traubenkerne

Klasse statt Masse



Manche der genannten Stoffe erledigen ihren Job so gründlich, dass sie sogar in Zahnpasta Verwendung finden. Andere wiederum stecken vorwiegend in BIO-Körper- und BIO-Gesichtspeelings. Eines haben alle dieser Partikel gemeinsam: Ihre Herstellungsweise ergibt völlig neue Möglichkeiten. Beispiel BIO-Wachse: Zunächst werden die Wachse geschmolzen, anschliessend mit Kohlendioxid versetzt und danach mit hohem Druck durch extrem feine Düsen gepresst. Das hat den Vorteil, dass sich sehr grosse Mengen in relativ kurzer Zeit herstellen lassen. Schliesslich gilt es, jährlich weltweit mehrere Tausend Tonnen Mikroplastik in Kosmetikprodukten zu ersetzen! Ein weiteres Plus: Die Grösse und die Form der BIO-Teilchen lassen sich technisch sehr gut beeinflussen, sodass für jede Anwendung „massgeschneiderte“ Partikel zur Verfügung stehen.

Was können Sie persönlich tun?

Stoffbeutel und Körbe statt Plastiktüten, Obst und Gemüse möglichst ohne Folie kaufen, besser Wollkleidung als Fleeceprodukte. Das sind nur einige von zahlreichen möglichen Schritten, die Sie im Interesse der Umwelt und letztendlich in Bezug auf unsere Gesundheit tun können. Benutzen Sie zertifizierte Kosmetik ohne Mikropartikel. Studieren Sie zumindest das Etikett oder fragen Sie vor dem Kauf konkret nach. Vielleicht haben Sie Interesse, sich näher mit dem brisanten Thema auseinanderzusetzen. Es gibt bereits mehrere Petitionen im Netz, die auf ein generelles Verbot von Mikroplastik abzielen. Sie können auch ein Projekt unterstützen, welches Plastikmüll aus dem Meer fischt. Es lohnt sich auf jeden Fall, darüber nachzudenken.




 

Oberstes Bild: © angellodeco – Shutterstock.com



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