Saunabesuche fördern Entspannung und Wohlbefinden

25.11.2014 |  Von  |  Wellness
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Saunabesuche fördern Entspannung und Wohlbefinden
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Immer mehr Schweizer schwören vor allem im Winter auf die entspannende und gesundheitsfördernde Wirkung eines Saunabesuches. Stress kann abgebaut werden, das Wohlbefinden steigt, die Abwehrkräfte werden gestärkt. Wir machen auf ein paar Dinge aufmerksam, die beachtet werden sollten, damit der Gang in die Sauna zum vollendeten Genuss wird.

Die Geschichte der Sauna



Das Wort „Sauna“ kommt aus dem Finnischen, es wurde von dem von den Lappen verwendeten Begriff „suownje“ abgeleitet, was Erd- oder Schneegrube bedeutet. Denn es waren tiefe Erdgruben, deren Böden mit heissen Kacheln ausgelegt wurden, welche die Anfänge der Saunakultur markieren. Diese Methode wurde entgegen der allgemeinen Meinung nicht von den Finnen erfunden. Bereits in der Antike schwitzten die Römer in eigens dafür entworfenen Einrichtungen, und auch das Volk der Inkas schätzte Entspannungen dieser Art. Trotzdem gilt heute Finnland als das Mutterland der Sauna, denn die Finnen sorgten aufgrund ihrer ausgeprägten Leidenschaft fürs Saunieren für die Überlieferung dieser Tradition.

Welche Wirkungen hat ein Saunabesuch?

Besonders während der kalten Jahreszeit wird die Sauna von vielen Menschen geschätzt. Ein Besuch bietet jedoch mehr als nur das Schwitzen. Sauna bedeutet pure Wellness und schafft nachhaltig ein rundum wohliges und entspannntes Ganzkörpergefühl. Regelmässiges Saunieren stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte, regt die Durchblutung an und sorgt für eine reine Haut. Selbst in den warmen Monaten verbessert der Gang in den „Schwitzhütten“ die allgemeine Leistungsfähigkeit und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Zahllose Amateur- und Leistungssportler suchen ganzjährig die Sauna auf. Die Anwendung als Schwitzkur nach dem Training verbessert den Stoffwechsel und sie ermöglicht eine schnellere Muskelregeneration.

Nachhaltig gestärkt werden auch die seelische Verfassung sowie das Allgemeinbefinden. Besonders empfehlenswert ist ein abendlicher Saunabesuch. Denn die angenehme, leichte Müdigkeit, die mit dem Schwitzen hervorgerufen wird, bewirkt einen ruhigeren Nachtschlaf, der durch erholsame Tiefschlafphasen gekennzeichnet ist.



Sauna – ein Ort der Kommunikation

Ist einem nach Ablenkung von den Sorgen des Alltags zumute, möchte man Geselligkeit und Unterhaltung, bietet sich die lockere Atmosphäre in einer Sauna an. Zunehmend haben Sauna-Bäder spezielle Events im Angebot: Nächte zu bestimmten Themen, Kulturelles wie Lesungen oder musikalische Darbietungen, ja sogar eine Sternensauna einschliesslich Übernachtung und besonderem Frühstück werden am innovativen Markt der „Sauna-Touristik“ beworben. Seien es Aufgüsse in der Art russischer Banja-Rituale, orientalische Hautpflege mit Seifenschaum-Massage oder Ton-Mineralerde-Anwendungen nach arabischer Tradition: Der Trend beim Saunieren bewegt sich vom zweckgebundenen Procedere hin zum  gesellschaftlichen Ereignis.

Welche verschiedenen Saunen gibt es?

Moderne Saunen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Beheizung nach Holzbefeuerung und elektrischem Betrieb. Wenngleich das Saunaerlebnis in einer mit Holz beheizten Sauna von vielen Menschen als intensiver beschrieben wird, setzt sich der elektrische Saunabetrieb immer mehr durch, weil keine baulichen Änderungen wie ein Kaminabzug vorgenommen werden müssen.

Wem die klassische Sauna zu heiss ist, der hat oftmals die Möglichkeit, eine Biosauna aufzusuchen. Die Temperatur beträgt hier etwa 50 bis 60 Grad Celsius. Der Effekt des Schwitzens tritt durch die geringere Hitze in den Hintergrund, dafür sorgen aber Aufgüsse aus verschiedensten Kräutern für angenehme Sinneseindrücke und optimale Entspannung.



Was ist beim Saunabesuch zu beachten?

Je nach individuellem Empfinden kann die Temperatur bei einem Saunagang zwischen 80 und 105 Grad Celsius betragen. Sitzt man auf der obersten Bank, ist die Luftfeuchtigkeit am geringsten, die Hitze am grössten. Das trockene und heisse Klima in der klassischen Saunakabine fördert die Verdunstung des entstehenden Schweisses. Nach dem Saunabesuch muss dem Körper daher unbedingt Flüssigkeit zugeführt werden, denn der infolge des Schwitzens eingetretene Flüssigkeitsverlust ist zu kompensieren.



Ein Saunagang sollte nicht mit vollem Magen erfolgen. Achtung ist auch bei einer Erkältung oder gar einer Grippe geboten, in diesen Fällen wird von einem Saunabesuch gänzlich abgeraten.

Wie verläuft ein Saunabesuch?

Der klassische Saunabenutzer absolviert in der Regel bis zu drei Saunagänge von etwa 15 Minuten Dauer. Jeder dieser Saunagänge setzt sich aus einer Vorschwitzphase, dem Aufguss sowie der Nachschwitzphase zusammen. Dazwischen sollten Abkühlungs- und Ruhephasen eingehalten werden – das erhöht die Effektivität der einzelnen Gänge. Nach Abschluss sollte jeweils zunächst lauwarm geduscht werden, um dem Körper die Möglichkeit zu lassen, sich allmählich abzukühlen. Obwohl es sehr verbreitet ist – ein eiskaltes Bad ist für den Organismus nicht ideal, weil er auf diese Weise schockartig abgekühlt wird.

Nach einem Saunabesuch sollten körperliche Anstrengungen vermieden werden. In der Entspannungsphase kann geruht, geschlafen oder gelesen werden. Nach dem Saunieren ist auch eine Massage zu empfehlen, da die Haut in diesem Zustand besonders gut auf Berührungen anspricht. Ebenso lassen sich Verkrampfungen leichter lösen. Darüber hinaus  verstärkt sich bei einer fachgerecht durchgeführten Massage das Gefühl der Entspannung,  was dem Saunabesuch einen würdigen Abschluss verleiht.

Wann wird vom Saunabesuch abgeraten?

Hinsichtlich der Kontraindikationen wurde der grippale Infekt bereits oben erwähnt. Aber auch bei starkem Bluthochdruck, chronischen Kreislaufproblemen, schweren Herzerkrankungen, Epilepsie, bestimmten Krebsleiden oder bei einer Fehlfunktion der Schilddrüse kann ein Saunabesuch nicht empfohlen werden. Im Zweifelsfall sollte zuvor ärztlicher Rat eingeholt werden.



 

Oberstes Bild: © Anna Breitenberger – Shutterstock.com

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