Gesündere Lebensweise kein Schutz vor Diabetes

08.10.2015 |  Von  |  Ernährung
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Gesündere Lebensweise kein Schutz vor Diabetes
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Menschen mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes gelingt es nicht immer, durch einen veränderten Lebensstil dieses Risiko zu minimieren und sich besser vor Diabetes zu schützen.

Zu diesem Ergebnis gelangt das Universitätsklinikum Tübingen und das Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen des Helmholtz Zentrums München an der Universität Tübingen.

Drohende Diabetes-Epidemie

In den USA sind mittlerweile 14 Prozent der erwachsenen Bevölkerung an Diabetes erkrankt, rund 38 Prozent haben eine Prädiabetes, eine Vorstufe der Erkrankung. Diese Zahlen weisen darauf hin, dass in naher Zukunft möglicherweise die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung der USA mit Diabetes konfrontiert sein wird. Forscher sprechen von einer Diabetes-Epidemie.

Ein neuer Lebensstil mit vermehrtem Sport und gesünderer Ernährung gelten als die wichtigsten Massnahmen bei der Vorbeugung von Typ-2-Diabetes, der mit einem Anteil von mehr als 90 Prozent die häufigste Form dieser Erkrankung darstellt. Und dennoch: Experten beobachten schon lange, dass nicht jeder mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes gleichermassen von einer Lebensstiländerung bezüglich der Verbesserung seines Risikoprofils profitiert.


In den USA sind mittlerweile 14 Prozent der erwachsenen Bevölkerung an Diabetes erkrankt (Bild: © Image Point Fr - shutterstock.com)

In den USA sind mittlerweile 14 Prozent der erwachsenen Bevölkerung an Diabetes erkrankt (Bild: © Image Point Fr – shutterstock.com)


Unvermindertes Risiko trotz Abspecken

In ihrer Studie haben die Forscher die Daten von 120 Personen mit einem Prädiabetes – erhöhte Blutzuckerwerte vor und/oder nach den Mahlzeiten – ausgewertet. Selbst nach einer neunmonatigen Lebensstilintervention war bei 40 Prozent der Teilnehmer keine Verbesserung der erhöhten Blutzuckerwerte festzustellen. Menschen mit einem solchen Diabetes-Risiko weisen oft eine nichtalkoholische Fettleber und/oder einen Insulinproduktionsdefekt auf.



„Diese Menschen hatten eine fast identische Gewichtsabnahme im Vergleich zu jenen Personen, bei denen die Konstellation nicht vorlag. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie dadurch normale Blutzuckerwerte erreichten, war aber um das 4,5-fache geringer“, so Experte Norbert Stefan. Die Normalisierung erhöhter Blutzuckerwerte im Rahmen einer Lebensstilintervention war bisher als ein wichtiger Eckpfeiler in der erfolgreichen Diabetes-Prävention bekannt.

 

Artikel von: pressetext.com
Artikelbild: © Alliance – shutterstock.com

Über Samuel Nies

Als gelernter Informatikkaufmann war für mich schon schnell klar, dass die Administration von verschiedenen Systemen zu meinem Gebiet werden sollte. Um aber auch einen kreativen Anteil in meinen Arbeitsalltag zu integrieren, verschlug es mich in die Welt des Web Content Management.



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