Kräuterkosmetik: Duftende Schönheit aus der Natur

23.05.2014 |  Von  |  Allgemein, Make-Up
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Kräuterkosmetik: Duftende Schönheit aus der Natur
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Minze, Rosmarin, Salbei, Basilikum & Co. schmecken nicht nur hervorragend, sie tun auch Haut und Haaren gut. Wildkräuter finden sich auf der Alm oder im Wald, sie wachsen auf Wiesen und in Parks. Sammeln Sie bitte ausschliesslich Kräuter, die Sie wirklich kennen, und nur so viel, wie sie sinnvoll verarbeiten können.

Eine Gartenschere, ein Messer, kleine Tüten und ein luftiger Korb genügen: Schon kann die Jagd nach den Schönheitselixieren aus der Natur beginnen – doch welches Kraut kann was?



Minze
Allein auf der Nordhalbkugel gedeihen etwa 30 verschiedene Minze-Arten. Pfefferminze ist die wohl bekannteste von ihnen. Sobald man ihre Blätter zwischen den Fingern verreibt, verbreitet die Pfefferminze einen charakteristischen, intensiven Menthol-Duft. Dank ihrer erfrischenden, entzündungshemmenden Wirkung wird Minze nicht nur als Tee getrunken oder zu Tinkturen verarbeitet. Sie ist auch häufiger Bestandteil von Reinigungslotionen, Zahncremes oder Shampoos. Gegen leichte Kopfschmerzen helfen einige auf den Schläfen verriebene Tropfen Minzöl.

Rosmarin
Dieser Lippenblütler ist ein wahres Schönheitselixier. Das enthaltene ätherische Öl kurbelt die Durchblutung kräftig an. In Badezusätzen lockert es Verspannungen, in Shampoos verbessert es die Nährstoffversorgung der Kopfhaut. Pflegeprodukte mit Rosmarin können, je nach Zusammensetzung, Muskelkater vorbeugen, die Kollagenproduktion ankurbeln oder die Gesichtshaut rosig und frisch aussehen lassen. Auch als Bestandteil von Körper- und Raumdüften hat Rosmarin zahlreiche Fans.

Koriander
Als Küchenkraut scheidet Koriander die Geister. Die eine lieben, die anderen hassen es. Für all diejenigen, die Koriander als Speisewürze nicht mögen, liegt die Ursache auf der Hand: Koriander schmeckt nach Seife. Genau dieses Aroma macht Koriander für die Kosmetik so interessant. Badezusätzen oder Duschgels mit Koriander-Essenzen wird eine regelrecht euphorisierende Wirkung nachgesagt. Gesichtscremes mit ätherischen Korianderölen stimulieren die Zellen und wirken somit hautstraffend.

Melisse
Wie Minze gehört auch Melisse zu den Lippenblütlern. Darüber hinaus sehen sich die beiden Pflanzen sehr ähnlich. Melisse duftet unaufdringlich nach Zitrone, weshalb sie oft auch Zitronenmelisse genannt wird. Ihre ätherischen Öle wirken reizlindernd. Melisse findet sich oft in Gesichtspflegeprodukten für empfindliche Haut und in Badezusätzen. Dank ihrer heilenden Eigenschaften ist Melisse zumeist auch in Produkten gegen Lippenherpes enthalten.



Thymian
Die Pflanze an sich ist ausgesprochen klein. Ihre Blätter werden lediglich fünf Millimeter lang. Das enthaltene ätherische Öl heisst Thymol. Es eignet sich sehr gut zur Reinigung empfindlicher oder gar wunder und entzündeter Haut. Es gibt auch wohlriechende Lotionen und Salben mit Thymian-Extrakt gegen Rheumabeschwerden und Muskelschmerzen.

