Harte Schale, wertvoller Kern – was Nüsse für Gehirn und Nerven leisten

22.08.2014 |  Von  |  Ernährung
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Harte Schale, wertvoller Kern – was Nüsse für Gehirn und Nerven leisten
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Schon im Mittelalter galten Nüsse als idealer Nährstofflieferant für das Gehirn. Doch während damalige Gelehrte diese Behauptung ausschliesslich mit der optischen Ähnlichkeit zwischen dem Organ und dem innenliegenden Kern begründeten, können moderne Erkenntnisse die These auch wissenschaftlich stützen.

Die im Mittelalter angewendete Signaturenlehre ging davon aus, dass gegen Erkrankungen vor allem die Pflanzen wirken, welche dem betroffenen Organ am meisten gleichen. Da die Früchte des Walnussbaumes dem menschlichen Gehirn besonders ähnlich sehen, galten sie als ausgesprochen probates Mittel gegen dort vorkommende Krankheiten.

Tatsächlich enthalten Nüsse neben einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren auch zahlreiche Mineralstoffe und B-Vitamine, die sich positiv auf Nerven und Gehirn auswirken. Einen weiteren entscheidenden Anteil trägt das im Kern enthaltene Lecithin, welches als körpereigener Bestandteil des Nervensystems wichtige Gehirnfunktionen steuert. Eine zusätzliche Zufuhr durch Nüsse erhöht die Gedächtnisleistung.

Zu diesem Schluss kamen amerikanische Wissenschaftler im Rahmen einer Studie, in deren Zuge die Probanden beim Lösen von Rätselaufgaben Nüsse zu essen bekamen. Darüber hinaus konnten die Forscher nachweisen, dass der Kern jeder einzelnen Frucht die Vitamine A, C und E enthält. Diesen wird die Fähigkeit zugeschrieben, degenerative Erkrankungen des Stammhirns und der Grosshirnrinde zu verhindern bzw. hinauszuzögern.

Dieser Einfluss der Vitamine setzt sich in den Nervenbahnen fort, so dass Nüsse vor einem krankhaften Abbau der Zellen schützen und damit Parkinson oder Alzheimer vorbeugen können. Hierfür ist der Gehalt an Vitamin E besonders ausschlaggebend. Er beträgt bei

  • Haselnüssen 26 mg
  • Erdnüssen 10 mg
  • Paranüssen 7,5 mg
  • Walnüssen 6,3 mg
  • Pistazien 5,3 mg
  • Pekannüssen 3,2 mg
  • Cashews 1,9 mg

pro 100 Gramm Kerne.

Doch Nüsse sind nicht nur Vitamin-, sondern auch Kalorienbomben. Einige Sorten versammeln mehr als 560 Kilokalorien und bis zu 70 % Fett in 100 Gramm – weswegen ihr Verzehr stets nur in begrenztem Mass erfolgen sollte.

Darüber hinaus stehen Nüsse im Ruf, krebserregende Giftstoffe zu enthalten. Diese Behauptung trifft vor allem auf Pistazien und Paranüsse zu, die häufiger als andere Sorten von Schimmel befallen werden. Die dabei freigesetzten Aflatoxine sind bei leichtem Befall kaum festzustellen, führen bei stärkerem Befall jedoch zu einer deutlich dunklen Verfärbung und einem unangenehm bitteren Geschmack. Ein übermässiger Verzehr von Nüssen, die Giftstoffe enthalten und Krebs verursachen, ist dadurch automatisch ausgeschlossen.

 

Oberstes Bild: © Dream79 – Shutterstock.com

Über Christiane Dietering

Christiane Dietering hat eine handwerkliche, zwei kaufmännische und eine Autoren-Ausbildung absolviert. Sie arbeitet als freie Texterin, Rezensentin und Journalistin in den Themenbereichen Kunst und Kultur. Ihre Hauptauftraggeber sind Veranstalter von Musikaufführungen, Lesebühnen und Erotik-Events.


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