Gesunde Süssigkeiten selber machen – so geht’s

12.10.2019 |  Von  |  Ernährung
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Gesunde Süssigkeiten selber machen – so geht’s
Jetzt bewerten!

Lassen Sie uns für eine Sekunde ernsthaft sein: Selbst die engagiertesten Köche greifen oft nach im Laden gekauften Snacks, obwohl sich gesunde Süssigkeiten ganz einfach selbst zubereiten lassen. Heutzutage gibt es so viele grossartige Möglichkeiten, variantenreiche Zutaten sind fast überall erhältlich und in einer voll ausgestatteten Küche hilft die Technik.

Aber meist siegt die Bequemlichkeit, denn nichts ist einfacher, als der Griff ins Regal im Supermarkt oder ganz zum Schluss des Einkaufs an der Kassenbar, überladen mit Leckereien. Allerdings sind die konfektionierten Schlemmereien nicht unbedingt die gesündesten, zumindest in der Regel. Wer auf Konservierungsmittel, Farbstoffe, Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und eine lange Zutatenliste mit Erfindungen aus den Chemieküchen der Lebensmittelindustrie verzichten will, sollte selbst den Kochlöffel schwingen.

Was ist besser an selbstgemachten Süssigkeiten?

Der Koch hat die Kontrolle bei eigenhändig hergestellten Süssigkeiten. Soll heissen, er bestimmt, wie viel Gramm Zucker enthalten sind und welche Art dieses Süssmachers verwendet wird.

Generell ist brauner, also nicht raffinierter Zucker weniger gesundheitsschädlich. Grund dafür ist seine Molekularstruktur, denn diese ist deutlich komplexer. Dadurch muss der Körper beim Verarbeiten des sogenannten Naturzuckers eine höhere Leistung erbringen, weshalb der Blutzuckerspiegel nicht derart Achterbahn fährt, wie beim regulären Haushaltszucker. Übrigens gilt dies ebenso für Rübensaft oder Rübenmus, das sich vortrefflich für die Zubereitung von selbstgemachten Süssigkeiten eignet.


Bei selbstgemachten Süssigkeiten entscheiden nur Sie über die Zutaten und Mengenangaben. (Bild: Fortyforks – shutterstock.com)


Und soll eine Leckerei nach Himbeere oder Banane schmecken, dann wird frisches Obst verwendet, anstatt das Aromapulver aus der Chemiefabrik. Und wird reichlich Obst verarbeitet, ist dann auch der Geschmacksverstärker überflüssig.

Schokolade – die stimmungsaufhellende Verführung

Der Kakaokirsche, beziehungsweise der Kaffeekirsche, werden ihrem Inhalt facettenreiche Fähigkeiten zugesprochen. Etliche davon haben sich inzwischen wissenschaftlich bestätigt. Beim Wellnessurlaub in Südamerika gehört das Schokoladenbad quasi schon zu den obligatorischen Anwendungen, denn Kakao reinigt, entgiftet und stimuliert die Haut, bis tief hinein ins Untergewebe. Darüber hinaus besitzt Schokolade stimmungsaufhellende Eigenschaften: sprich, sie sorgt für gute Laune.

Allerdings ist damit nicht die Billigtafel aus dem Supermarkt gemeint. In dieser ist oftmals zur Erhöhung des Volumens auf billige Weise und für eine zusätzliche Süsse Rinderblut verarbeitet. Soll Schokolade ein Lächeln ins Gesicht zaubern, sollte sie schwarz sein und mindestens 70% Kakao enthalten.

Blockschokolade ist vortrefflich dazu geeignet, Süssigkeiten herzustellen. Und das ist wirklich simpel. Der Block wird in möglichst kleine Stücke zerbrochen und mit etwas Butter im Topf bei kleiner Flamme geschmolzen. Getrocknete Früchte damit übergiessen, erkalten lassen und fertig sind die ersten eigenhändig hergestellten Pralinen. Wer diese Kunst verfeinern will, kann an Kursen zur Pralinenproduktion teilnehmen oder sich Anleitungen im Internet anschauen.

Schokokekse und Energieriegel aus der eigenen Küche

Auch die beliebten Schokoladenkekse lassen sich recht einfach selbst herstellen. Zwieback kann als Unterlage dienen. darauf wird selbstgemachtes Karamell aus nicht raffiniertem Zucker verteilt. Wer es mag, kann etwas Saft unter das Karamell mischen, beispielsweise von Zitronen, Ananas oder Erdbeeren. Darauf werden Haferflocken verstreut, damit das Karamell beim Übergiessen mit der Schokolade nicht gleich wegschmilzt.

Ausserdem enthalten diese Flocken reichlich Energie und Ballaststoffe. Dann die Schokolade darüber und warten bis der Power-Riegel abgekühlt ist. Übrigens lassen sich so facettenreiche Schokoriegel herstellen. Dazu können gehackte Mandeln, Erdnüsse, Kokosmark oder vielleicht Pistazien als weitere Zutat verwendet werden.

Eiscreme ohne Reue

Sie soll cremig sein, fruchtig oder schokoladig und obendrein eine gesunde Süssigkeit: Eiscreme!? Die einfachste Art diese Leckerei herzustellen ist Joghurt. Einfacher, naturbelassener Joghurt, der möglichst kalt sein sollte. Dann muss es schnell gehen. Damit die winzigen Luftblasen vom Einrühren des selbst gepressten Fruchtsaft nicht entweichen. Dazu eignet sich ein Stabmixer, der mit maximaler Drehzahl reichlich Luft unter die Flüssigmasse pumpen sollte.

Zur Eisherstellung werden Formen angeboten, kleine Joghurtbecher eigenen sich ebenso. Die fruchtige Joghurtmasse einfüllen, Holzstil hinein, diesen eventuell mit einem Gummiband mittig positionieren und sofort ab in den Gefrierschrank.



Wer es professioneller mag, kann eine Eismaschine kaufen. Diese lässt die Mischung aus Milch, Sahne und dem gewünschten Aroma, also echte Vanille, Schokolade, oder Frucht von aussen nach innen erkalten. So lange, bis ein Speiseeis wie beim Italiener entstanden ist. Das lässt sich leicht als Eisbecher servieren oder in einer Eiswaffel und gehört zweifelsfrei zu den besonders erfrischenden und zugleich gesunden Süssigkeiten.

Die gesündeste Verführung seit Ambrosia und Nektar

Die Götter der Römer und Griechen sollen der Legende nach ein Getränk besessen haben, das für Normalsterbliche zu lecker war. Haben Menschen vom Nektar oder Ambrosia gekostet, hat sie der Genuss um den Verstand gebracht – so die Sage!

Ohne derartige Nebenwirkungen aber garantiert lecker sind Kokosbällchen. Dazu werden Trockenfrüchte verwendet. Wahlweise Pflaumen, Datteln oder Feigen, ganz nach individuellem Geschmack. Die Früchte mit etwas Olivenöl pürieren und anschliessend zu kleinen Bällen formen. Diese werden dann in Kokosflocken gerollt – und danach meist sofort verzehrt.

Übrigens: Diese Bällchen lassen sich gut mit Schokolade übergiessen, wodurch eine fruchtig Praline und eine gesunde Süssigkeit der Extraklasse entsteht – alles im Handumdrehen selbst gemacht.

 

Titelbild: nadianb – shutterstock.com


Ihr Kommentar zu:

Gesunde Süssigkeiten selber machen – so geht’s

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.