Duftnoten rund um den Globus

25.07.2014 |  Von  |  Allgemein
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Duftnoten rund um den Globus
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Zwischen Grasse im Süden Frankreichs, der Welthauptstadt der Düfte, und Mayotte in Afrika wachsen die verschiedenartigsten exotischen Blüten und Früchte. Die Essenzen der heimischen Pflanzen werden dafür genutzt, die besten Düfte der Welt zu kreieren. Jedes Parfüm spiegelt daher immer auch die Natur des Gebietes wider, das die landesspezifischen Zutaten liefert.

Raffinesse aus Frankreich



Grasse hat als Handlungsort des Romans „Das Parfum“ von Patrick Süskind weite Bekanntheit erlangt. Die Stadt liegt in einer Region, in der Mimose, Lavendel, Cassis, Jasmin und die überaus wohlduftende Mairose wachsen und kultiviert werden – bekannte Marken wie Dior und Chanel sichern sich bei den Blumenzüchtern der Gegend ganze Ernten für ihre Luxus-Düfte.

„L’Or J’adore“ (Mairose und Jasmin) von Dior, 40 ml, ca. 120 Euro

Exotik aus der Karibik

In den Regenwäldern des Amazonas, Brasiliens, Guatemalas, Kolumbiens und Guadeloupes suchen sogenannte Scentscouts die Wipfel der Baumriesen nach exotischen Blüten und Früchten ab, aus welchen die Aromen für die exotischsten Parfüms der Erde kreiert werden. Bei den Pflanzen handelt es sich beispielsweise um Tonkabohne, Kardamom, rosa Pfeffer und zahlreiche Orchideen- und Magnolienarten, deren cremig-süsse Düfte jedem Parfüm einen aussergewöhnlichen Touch verleihen.



„Exotic“ (Passionsblume und Tiger-Orchidee) von Jimmy Choo, 100 ml, ca. 60 Euro

Belebendes aus Japan

Aus dem Land der Pflaumenblüte, die in Japan einen weit höheren Stellenwert hat als die Kirschblüte, kommen transparente, klare Düfte mit kühlen Aromen und einer belebenden, heiteren Aura wie Bambus, Ingwer und Yuzu. Kombiniert werden diese grünen, scharfen und zitronigen Noten mit den herben Düften diverser Holzarten oder den süssen der Kamelie sowie den Blüten der Pflaumen- oder Nashi-Birnbäume.

„Pleats please“ (Aromen der Nashi-Birnen) von Issey Miyake, 30 ml, ca. 45 Euro

Verführerisches aus Indien

Indien duftet nach Sandelholz, das jedem Parfüm eine gewisse Samtigkeit verleiht, Moschus, Ambra, Jasmin, Tuberosen und Patschuli – schwer und orientalisch, verführerisch und betörend. Weitere diverse holzige Noten runden die Aromen, die an schwüle Regenwälder, laute Basare und rauchige Gewürzbuden denken lassen, ab, wie etwa auch der erdig-süssliche Geruch von Patschuli.

„Narciso Rodriguez for her“ (Moschus und Ambra) von Narciso Rodriguez, 50 ml, ca. 70 Euro

Würziges aus Afrika

Bei den Parfüms, die aus afrikanischen Pflanzen hergestellt werden, dominieren die Aromen Vanille, Neroli, Ylang-Ylang, weisser Pfeffer, Muskatnuss, Gewürznelken und Myrte. Die Blüten und Samen stammen grossteils von der Komoren-Insel Mayotte, die sich vor der Küste Mosambiks befindet. Das dort herrschende tropische Klima ist ideal, um die Zutaten für die Duft-Kreationen in bester Qualität zu liefern.

„Aqua Allegoria Nerolia“ (Neroli und Ylang-Ylang) von Guerlain, 75 ml, ca. 55 Euro



 

Oberstes Bild: © Olga Miltsova – Shutterstock.com

Über Gabriele Hasmann

Lebt in Baden bei Wien, hat viele Jahre als Journalistin bei Funk und Fernsehen gearbeitet und ist seit 2011 als selbstständige Autorin, Ghostwriterin, Lektorin und Literaturagentin tätig. Zahlreiche Publikationen im Bereich Sachbuch.


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