Hautpflege in den Wechseljahren – schonend und nachhaltig

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Frauen in den Wechseljahren wissen: Die Gesichtshaut ändert sich während dieser Zeit enorm. Deshalb ist jetzt eine effektive Pflege notwendig, welche die Haut nicht nur mit diversen Anti-Aging-Wirkstoffen versorgt, sondern darüber hinaus auch Feuchtigkeit spendet. Für ein frisches Aussehen und einen strahlenden Teint – in jedem Alter!

Veränderungen der Gesichtshaut – Ursachen



Wenn Frauen in die Wechseljahre kommen, stellen sie eine vermehrte Fältchenbildung in ihrem Gesicht fest; gleichzeitig zeigt sich die Haut jedoch auch dünner, trockener und vor allem wesentlich anfälliger für Irritationen. Aufgrund der Hormonumstellung, die eine verminderte Versorgung mit Östrogen mit sich bringt, wird gleichzeitig die Haut schlechter durchblutet – und präsentiert sich deshalb insgesamt weniger geschmeidig. Aufgrund der zunehmenden Trockenheit kann zusätzlich auch die Entstehung von Ekzemen und Juckreiz begünstigt werden – denn die natürlichen Schutzbarrieren, welche die Haut normalerweise aufweist, bekommen zunehmend Lücken. Weil die Hautoberfläche ausserdem dünner wird, entstehen leichter Risse, die nur ganz allmählich wieder abheilen.

Gezielt Feuchtigkeitsmangel ausgleichen

Um zu überprüfen, ob der Körper generell unter einem Flüssigkeitsmangel leidet, hebt man zwischen Zeigefinger und Daumen ein Stück Haut des Unterarmes an, das anschliessend sofort wieder losgelassen wird. Wenn jetzt eine Falte zurückbleibt, liegt ein Flüssigkeitsmangel vor, der sich natürlich auch auf die Haut auswirkt. Dann gilt: Jede Stunde ein Glas Wasser trinken, um den Mangel wieder auszugleichen. Alternativ helfen ungesüsste Kräuter- oder Früchtetees, für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt zu sorgen. Weniger geeignet sind grosse Mengen Kaffee und schwarzer Tee sowie alkoholische Getränke.

Auch die Haut sollte mit zusätzlicher Feuchtigkeit versorgt werden. Gut verträgliche Lotionen, die in der Lage sind, Feuchtigkeit in der Haut zu binden, eignen sich jetzt am besten. In diesem Zusammenhang haben sich insbesondere Zubereitungen bewährt, die Harnstoff enthalten. Spezielle Gesichtscremes sind häufig mit Hyaluronsäure versetzt; selbst im Bereich der Naturkosmetik finden sich solche Produkte, die gleichzeitig meist mit diversen Anti-Aging-Wirkstoffen ausgestattet sind.



Anti-Aging-Cremes – Pflegeprodukte und Effektcremes



Um erste Fältchen zu mindern, können zusätzlich diverse Anti-Aging-Cremes zum Einsatz kommen. Eine besonders gute Verträglichkeit weisen Zubereitungen aus dem Bereich der Naturkosmetik auf, die beispielsweise Arganöl und Cranberryextrakt enthalten; beide Substanzen liefern zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe – insbesondere Vitamin E sorgt für eine regenerierende und straffende Wirkung. Häufig ist für einen gut funktionierenden Zellschutz auch Coenzym Q10 zugesetzt, das die Haut vor schädigenden Einflüssen bewahrt. Silizium hingegen bindet Wasser und sorgt auf diese Weise für eine straffende Wirkung.
Neben den pflegenden Anti-Aging-Produkten stehen auch diverse Effektcremes zur Verfügung, welche eine sofortige Hautglättung erzielen. Diese enthalten häufig Acetyl-Hexapeptide, die innerhalb von Minuten Falten effektiv lindern. Aber Vorsicht: Das Auftragen solcher Zubereitungen erfordert viel Übung und Geschick; wenn man zu viel von der Substanz aufträgt, erscheint ein weisser Film auf der Haut, während geringe Mengen überhaupt keinen Effekt hervorrufen.

Neben den pflegenden Anti-Aging-Produkten stehen auch diverse Effektcremes zur Verfügung, welche eine sofortige Hautglättung erzielen. (Bild: Syda Productions / Shutterstock.com)

Neben den pflegenden Anti-Aging-Produkten stehen auch diverse Effektcremes zur Verfügung, welche eine sofortige Hautglättung erzielen. (Bild: Syda Productions / Shutterstock.com)

Hautschäden kurieren mit sanften Produkten



In der Zeit der Wechseljahre treten kleinere Hautschäden aufgrund der hormonellen Umstellung häufiger auf als vorher. Oftmals zeigen sich dann Beschwerden wie Jucken, Spannen und Rötungen auf der Haut. Dann helfen vor allem entzündungshemmende Massnahmen. Derart gereizte Haut lässt sich am besten mit einem beruhigenden Haferbad behandeln. Für die Zubereitung sollte man ein halbes Kilogramm frische Haferflocken fein mahlen und anschliessend in ein kleines Leinensäckchen füllen. Jetzt wird das Haferpäckchen in einlaufendes Badewasser gehängt. Damit das Getreide seine beruhigende Wirkung voll entfalten kann, sollte man sich mindestens eine Viertelstunde lang in die Wanne mit dem so angereicherten Badewasser legen und sich anschliessend sorgfältig abduschen.

Alternativ helfen auch sanfte Bäder, die Aloe Vera enthalten und vollständig auf synthetische Inhaltsstoffe verzichten. Besonders schonend wirken dabei Tenside, die aus Zuckermolekülen hergestellt werden; diese rufen in der Regel weniger allergische Reaktionen hervor als die synthetische Variante. Nach dem Bad helfen rückfettende Hautlotionen, die sowohl eine Lipid- als auch eine Feuchtigkeitskomponente enthalten. Leicht verletzte Haut kann auch mit einer Zubereitung versorgt werden, die den Wirkstoff Dexpanthenol enthält – dieser wirkt heilungsfördernd und regenerierend.

Fazit

Reife Haut stellt ganz besondere Ansprüche an Pflegeprodukte, weshalb die Hautkosmetika gezielt ausgesucht werden sollten. Wer Cremes oder Lotionen wählt, die viel Feuchtigkeit liefern und darüber hinaus an eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme denkt, hat bereits viel für die Haut getan. Zusätzliche Wirkstoffe, zum Beispiel Vitamin E und Coenzym Q10, helfen der Haut bei der Regeneration, fangen schädliche Substanzen ab und mindern die Hautalterung. Insbesondere Frauen, die zu starker Faltenbildung neigen, profitieren von solchen Produkten. Und für den besonderen Anlass stehen diverse Effektcremes zur Verfügung, die zumindest für einige Stunden die lästigen Falten vergessen lassen.
Wer in den Wechseljahren lernt, auf die individuellen Bedürfnisse der Haut einzugehen, kann sich über eine reine und glattere Haut freuen – und das jeden Tag.



 

Oberstes Bild: © Kurhan – Shutterstock.com

Über Lara Marie Balzer

Lara Marie Balzer hat den Beruf der Pharmazeutisch-technischen Assistentin mit den Zusatzqualifikationen "Ernährungsberatung" und "Ganzheitliche Medizin/Naturheilkunde" erlernt und mit großer Freude mehrere Jahre in einer naturheilkundlich orientierten Apotheke gearbeitet, bevor sie ein Studium begann (Lehramt Chemie und Religion).


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