Kräuteröle selbst gemacht – gesund und lecker

10.09.2014 |  Von  |  Ernährung
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Kräuteröle selbst gemacht – gesund und lecker
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Olivenöl, Sonnenblumenöl und andere natürliche Öle sind aus der gesunden Ernährung nicht mehr wegzudenken. Die mediterrane Küche ist auch in der Schweiz nicht nur Trend, sondern bringt viele Vorteile für Ihre Gesundheit.

Kräuter sind vitaminreich und bekömmlich. Sie enthalten ätherische Öle, die ihnen eine intensive Würzkraft verleihen. Speiseöl nimmt die fettlöslichen Aromen der frischen Kräuter optimal auf und konserviert sie, sodass der Geschmack sich voll entfalten kann. Wir zeigen, wie Sie gesunde und würzige Kräuteröle selbst herstellen können und worauf Sie dabei achten sollten.



Das richtige Öl auswählen

Bevorzugen Sie als Basis qualitativ hochwertige Öle, idealerweise aus biologischem Anbau. Kalt gepresstes natives Olivenöl eignet sich hervorragend zur Kombination mit kräftigen mediterranen Kräutern wie Basilikum, Oregano, Thymian, Rosmarin sowie Knoblauch und Chili. Für die Aufnahme des Geschmacks von Trockenpilzen, Zitronen- oder Orangenschalen ist Traubenkernöl eine geeignete Grundlage.

Mehr oder weniger geschmacksneutrale Öle wie Rapsöl, Sonnenblumenöl, Soja- oder Erdnussöl harmonieren mit allen Kräutern. Beachten Sie bitte, dass nicht alle Öle zum Kochen und Braten geeignet sind. Natives Sonnenblumen- oder Distelöl sollte besser der kalten Küche vorbehalten bleiben, zum Beispiel als Basis für ein leckeres Salatdressing.

Olivenöl ist universell einsetzbar und auch zum Braten oder Marinieren von Grillgut bestens geeignet. Dabei sollte allerdings der sogenannte Rauchpunkt nicht überschritten werden. Beginnt das erhitzte Öl zu rauchen, zersetzt sich das enthaltene Fett. Es bilden sich gesundheitsschädliche Stoffe, der Geschmack wird bitter.



Quer durch den Garten



Bei der Auswahl der Kräuter, mit denen Sie die Öle verfeinern möchten, sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist alles, was der eigene Kräutergarten oder der Stand auf dem Wochenmarkt hergibt. Wichtig ist, dass Sie bei der Auswahl der Kräuter ebenso auf Qualität achten wie beim Öl. Gartenkräuter sollten erntefrisch verarbeitet werden. Lassen Sie sich einfach vom Angebot der Saison inspirieren und verzichten Sie auf getrocknete Kräuter. Chilischoten, Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Zimt- oder Vanillestangen dürfen natürlich getrocknet sein, sollten aber nicht schon ewig im Gewürzschrank gelegen haben.

Sammeln oder besorgen Sie rechtzeitig dekorative Flaschen für Ihre Kräuterölkreationen. (Bild: grafvision / Shutterstock.com)

Sammeln oder besorgen Sie rechtzeitig dekorative Flaschen für Ihre Kräuterölkreationen. (Bild: grafvision / Shutterstock.com)

Schöne Flaschen

Sammeln oder besorgen Sie rechtzeitig dekorative Flaschen für Ihre Kräuterölkreationen. Damit schmücken Sie später nicht nur Ihre eigene Küche, sondern Sie haben auch schnell ein individuelles, hochwertiges und willkommenes Gastgeschenk zur Hand, wenn Sie bei Freunden eingeladen sind. Für den Bedarf einer grossen Familie können Sie gern Flaschen mit 500 ml bis 1000 ml Volumen wählen. Möchten Sie viele verschiedene Varianten selbst ausprobieren oder verschenken, empfiehlt es sich, Fläschchen mit 100 ml bis 250 ml Inhalt zu befüllen. Bedenken Sie, dass auch die schönste Ölkreation nicht unbegrenzt haltbar ist und innerhalb von drei Monaten aufgebraucht werden sollte. Wichtig ist, dass die Flaschen sich gut verschliessen lassen, entweder mit einem Korken oder mit Schraubverschluss. Die Flaschen bitte sorgfältig ausspülen und gut trocknen lassen.



Jetzt wird’s bunt

Wenn Öl, Kräuter und Flaschen bereitstehen, kann es losgehen. Die frischen Kräuter werden vorsichtig gewaschen und mit einem Geschirrtuch oder Küchenpapier trockengetupft. Einzelne Blüten, Blätter oder Stängel können Sie dekorativ in den Flaschen verteilen. Grosse Knoblauchzehen und Chilischoten schneiden Sie in kleinere Stückchen. So kann das Aroma sich besser entfalten. Leicht holzige Kräuter, wie zum Beispiel Rosmarin, sollten Sie vorsichtig mit dem Nudelholz überrollen. Dadurch können die ätherischen Öle leichter entweichen. Mixen Sie nach Lust und Laune. Lassen Sie sich dabei von Ihren Essgewohnheiten leiten. Für ein Salatöl kombinieren Sie Kräuter, die Sie auch in frischer Form im Salat bevorzugen, beispielsweise Basilikum, Petersilie, Dill oder Oregano. Natürlich können Sie auch experimentieren und völlig neue Geschmacksrichtungen testen. Wenn alle Kräuter in der Flasche sind, giessen Sie vorsichtig, am besten mit einem Trichter, das Öl dazu. Achten Sie darauf, dass die Kräuter vollständig bedeckt sind. Nur so werden sie auch konserviert. Die Flaschen gut verschliessen, beschriften und an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort aufbewahren, idealerweise in der Speisekammer oder alternativ im Kühlschrank.

Etwas Geduld bitte

Nach etwa zwei bis drei Wochen hat das Öl die Aromastoffe der Kräuter aufgenommen. Wenn Sie möchten, können Sie das Öl jetzt abgiessen. Dazu das fertige Kräuteröl durch ein Sieb oder einen Kaffeefilter giessen und in eine neue Flasche füllen. Sie können die Kräuter aber auch in der Flasche belassen. Das sieht schön aus und intensiviert den Geschmack. Ein kunstvoll beschriftetes Etikett verrät auf einen Blick, was die schöne Flasche beinhaltet. Wir empfehlen, das Kräuteröl innerhalb von drei Monaten aufzubrauchen.

Rezeptvorschläge

  • Zitronenöl: Zitronenmelissenstängel und Zitronenschalen (in Spiralen geschnitten) in Sonnenblumen- oder Traubenkernöl einlegen. Mutige fügen noch ein Stängelchen Lavendel oder ein Stückchen Vanilleschote hinzu.
  • Barbecue-Öl: Pfefferkörner, Chilischoten, Knoblauch, Oregano-, Thymian- und Rosmarinstängel mit Olivenöl übergiessen. Das Grillgut damit marinieren und vor dem Grillen gut abtropfen lassen.

Probieren Sie einfach immer wieder neue Kombinationen aus, denn Kräuter und Kräuteröle haben das ganze Jahr über Saison.



 

Oberstes Bild: © TwilightArtPictures – Shutterstock.com


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