Foundation & Rouge: Experteninterview mit Imelda Grandel

01.02.2016 |  Von  |  Hautpflege, Make-Up
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Foundation & Rouge: Experteninterview mit Imelda Grandel
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Die Visagistin und NLP-Trainerin Imelda Grandel ist kreativer Kopf der Marke Arabesque. Jahr für Jahr entwickelt sie aktuelle Trendlooks und attraktive Make-up-Highlights – stilsicher und mit einem Händchen für Form und Farbe.

Zudem schult und begeistert sie Kosmetikerinnen in ihren Schmink-Workshops für spezielle Schmink-Techniken. Wir befragten Imelda Grandel zu Foundation und Rouge.

Welche Foundation empfiehlt sich bei welchem Hauttyp?

Imelda Grandel: Formulierungen mit höherem Puderanteil eignen sich durch den mattierenden Effekt grundsätzlich sehr gut für tendenziell eher fette Haut und Mischhaut (zum Beispiel Mineral Foundation, Mineral Compact Foundation, Silky Mat Foundation und Maximum Perfection).

Für trockene Haut empfehlen sich die reichhaltigeren Formulierungen von flüssigen und cremigen Make-ups (z. B. Maximum Comfort Foundation und Perfect Lift Illuminating Foundation). Für die Mischhaut ist im Prinzip jedes Make-up geeignet, hier entscheidet die persönliche Vorliebe.

Wie trägt man die Foundation auf, um ebenmässige Ergebnisse zu erzielen? Schwamm, Pinsel oder lieber mit dem Finger?

Imelda Grandel: Erlaubt ist, was gefällt und einem am besten liegt. Das richtige Werkzeug hängt einerseits davon ab, welche Art von Foundation man verwenden möchte, andererseits aber auch davon, wie geübt man im Schminken ist oder welchen Stil man bevorzugt. So lassen sich eher pudrige Texturen wie Mineral Foundation oder Mineral Compact Foundation sehr gut mit einem weichen, dicken Pinsel auftragen (z. B. Kabuki Travel Brush).


Erlaubt ist, was gefällt und einem am besten liegt. (Bild: © Valua Vitaly - shutterstock.com)

Erlaubt ist, was gefällt und einem am besten liegt. (Bild: © Valua Vitaly – shutterstock.com)


Je nach gewünschter Intensität und Deckkraft wird ein- oder mehrmals Puder aufgenommen und in kreisenden Bewegungen aufgetragen. Cremige Texturen lassen sich nach Lust und Laune sowohl mit einem Latexschwämmchen, einem Make-up-Pinsel oder natürlich auch einfach mit den Fingern auftragen – mit unterschiedlichem Resultat: Mit dem Schwämmchen gelingt der Auftrag schön deckend, der Pinsel ermöglicht ein sehr genaues Arbeiten – und mit den Fingern geht das Einarbeiten der Foundation in die Haut am schnellsten.

Verraten Sie uns Tipps und Tricks, um das Make-up zu fixieren?

Imelda Grandel: Haltbar wird das Gesamtkunstwerk immer mit Puder, egal ob in loser oder kompakter Form. Und wenn’s extrem lange halten soll, setzt Arabesque auf Fixing Powder. Der weiche, transparente Spezialpuder fixiert sowohl Make-up als auch Camouflage Cream und verleiht dem Look maximale Haltbarkeit: Mit Puder-Quaste oder einem Puder-Pinsel grosszügig über das Make-up auftragen, einige Minuten einwirken lassen und anschliessend den Überschuss mit der Camouflage Bürste abbürsten. Tipp: Fixing Powder macht auch Lippenstift haltbar und wasserfest!


Haltbar wird das Gesamtkunstwerk immer mit Puder, egal ob in loser oder kompakter Form. (Bild: © Valua Vitaly - shutterstock.com)

Haltbar wird das Gesamtkunstwerk immer mit Puder, egal ob in loser oder kompakter Form. (Bild: © Valua Vitaly – shutterstock.com)


Was gibt es zu den Inhaltsstoffen von Make-up zu sagen?

Imelda Grandel: Je nach Formulierung setzen wir auf unterschiedliche pflegende Inhaltsstoffe: Vitamine, Mandelöl und UV-Filter schützen die Haut vor negativen Umwelteinflüssen. High-Tech-Lipide mit feinen, lichtreflektierenden Goldpigmenten, wirken wie optische Weichzeichner, schenken einen glatten und straffen Teint. Echinacea, Vitamin E und Tigergras sind zuverlässige Begleiter für die empfindliche Haut.

Welche Techniken gibt es beim Auftragen von Rouge? Welche Auftrage-Technik eignet sich für welche Gesichtsform?

Imelda Grandel: Die Gesichtsform gibt vor, welche spezielle Rougetechnik Lichtakzente setzt oder bestimmte Partien aus dem Fokus nimmt. Je nach Anatomie des Kopfes erscheint das Gesicht oval, rund, dreieckig, viereckig, breit oder schmal und kann mit der richtigen Schattierung und gut sitzendem Rouge perfekt in Szene gesetzt werden.



Das ovale Gesicht wird als die ideale Gesichtsform gesehen. Hier kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen und völlig frei entscheiden, ob das Rouge sportlich und frisch wirken soll (rundlich und mittig auf den Wangen platziert), oder ob die Wangenknochen verführerisch betont werden sollen. Das Rouge wird dann schräg im Wangenbereich angesetzt. Eine Schattierung ist hier nicht notwendig.

Ein rundes Gesicht wird zunächst seitlich schattiert: Die Kontur vom seitli-chen Haaransatz bis hinunter zum Kieferbereich bzw. Halsansatz mit dem Mineral Bronzing Powder abdunkeln, um optisch eine ovale Gesichtsform zu erzielen.

Rouge niemals kreisförmig oder grossflächig auftragen, sondern schräg vom Ohransatz Richtung Mundwinkel ansetzen, um die Wangenknochen zu betonen. Das Gesicht wirkt viel strukturierter und dynamischer.

Das herzförmige Gesicht hat ein eher spitz zulaufendes Kinn und eine breite Stirn und erinnert an ein Dreieck. Hier ist es wichtig, am Haaransatz von der Mitte der Stirn hinunter zu den Schläfen eine dunkle Schattierung mit Mineral Bronzing Powder zu setzen. Dadurch gleicht man die Gesichtsform aus. Rouge kann anschliessend waagerecht oder leicht U-förmig im Wangenbereich aufgetragen werden.

Das viereckige Gesicht wird zunächst mit Mineral Bronzing Powder an den Ecken schattiert, um es weicher erscheinen zu lassen. Rouge dann in kreisenden Bewegungen auf den Wangen auftragen, um die meist sehr markante Gesichtsform auszugleichen.

Das lange Gesicht wird mittels zwei Schattierungen mit Mineral Bronzing Powder ausgeglichen: auf der Stirnkontur zum oberen Haaransatz hin und im mittleren Kinnbereich zum Hals hin dunkel schattieren. Rouge dann waagerecht ansetzen, um das Gesicht optisch etwas breiter wirken zu lassen.

 

Artikel von: beautypress.de
Artikelbild: © puhhha – shutterstock.com

Über Samuel Nies

Als gelernter Informatikkaufmann war für mich schon schnell klar, dass die Administration von verschiedenen Systemen zu meinem Gebiet werden sollte. Um aber auch einen kreativen Anteil in meinen Arbeitsalltag zu integrieren, verschlug es mich in die Welt des Web Content Management.



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