Glühwein: Einfache Rezepte für puren Genuss

15.12.2014 |  Von  |  Ernährung
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Glühwein: Einfache Rezepte für puren Genuss
4.5 (90%)
4 Bewertung(en)

Selbstgemacht schmeckt meist am besten. Das gilt umso mehr für Glühwein, bei dem einige Hersteller mindere Qualität gerne mal mit Unmengen an Zucker kaschieren. Ich stelle Ihnen heute vier Rezepte vor, damit Sie Ihren Glühwein ganz leicht selber machen können.

Natürlich handelt es sich bei den Rezepten nur um Vorschläge. Experimentieren Sie nach Herzenslust mit verschiedenen Gewürzen und Weinsorten und passen Sie die Dosierung Ihrem Geschmack an.

Bevor es losgeht, noch ein paar Tipps für die richtige Zubereitung:

  • Erhitzen Sie den Glühwein maximal auf 80 Grad. Bereits ab dieser Temperatur verdampft der Alkohol und die Gewürze verlieren an Aroma. Ein Kochthermometer erleichtert die Kontrolle.
  • Die Basis bildet Rotwein oder Weisswein, seltener auch Apfelwein. Alle Varianten mit Branntwein (Rum, Weinbrand, Likör) werden als Punsch bezeichnet. Für einen perfekten Glühwein wählen Sie trockene bis halbtrockene Sorten. Gute Rotwein-Sorten: Spätburgunder, Regent, Dornfelder, Merlot – gute Weisswein-Sorten: Silvaner, Riesling, Weissburgunder, Müller-Thurgau.
  • Bei den Gewürzen ist die Auswahl ausgesprochen gross. In Frage kommen zum Beispiel Zimtstangen, Nelken, Sternanis, Zitronenschalen, Orangenschalen, Blüten, Ingwer, Vanille, Kardamom, Kakaoschalen, Anis, Pfeffer, Muskat, Zimtpulver. Wer keine einzelnen Gewürze kaufen will, kann auf fertige Mischungen aus dem Detailhandel zurückgreifen.

Rezepte

  1. Klassischer roter Glühwein

Zutaten:

  • 1 Liter Rotwein
  • 1 Zitrone
  • 2 Zimtstangen
  • 3 Nelken
  • 4 Esslöffel Zucker
  • Kardamom gerieben (nach Geschmack dosieren)

Die Zitrone heiss abwaschen und in Scheiben schneiden. Mit Ausnahme des Kardamoms alle Zutaten in einen grossen Topf füllen. Auf maximal 80 Grad erhitzen. Deckel aufsetzen und eine Stunde bei schwacher Temperatur ziehen lassen. Anschliessend durch ein Sieb abgiessen, die zurückbleibenden Gewürze entsorgen. Den Glühwein mit Kardamom abschmecken. Eventuell nachsüssen. In vorgewärmten Tassen oder Gläsern servieren.

  1. Klassischer weisser Glühwein

Zutaten:

  • 1 Liter Weisswein
  • 3 Orangen
  • 2 Sternanis
  • ½ Vanilleschote (quer halbiert)
  • 2 Zimtstangen
  • 4 Esslöffel Honig

Selbstgemacht schmeckt meist am besten. (Bild: © swa182 - shutterstock.com)

Selbstgemacht schmeckt meist am besten. (Bild: © swa182 – shutterstock.com)


Eine Orange heiss abspülen, die Schale fein abreiben. Alle Orangen auspressen. Weisswein, Orangensaft, Schalenabrieb, halbe Vanilleschote und Zimtstangen in einen Topf füllen. Weitere Zubereitung wie unter 1. beschrieben. Honig erst am Schluss einrühren.

  1. Apfelglühwein

Zutaten:

  • 750 Milliliter Apfelsaft
  • 250 Milliliter Apfelwein (oder Cidre)
  • 200 Milliliter Rotwein
  • 1 Zimtstange
  • 2 Sternanis
  • Ingwer in Scheiben
  • 50 bis 60 Gramm Kandiszucker

Ingwer schälen, in schmale Scheiben schneiden. Zusammen mit Apfelsaft, Sternanis und der Zimtstange in den Topf geben. Einmal wallend aufkochen lassen, Hitze reduzieren, Rotwein und Apfelwein zugiessen. Kandiszucker unterrühren. Den Glühwein jetzt nicht mehr über 80 Grad erhitzen. Deckel aufsetzen, die weitere Zubereitung wie unter 1. beschrieben.

  1. Heidelbeer-Glühwein

Zutaten:

  • 500 Milliliter Rotwein
  • 200 Milliliter Orangensaft (frisch gepresst oder mit 100 Prozent Fruchtgehalt)
  • 1 Schuss Zitronensaft
  • 100 Gramm Himbeeren (gefroren oder frisch)
  • 1 Prise Muskat
  • 1 Prise Zimtpulver

Alle Zutaten in den Topf geben, erhitzen, weiter wie unter 1. beschrieben zubereiten. Zum Abseihen ein sehr feines Sieb verwenden und die Himbeeren durchstreichen, im Sieb bleibende Reste entsorgen. Eventuell nachsüssen.

Zum Schluss ein kleiner Rückblick: Glühwein gibt es schon länger als Weihnachtsmärkte

Ein Vorgänger des uns bekannten Glühweins wurde schon in der Antike getrunken. Dieser römische Würzwein trug den klangvollen Namen Conditum Paradoxum. Er wurde mit Safran, Pfeffer und weiteren Gewürzen veredelt und mit Honig oder Datteln gesüsst. Im Mittelalter wurden kalt getrunkene Weine bevorzugt; als Gewürze dienten ähnliche Zutaten wie bei unseren heutigen Glühweinen. Allerdings blieben diese edlen Weine dem Adel vorbehalten, für das normale Volk waren die damals sündhaft teuren Gewürze nicht erschwinglich.



Wie gut, dass sich heute viel mehr Menschen diesen Genuss leisten können. Lassen Sie es sich gut schmecken!

 

Oberstes Bild: © Tymonko Galyna – shutterstock.com

Über Andrea Durst

Ich bin selbstständige Texterin und liebe an meinem Beruf die Abwechslung bei der Umsetzung unterschiedlicher Kundenwünsche. Auch die persönliche Freiheit spielt eine grosse Rolle: Arbeiten zu jeder beliebigen Zeit und an jedem Ort, natürlich immer im Rahmen der Abgabetermine. Für die Belmedia-Portale schreibe ich sehr gern, da die Autoren Themen wählen können, die sie persönlich am meisten interessieren. In meinem Fall sind das Tiere und Tierschutz, Umwelt und Nachhaltigkeit, Ernährung, Pflanzen und Naturkosmetik.


Ihr Kommentar zu:

Glühwein: Einfache Rezepte für puren Genuss

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.