„Ohne Wasser, merkt Euch das …

07.08.2014 |  Von  |  Allgemein
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wär‘ uns’re Welt ein leeres Fass!“ So lautet die Zeile einer Arie in der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“. Gerade jetzt im Sommer trinken wir sehr viel Wasser. Doch welches ist gut? Der folgende Bericht führt Sie durch das riesige Angebot.

Die meisten von uns wissen längst, dass jeder erwachsene Mensch täglich im Durchschnitt zwei Liter Wasser trinken sollte. An heissen Tagen oder bei sportlicher Betätigung sogar mehr. Aber welches ist das beste? Wodurch unterscheiden sich natürliches Mineralwasser, Tafelwasser, Quellwasser und Heilwasser voneinander? Wir sagen es Ihnen.



Trinkwasser

In Deutschland gilt es als das am strengsten kontrollierte Lebensmittel überhaupt. Auch in Österreich und in der Schweiz muss das kühle Nass aus der Wasserleitung hohe Standards erfüllen. Es unterliegt festen Kontrollen, die per Gesetz festgeschrieben sind. Trinkwasser stammt zum Grossteil aus Grundwasser, Flüssen und Seen. Jeden Liter, der aus der Leitung fliesst, dürfen Sie ohne Bedenken trinken. Lediglich das sogenannte Stagnationswasser, das, beispielsweise über Nacht, vier Stunden oder länger in der Leitung stand, sollten Sie ablaufen lassen. Als Faustregel gilt: Sobald das Wasser kühl aus dem Wasserhahn kommt, ist das Stagnationswasser weg.

Natürliches Mineralwasser

Dieses Wasser entsteht aus Regenwasser, das über lange Zeit durch die verschiedenen Bodenschichten hindurch in die Tiefe gesickert ist. Auf seinem Weg durchfliesst es Erde, Steine und Kiesel. Aus diesen Sedimenten löst das Wasser Mineralien heraus und nimmt sie mit auf die Reise. In vulkanischen Gebieten kann es sogar passieren, dass das mineralisierte Wasser zusätzlich natürliche Kohlensäure aufnimmt.



Durch natürliche oder künstlich geschaffene Quellen gelangt das angereicherte Wasser wieder an die Erdoberfläche und wird an Ort und Stelle in Flaschen abgefüllt. Die enthaltenen Mineralien und deren Konzentration im Mineralwasser richten sich demnach immer nach der vor Ort vorhandenen Gesteins- bzw. Bodenart. Deshalb schmecken Mineralwässer teilweise extrem unterschiedlich. Grundsätzlich legt die Schweizer Trinkwasserverordnung fest, was genau ein Mineralwasser ausmacht.

Quellwasser. (Bild: Lisa S. / Shutterstock.com)

Quellwasser. (Bild: Lisa S. / Shutterstock.com)

Quellwasser



Es wird genauso wie Mineralwasser gewonnen. Es gibt lediglich zwei Unterschiede: Es benötigt keine amtliche Anerkennung, und es wird keine bestimmte Reinheit bezüglich der enthaltenen Mineralien verlangt. Ansonsten gelten die gleichen strengen Kriterien wie für Trinkwasser.

Heilwasser

Seine Entstehung gleicht der des natürlichen Mineralwassers. Allerdings gilt Heilwasser als Arzneimittel. Es muss mehr als 6,5 Gramm gelöste Mineralstoffe pro Liter aufweisen und darüber hinaus eine wissenschaftlich belegte Heilwirkung besitzen. Es ist daher nur in Apotheken und Drogerien erhältlich. So lindern zum Beispiel Heilwässer mit einem hohen Hydrogencarbonatanteil Magen-Darm-Beschwerden, während ein hoher Kohlensäureanteil bestimmter Wässer chronische Harnwegsinfekte heilen hilft.

Tafelwasser

So lautet die Bezeichnung für die meisten industriell hergestellten und auf Grossanlagen abgefüllten Wasserarten. Es handelt sich hierbei in der Regel um Mischungen aus Trinkwasser und Mineralwasser. Manchmal wird auch etwas Meerwasser hinzugegeben. Der Zusatz von Mineralstoffen und Kohlensäure erfolgt in der vom Hersteller vorgegebenen Menge ebenfalls industriell. Es gibt auch zahlreiche Tafelwässer, die lediglich aus mit Kohlensäure versetztem Trinkwasser bestehen. Im Restaurant ist Tafelwasser zumeist leicht zu erkennen: Es wird im Glas, anstatt in der Flasche serviert.

Still, medium oder prickelnd?

Reine Geschmackssache! Jeder Schweizer trinkt im Durchschnitt 120 Liter Mineralwasser im Jahr. Davon entfallen circa 80 % auf Wasser mit mehr oder weniger Kohlensäure. Die restlichen 20 % sind Produkte ohne Kohlensäure, wobei der Anteil an stillen Wässern seit 2010 kontinuierlich zunimmt.



Kohlensäure gelangt entweder dann ins Wasser, wenn Kohlenstoffdioxid aus dem Innern der Erde an die Oberfläche steigt und dabei auf Wasser trifft, oder sie wird industriell zugesetzt. Kohlensäure beeinflusst nicht nur den Geschmack und die Optik, sie sorgt auch dafür, dass die Mineralien gelöst bleiben, und das Wasser somit jahrelang klar aussieht.

Betrachtet man das Sprudeln unter gesundheitlichen Aspekten, so besteht zwischen still, medium oder stark kohlensäurehaltigem Nass kein Unterschied. Viele Menschen empfinden stilles Wasser als bekömmlicher. Zudem lässt sich die empfohlene Tagestrinkmenge leichter erreichen, weil stilles Wasser einfacher zu schlucken ist.

Was ist BIO-Wasser?

Sie stehen immer häufiger in den Regalen: amtlich anerkannte BIO-Wässer mit besonders niedrigen Schadstoffwerten. Mikrobiologisch und chemisch müssen diese Wässer sehr strenge Vorschriften erfüllen. Zudem achten die Hersteller auf eine ökologisch vertretbare Gewinnung sowie Abfüllung. Obwohl bis heute klare gesetzliche Vorschriften fehlen, werden ÖKO-Wässer verstärkt in umweltfreundlichen Verpackungen angeboten.

Trotz alledem: In puncto Ökobilanz liegt Leitungswasser ganz klar vorn. Die Kosten und die Folgen von Gewinnung, Abfüllung und Transport aller abgefüllten Wässer sind um ein Vielfaches höher. Egal, ob Mineral-, Heil-, oder BIO-Wasser.

Die richtige Auswahl

Ein hoher Gehalt an Mineralstoffen im Wasser kann den täglichen Bedarf nicht vollständig decken, jedoch sehr sinnvoll ergänzen.

Personen, die unter Osteoporose oder Laktoseintoleranz leiden, sollten verstärkt zu kalziumreichen Mineral- und Heilwässern greifen. Das bedeutet im Klartext mehr als 250 Milligramm Kalzium pro Liter.

Personen, die sich natriumarm ernähren, weil sie beispielsweise unter hohem Blutdruck leiden, greifen besser zu einem Wasser, dessen Natriumgehalt unter 20 Milligramm pro Liter liegt.

Für Sportler eigenen sich Wässer mit viel Kalium, Magnesium und Natrium sehr gut. Wie hoch der Mineraliengehalt jedes einzelnen Wassers genau ist, lässt sich auf dem Etikett nachlesen.



 

Oberstes Bild: © Willyam Bradberry – Shutterstock.com

Über Kerstin Birke

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