Fitness-Buddies: Gemeinsam gegen den inneren Schweinehund

10.08.2014 |  Von  |  Fitness
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Fitness-Buddies: Gemeinsam gegen den inneren Schweinehund
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Jeder kennt den Effekt: Hat man einmal eine regelmässige Sportroutine etabliert, ist ein Leben ohne diese Fitness-Intervalle plötzlich kaum mehr vorstellbar – genauso wenig wie die Gründe, die einen so lange davon abgehalten haben, endlich den ersten Schritt zu tun. Die Lösung, um diese anfängliche Zögerlichkeit zu überwinden und ausserdem ein extrem effektives Übungsregime durchzuhalten, ist so einfach wie häufig übersehen: einfach mal gemeinsam loslegen.

Psychologen bestätigen, dass eine zu mehreren begonnene Aktivität sowohl wahrscheinlicher durchgehalten als auch in ihrer Qualität als viel befriedigender wahrgenommen wird. Sie wollen endlich Ihren inneren Schweinehund besiegen, sportlicher werden und Ihre Ernährungsgewohnheiten nachhaltig umstellen? Dann suchen Sie sich statt eines teuren Personal Trainers einfach einen Work-out-Partner. Der Vorteile sind viele.



1. Kontinuierliche Motivation

Fitness-Buddies sind dazu da, einander Mut zuzusprechen und zu motivieren – vor allem an den bekannten faulen Tagen, an denen man von sich aus keinen Fuss nach draussen setzen würde. Stattdessen klingeln Telefon oder Türklingel, und schon haben Sie keine Wahl mehr, als sich vom inneren Sportmuffel zu verabschieden und sich in Trab zu versetzen.

Ihr Diät-Fortschritt scheint so nahe am Unsichtbaren zu verbleiben, dass Sie eigentlich aufgeben und zurück zum Fast Food wollen? Ihr Fitness-Buddy ist dafür da, Sie an den ursprünglichen Plan zu erinnern und die unangenehmen Konsequenzen vor Augen zu führen. Natürlich gilt dies umgekehrt genauso!

2. Individuelle Begleitung



Beim Sport selbst ist es ungeheuer hilfreich, auf eine externe Perspektive zugreifen zu können.
Fitness-Buddies scannen einander während des Trainings, korrigieren Übungsfehler und schlagen Verbesserungen vor. Sie können einander neue Benchmarks setzen, über alternative Trainingsrouten diskutieren und Informationen sammeln und austauschen.

So steigt der eigene Anspruch an die Übungen graduell und organisch aus dem Prozess des Übens heraus, statt von einem eher desinteressierten Trainer vorgegeben zu werden. Das macht sie gleichzeitig sicherer und sehr viel effektiver.



3. Zusätzliches Übungsrepertoire



Zu zweit lassen sich einfach mehr Übungen machen als alleine; vor allem, wenn es um Aufwärmen, um den Muskelaufbau und die Entspannungsphase geht – ob mit Sportaccessoires wie Bändern oder Bällen oder ohne. Halten Sie einfach mal nach entsprechenden Übungen Ausschau und integrieren Sie sie fest in Ihre Routine.

Ellenlange Cardio-Zirkel und stundenlanges Joggen können ganz schön einsam sein, Musik im Ohr und Display über dem Fitness-Gerät hin oder her. (Bild: Subbotina Anna / Shutterstock.com)

Ellenlange Cardio-Zirkel und stundenlanges Joggen können ganz schön einsam sein, Musik im Ohr und Display über dem Fitness-Gerät hin oder her. (Bild: Subbotina Anna / Shutterstock.com)

4. Vielfacher Fun-Faktor

Ellenlange Cardio-Zirkel und stundenlanges Joggen können ganz schön einsam sein, Musik im Ohr und Display über dem Fitness-Gerät hin oder her. Da hilft es ungemein, jemanden zum Reden und Zuhören dabeizuhaben. Gleichzeitig wissen Sie immer, wann Sie im anaeroben Bereich trainieren: Wenn Sie nämlich noch sprechen können, ohne ausser Atem zu geraten.

5. Gesunder Wettbewerb

Und zwar in jeder Hinsicht! Natürlich sollen Sie und Ihr Fitness-Buddy sich nicht als echte Konkurrenz empfinden. Aber Untersuchungen zeigen, dass Trainingserfolge sich vervielfältigen, sobald man beginnt, sich an jemandem zu messen. Dieser Hang zum Wettkampf ist in uns wahrscheinlich evolutionär angelegt – nutzen Sie ihn auf friedlichste Art und Weise!

Überzeugt? Dann stellt sich die offensichtliche Frage: Wie finden Sie den perfekten Work-out-Partner? Theoretisch kann es eine gute Freundin oder ein Freund, ein Familienmitglied oder der eigene Partner sein. Manchmal eignet sich aber tatsächlich jemand zuvor völlig Unbekanntes am besten, der die gleichen sportlichen Interessen mit Ihnen teilt und den Sport zu einer echten Auszeit vom Gewohnten macht.

Sie sind bereits Mitglied in einem Fitnessklub? Dann schauen Sie sich doch einfach mal während Ihrer regelmässigen Trainings dort um. Meist werden Sie auf Menschen treffen, die dann ebenfalls Ihr Zeitfenster haben, um regelmässig zu trainieren. Suchen Sie nach jemandem, der ungefähr auf dem gleichen Trainingslevel ist wie Sie selbst. Sprechen Sie die Person einfach an – ein unverbindlicher Small Talk und eine gemeinsam verbrachte Pause reichen manchmal schon, um einen guten ersten Eindruck zu gewinnen. Richten Sie ein unverbindliches gemeinsames Work-out ein, um zu sehen, ob Sie auch hinsichtlich Tempo etc. harmonieren, bevor Sie den Vorschlag zu regelmässigen Sessions machen.

Manche Studios bieten auch Foren oder Gruppen an, in denen sich an bestimmten Sportarten Interessierte treffen und austauschen. Selbst wenn es sonst nicht Ihre Sache ist: Gehen Sie doch einfach mal zu einem derartigen Stammtisch. Dies hilft vor allem, wenn Sie die relative Intimität einer Eins-zu-eins-Übungssituation mit einem Unbekannten noch scheuen.

Wenn Sie vor allem jemanden zum Laufen, für den Ausdauersport im Freien oder in den Bergen suchen, sind Lauf- oder Klettertreffs und Marathons eine ausgezeichnete Plattform, um Menschen mit ähnlichen Interessen zu treffen. Termine lassen sich leicht online recherchieren. Sportarten wie Yoga oder Tai-Chi werden auch oft im Rahmen offener Gruppen im Park oder auf anderen Grünflächen gegen einen geringen Unkostenbeitrag angeboten. Generell sind Parks überhaupt optimale Trainingsparcours, falls Sie kein Mitglied im Fitnessklub werden wollen. Statt eines monatlichen Betrages können Sie in gemeinsam genutztes Basis-Equipment wie Slackline-Zubehör oder ein Badminton-Set investieren.



 

Oberstes Bild: © Maridav – Shutterstock.com


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