Problemzone Fuss – Hautpflegetipps von Dr. Kuhlmann

02.02.2016 |  Von  |  Fusspflege
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Problemzone Fuss – Hautpflegetipps von Dr. Kuhlmann
5 (100%)
2 Bewertung(en)

Mode und Trends machen Spass. Aber zu enge Schuhe und synthetische Materialien können den Füssen schaden, weil sie meist nicht atmungsaktiv sind und nicht nachgeben. Die Folgen: Druck, Reibung und Schmerzen.

Wir befragten Dr. Maike Kuhlmann, Forschung und Entwicklung, Beiersdorf AG, zu Fussproblemen und Fusspflege.

Welches sind die Stressfaktoren für die Füsse?

„Als das Fussproblem Nr. 1 wird insbesondere von Frauen trockene Haut und die Bildung von Hornhaut angegeben. In der Folge einer verstärkten Hornhautbildung kann es zu sogenannten Hornschwielen und zu schmerzhaften Einrissen und Schrunden vor allem im Bereich der Fersen kommen.

Ein weiteres sehr häufiges und für die Betroffenen belastendes Problem sind stark schwitzende Füsse und der damit verbundene unangenehme Fussgeruch.“


Als das Fussproblem Nr. 1 wird die Bildung von Hornhaut angegeben. (Bild: TRAIMAK – Shutterstock.com)

Als das Fussproblem Nr. 1 wird die Bildung von Hornhaut angegeben. (Bild: TRAIMAK – Shutterstock.com)


Gerät denn jeder Fuss ins Schwitzen?

„Ja, jeder Fuss schwitzt, aber abhängig von Schuhwerk, Klima und vor allem individuellen Faktoren sehr unterschiedlich stark ausgeprägt.

Gerade an den Fusssohlen befinden sich besonders viele Schweissdrüsen, im Durchschnitt 500 Stück pro Quadratzentimeter Haut. Frischer Schweiss riecht zunächst zwar neutral, das feuchtwarme Milieu in den Schuhen bietet jedoch Mikroorganismen einen idealen Nährboden und der ursprünglich geruchlose Schweiss wird zu unangenehm riechenden Abbauprodukten zersetzt.

Doch das ständige Schwitzen ist nicht nur verantwortlich für den störenden Geruch, sondern das feuchte Mikroklima begünstigt als idealer Nährboden auch die Entstehung von Fusspilz. Speziell für die Füsse entwickelte Antitranspirantien mit antibakterieller Wirkung, z.B. auf Basis von Silber, verringern die Schweissbildung und helfen gegen geruchsbildende Bakterien.

Da besonders geschlossene, nicht atmungsaktive Schuhe aus synthetischen Materialien und das Tragen von Sommerschuhen ohne Strümpfe das Schwitzen der Füsse begünstigt, sollte man die Schuhe häufig wechseln, getragene Schuhe gut austrocknen lassen und so oft wie möglich barfuss laufen.“

Wie vermeidet man Blasen, wie behandelt man sie?

„Blasen treten besonders häufig an Stellen auf, die stärkerer Belastung ausgesetzt sind, also häufig im Zusammenhang mit neuen Schuhen, Tragen von Schuhen ohne Strümpfe oder bei langandauernder, ungewohnter Belastung z.B. beim Sport, Wandern oder Skifahren.

Anhaltender Druck und Reibung führen dann zu einer Reizung der Haut, bei weiterer Belastung kommt es zu einer Trennung der äusseren Hautschicht von den darunterliegenden Hautschichten. Es bildet sich eine zunächst noch geschlossene, mit Gewebeflüssigkeit gefüllte Blase. Öffnet sich das Blasendach, entsteht eine offene, schmerzhafte und auch infektionsgefährdete Wunde.

Entscheidend ist eine Versorgung der Blase mit speziellen Produkten, die vor weiterer Reibung und vor äusseren Einflüssen schützen. Pflaster basierend auf Hydrokolloidtechnologie ermöglichen ein rasches Abheilen nach dem Prinzip der feuchten Wundheilung und lindern dank ihres Gelpolsters den Druckschmerz sofort.

