SMS-Daumen, Morbus Tablet, i-Nacken

15.07.2014 |  Von  |  Allgemein
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SMS-Daumen, Morbus Tablet, i-Nacken
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Mobile Geräte sind unentbehrlich, sie sind schick und liefern immer und überall die gewünschten Informationen. Doch Beauty-Blog hin, Fitness-App her: Viele Schweizerinnen und Schweizer zücken in ruhigen Momenten sofort ihr Smartphone. Anstatt sich zurückzulehnen und ihren Gedanken einfach mal freien Lauf zu lassen.

Der Warnhinweis auf Tablets oder Smartphones könnte lauten: „Achtung! Der exzessive Gebrauch mobiler Geräte schadet der Gesundheit.“ Orthopäden haben festgestellt, dass sich durch masslosen Gebrauch mobiler Technik Beschwerden entwickeln, die sich als neuartige Krankheitsbilder beschreiben lassen.



i-Nacken

Das Halten eines Tablets oder Smartphones ist für die Arme relativ easy. Doch der ständig gesenkte Kopf stellt eine grosse Belastung für die Nackenmuskulatur dar. Die Folgen sind Nacken- und Schulterschmerzen sowie Verspannungen.

Durch den häufigeren Wechsel der Halteposition und der Körperhaltung lässt sich dem i-Nacken vorbeugen. Für längeres Lesen und Schreiben sind Tablets aus ergonomischer Sicht nicht geeignet. Grund: Die Tastatur und der Monitor befinden sich auf derselben Ebene. Das virtuelle Tippen ist bedeutend anstrengender als das Schreiben auf einer konventionellen Tastatur und verlangt nach längeren Pausen.

Tipp: Ständer-Cases (Hüllen, Taschen) sehen nicht nur stylisch aus, sie ermöglichen auch das Aufrechtstellen des Gerätes. Dadurch ist eine physiologisch günstigere Kopfhaltung gewährleistet. Vielschreiber sollten eine externe Tastatur anschliessen.



SMS-Daumen

Immer wiederkehrende Bewegungen führen zu ungünstigen Muskelbelastungen. Im Laufe der Zeit entstehen kleinste Verletzungen. Aus ersten, kaum wahrnehmbaren Beschwerden, wie Ziehen oder Kribbeln, entwickeln sich Schmerzen. Das ständige Tippen von E-Mails und SMS auf dem Handy beansprucht das Daumensattelgelenk extrem. Viele Nutzer mussten sich bereits aufgrund einer Sehnenscheidenentzündung in ärztliche Behandlung begeben.

Übrigens: Jüngere Menschen, die mit Smartphone, Gameboy & Co. aufgewachsen sind, leiden seltener unter SMS-Daumen. Der Grund: Ihre Daumen haben sich der Technik angepasst. Sie sind besonders beweglich und muskulös.

Handy-Ellenbogen

Lange Telefonate führen zu einer insgesamt verkrampften Körperhaltung. Der permanent angewinkelte Ellenbogen beansprucht den Ellennerv besonders stark. Das kann so weit gehen, dass der Nerv regelrecht abgeklemmt wird. Die Folgen sind Durchblutungsstörungen und Taubheitsgefühle im Arm.

Tipp: Wer oft und lange telefoniert, sollte zwischendurch immer wieder bewusst Körperhaltung und Arm wechseln. Noch gesünder ist ein Headset.

Extra-Tipp für die Schönheit: Schalten Sie im wahrsten Sinne des Wortes öfter mal ab. Statt über gerade gelesene E-Mails oder seltsame Facebook-Einträge zu grübeln, gönnen Sie sich lieber eine erholsame Nachtruhe. Die eingeschaltete Mailbox ermöglicht vollkommen stressfrei eine selbst gewählte „Sendepause“. Nutzen Sie die Zeit, um entspannt spazieren zu gehen, Sport zu treiben, ein wohltuendes Vollbad zu nehmen – oder – um gar nichts zu tun …



 

Oberstes Bild: © Robert Kneschke – Shutterstock.com

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