Salbei
Sein Erkennungsmerkmal sind die samtartigen, länglich-ovalen Blätter. Neben Bitter- und Gerbstoffen sowie Flavonoiden werden aus der Pflanze vorzugsweise ätherische Öle gewonnen. Diese sind in zahlreichen Gesichtspflegeprodukten, vornehmlich für fettige und Mischhaut, enthalten. Sie wirken sich regulierend auf die Talgdrüsen aus und sorgen somit für einen ebenmässigeren Teint. Aufrund seiner schweisshemmenden Wirkung wird Salbei-Extrakt auch in Fusscremes und Deodorants eingesetzt.

Salbei-Extrakt wird oft in Fusscremes und Deodorants eingesetzt. (Bild: vaivirga / Shutterstock.com)

Salbei-Extrakt wird oft in Fusscremes und Deodorants eingesetzt. (Bild: vaivirga / Shutterstock.com)




Veilchen
Weltweit gibt es circa 500 verschiedene Veilchen-Arten. Eines haben sie alle gemeinsam: ihren betörenden Duft. Ätherische Öle aus Veilchen wirken ausgleichend und beruhigend. Sie finden vor allem als Badezusatz und in Raumdüften Verwendung.



Mädesüss
Was kaum jemand weiss: Die natürliche Basis des Aspirins, Acetyl-Spiraen-Säure, wurde früher aus den Blüten dieser Pflanze gewonnen. Während Mädesüss in der Küche vorzugsweise zum Süssen und Würzen verwendet wird, wirkt ein Tee aus den Blättern, Blüten und Wurzeln der Heilpflanze entzündungshemmend und harntreibend. Lotionen und Cremes mit Mädesüss wirken hautstraffend.

Basilikum
Was zum Tomate-Mozzarella-Salat köstlich schmeckt, passt genauso gut in ein Entspannungsbad. Verwendung finden hier vor allem die ätherischen Basilikum-Öle. Der Duft wirkt ausgleichend und harmonisierend. Deshalb kommt er oft in Gesichtscremes, Körperlotionen und Body-Sprays zum Einsatz. Eine Aromatherapie mit Basilikum gilt als unterstützendes Heilmittel gegen Nervosität, Schlafstörungen und Migräne.

Johanniskraut
Es wächst mitten im Sommer vorzugsweise an Lichtungen und Wegen von Kiefern- und Eichen-Mischwäldern. Schon von Weitem leuchtet es dem Kräutersammler mit seinen kräftig-gelben Blüten entgegen. Johanniskraut wird vornehmlich in Form von Ölen oder Badezusätzen zur Sonnenbrandbehandlung und bei Gelenkschmerzen eingesetzt.

Beinwell
Die Blätter fühlen sich kratzig und rau an, beinahe wie ein Dreitagebart. Während Beinwell-Blätter früher ausschliesslich zur Unterstützung der Wundheilung und bei Knochenbrüchen Anwendung fanden, wird ihnen heute auch eine hautberuhigende und zellerneuernde Wirkung nachgesagt. Beinwell enthält jede Menge Proteine und Kieselsäure, welche Nägel und Bindegewebe kräftigen. Allerdings sollten Kosmetikprodukte mit Beinwell nicht täglich verwendet werden. Die enthaltenen Pyridin-Alkaloide, die beispielsweise auch in Nikotin vorkommen, sind bei zu hoher Dosis giftig.

Lavendel
Seine Blütezeit liegt zwischen Juli und August. Dann wird Lavendel auch gesammelt. Ätherische Lavendel-Öle kurbeln das Haarwachstum an und sorgen für die Linderung von rheumatischen Beschwerden oder Gelenkschmerzen. Sehr beliebt ist Lavendel in Badezusätzen und Duschölen. Weil sein Duft herrlich entspannt und beruhigt, legen sich viele Menschen auch ein kleines Säckchen mit getrockneten Lavendelblüten unters Kopfkissen.

Für alle heimischen Kräuter gilt: Sind sie einmal gesammelt, trocknen sie am besten an einem schattigen und luftigen Ort. In luftdicht verschliessbaren Dosen halten sie sich dann bis zu drei Monate.



 

Oberstes Bild: Kosmetikprodukte mit natürlichen Kräutern sind kostbar (Zaneta Baranowska / Shutterstock.com)

Über Kerstin Birke

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