Damit es gar nicht erst zur Bildung von Blasen kommt, gilt es vorzubeugen und die Entstehung von Blasen durch geeignete Massnahmen zu verhindern. Spezielle Druckstopp-Polster mindern Druck und Reibung durch Schuhe. Bei neuen Schuhen oder vor einer erfahrungsgemäss besonders starken Belastung der Füsse (Sport, Stadtbummel etc.) werden diese Pflaster direkt auf die Haut aufgeklebt, polstern und schützen die empfindlichen, druckbelasteten Stellen.

Auch silikonhaltige Gele helfen schmerzhaften Rötungen und Blasen vorzubeugen. Das Gel zieht nicht in die Haut ein, sondern legt sich als unsichtbarer Schutzfilm auf die Haut und vermindert so die Reibung zwischen Fuss und Schuh.“

Wie beugt man Verhornungen an Fersen und Ballen vor? Gibt es Möglichkeiten, um diese zu vermeiden?

„Wird die Pflege beanspruchter Füsse vernachlässigt, kann die Haut extrem trocken und rau werden und es kommt zu störender Hornhautbildung – vor allem im Bereich von Fersen, Ballen und Zehen.

Dabei ist die lästige Hornhaut eigentlich nur ein Schutzmechanismus der Haut, der die Füsse vor Druck, z.B. durch zu enge Schuhe oder stärkerer Belastung schützen soll. Aber je dicker diese Hornschicht wird, als desto störender wird sie empfunden und kann einreissen und schmerzhafte Schrunden ausbilden.

Regelmässige Basispflege mit speziell auf die Bedürfnisse der belasteten Füsse abgestimmten Produkten ist nicht nur die Voraussetzung für zarte und gepflegte Füsse, sondern schützt auch vor erneuter Hornhautbildung. So wird die natürliche Hautbarriere gestärkt und der Fuss wird widerstandsfähiger und belastbarer und somit weniger anfällig für Fussprobleme wie Hornhaut, Schwielen oder Blasenbildung.“



Wie trägt man Hornhaut schonend ab?

„Mit der richtigen Pflege lässt sich überschüssige Hornhaut in der Regel leicht behandeln.

Ein Fussbad mit einem milden, rückfettenden Badezusatz bereitet auf die anschliessende Pflege vor. Die Füsse sorgfältig abtrocknen und mit einem Bimsstein oder speziellen Feilen die überschüssige Hornhaut vorsichtig entfernen. Auf besonders sanfte und schonende Weise entfernt ein Fuss-Peeling mit Bimssteinpartikeln Fersen und Ballen von Verhornungen. Auf scharfe Instrumente wie einen Hobel sollte man dagegen verzichten, da diese oft zu viel Hornhaut entfernen und man mit den scharfen Klingen leicht tiefere Hautschichten verletzen kann.

Anschliessend benötigen die Füsse eine besonders intensive Pflege. Spezielle Fussprodukte, z.B. mit feuchtigkeitsspendendem Urea regenerieren trockene, raue Haut, glätten sie und reduzieren die Hornhautbildung.“

 

Artikel von: beautypress.de
Artikelbild: © Artem Furman – Shutterstock.com

Über Natalia Muler

Ich schreibe, seit ich schreiben kann, und reise, seit ich den Reisepass besitze. Momentan lebe ich im sonnigen Spanien und arbeite in der Modebranche, was auch oft mit Reisen verbunden ist, worüber ich dann gerne auf den Portalen von belmedia.ch berichte. Der christliche Glaube ist das Fundament meines Lebens; harmonisches Familienleben, Kindererziehung, gute Freundschaften und Naturverbundenheit sind meine grössten Prioritäten; Reisen und fremde Kulturen erleben meine Leidenschaft; Backen und Naturkosmetik meine Hobbys und immer 5 Minuten zu spät kommen meine Schwäche.



Ihr Kommentar zu:

Problemzone Fuss – Hautpflegetipps von Dr. Kuhlmann

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.