Statt Botox – Gesichtszüge entspannen

21.04.2021 |  Von  |  Anti-Aging, Hautpflege

Botox ist in aller Munde oder besser Gesichter der Prominenz. Kaum noch jemand steht zu seinen alterstypischen Falten.

Doch muss das sein – wie wäre es mit Entspannungsübungen stattdessen?

Überall sieht man sie: Glatte Stirnen statt Falten, starre Gesichter, statt sympathischer Mimikfalten und Lachfältchen um die Augen – die Promis, Stars und Sternchen und auch junge Influencer sind regelrecht süchtig nach ihrer Dosis Botox alle paar Monate. Doch ist dies wirklich so schön? Die meisten Normalbürger finden das nämlich eher nicht. Viele Stars verlieren dadurch ihre vertraute Mimik, all das, wofür man sie ja mag und kennt. Aber sie stecken sich anscheinend gegenseitig an und glauben, ohne Botox wären sie nicht mehr attraktiv.


Botox-Spritze gegen Stirnfalten. (Bild: Valua Studio – shutterstock.com)


Glatte Stirnen bei älteren Personen – wirklich so schön?

Die Botoxspritze scheint nicht zu schaden, jedenfalls ist noch nichts bekannt. Sie lähmt durch Nervengift lediglich für einige Zeit die Gesichtsmuskeln, sodass sie sich nicht mehr anspannen können oder einfach im Dauerentspannungszustand bleiben. So erklären sich die glatten Stirnen älterer Personen, die man bislang anders kannte. Prominente Personen aus dem deutschen TV sind etwa die Sängerin und Moderatorin Ina Müller oder Dieter Bohlen. Ina Müller war früher dafür bekannt, schon sehr früh eine komplett faltige Stirn zu haben, davon ist nichts mehr zu sehen. Auch Dieter Bohlen hatte bis vor ein paar Jahren ein sonnengegerbtes Gesicht mit vielen Falten. Heute ist alles glatt gebügelt. Viele Fans finden das gar nicht so attraktiv! Aber der Pop-Titan findet sich so anscheinend besser und möchte in seinem jugendlichen Business weiter mithalten.

Der RTL-Journalist Jenke von Wilmsdorff hat vor einigen Monaten das Selbst-Experiment gewagt und sich auch einer Botox-Behandlung unterzogen. Das Ergebnis war für die meisten Zuschauer einfach nur erschreckend! Er verlor das Charakteristische in seinem Gesicht, auch die Lachfalten und die typische Denkerstirn waren weg. Zurück blieb ein glatt gebügeltes, weniger intelligent wirkendes Gesicht, das irgendwie nicht viel mit der bekannten Persönlichkeit zu tun hat. Gottseidank baut das Botox sich wieder ab, sodass der beliebte Moderator sein vertrautes Gesicht bald wieder bekommen wird.


Botox wird in allen Gesichtszonen eingesetzt. (Bild: Syda Productions / Shutterstock.com)


Botox setzt man inzwischen überall im Gesicht ein. Anfangs war es wirklich nur die Stirn, man liess andere Bereiche im Gesicht lieber weg. Doch jetzt wird eben auch um den Mund herum und die Augen herum Botox gespritzt. Zwar wählen die Schönheits-Docs gerne auch Hyaluron-Unterspritzungen, doch ist man heute mit der Botox-Spritze recht schnell dabei, weil man den Umgang und die Dosierung genauer einschätzen kann und weil das Ergebnis ja nicht allzu lange hält.

Die Folge davon sind halt glatte, aber starre Gesichter, wenn die betreffende Person es übertreibt.

Prinzip von Botox – Muskelentspannung

Anfangs, als Botox neu war, konnte man es kaum glauben: Nur, weil die Stirn sich nicht mehr bewegen liess, waren die Falten weg! Dabei hat man Falten ja auch, wenn man gar keine Mimik macht. Das ist schon merkwürdig, nicht? Tatsächlich zaubert Botox nur deshalb die Falten weg, weil sich das Gesicht in diesen Bereichen komplett entspannt. Ja, die Personen wirken sorglos mit ihrer glatten Stirn. So ist es schon eine klein wenig erschreckende Erkenntnis, dass wir nur deswegen Falten im Gesicht haben, weil das Gesicht unter Anspannung steht. Und das ständig. Unsere Mimik hat sich eingegraben. Wer oft die Stirn runzelt, dem bleibt sie dort stehen. Wer sehr viel lacht, dem bleiben die Augen dort stehen. Botox löst die unangenehmen und die angenehmen Muskelanspannungen. Und wir sehen, was dies bewirken kann.

Fangen wir also doch einfach an, selbst unsere Gesichtszüge so zu entspannen, dass kein Botox mehr nötig ist!



Gesichtsentspannung statt Botox

Zunächst mal ist es einfach sehr schwierig, sein Gesicht zu entspannen. Alle anderen Körperteile haben grössere Muskeln und lassen sich leichter entspannen. Auch kann man den ganzen Körper leicht trainieren und Muskeln bis ins hohe Alter aufbauen. Aber das Gesicht bleibt meist davon unberührt. Das liegt aber nicht daran, dass man die Gesichtsmuskeln nicht trainieren und entspannen könnte, sondern daran, dass wir davon zu wenig wissen und es schlichtweg nicht machen!

Wir denken eben auch, das Gesicht ist der Spiegel unserer Seele und wir wollen da nichts manipulieren und Mimik und Gestik trainieren oder üben, die wir im Moment gar nicht fühlen. So aber bleiben die vorherrschenden Emotionen im Gesicht eingegraben und wenn dies negative Erfahrungen und Enttäuschungen sind, schleppen wir diese unnötig im Gesicht für jedermann sichtbar mit uns herum.

Schauen wir also, dass wir lernen, unser Gesicht schön zu entspannen. Dies wirkt sich auch auf die Psyche aus, denn natürlich bleibt Stress und Kummer gerne als Anspannung haften und überträgt sich auf das Wohlbefinden und die Gesundheit.

Es gibt mittlerweile viele Bücher und Lehrvideos zur Gesichtsentspannung mit hilfreichen Übungen. Sie müssen nur gemacht werden! Und hier ist eben der Knackpunkt, dass kaum jemand es nötig und wichtig findet, seinen Gesichtsmuskeln Training und Entspannung zu gönnen und dies müssen wir einfach erst lernen.
Um das Gesicht zu entspannen, sollte man sich auch öfters eine Gesichtsmassage gönnen, die einfach die Muskeln von aussen lockert:




Kiefer lockern entspannt das ganze Gesicht

Viele Menschen haben heute ein Problem mit Zähneknirschen, oder fachlich Bruxismus genannt. Das kommt auch daher, dass sich der Stress des Tages im Gesicht und dann im Kiefer sammelt. Mit festem Zusammenbeissen versuchen wir dann stressige Phasen „durchzuhalten“, uns „durchzubeissen“. Auch für dieses Symptom ist es hilfreich, das Gesicht regelmässig zu entspannen. Hier ist eine einfache Übung, die Zunge im Mund herumwandern zu lassen, denn die Zungenmuskeln und Kiefermuskeln hängen eng zusammen und bedingen gegenseitig ihre Verspannung.

Die innere Einstellung bewirkt aber auch recht viel. Wenn wir uns entspannen, sollten wir ein wenig in uns hineinhören und darauf achten, dass sich die Gesichtszüge entspannen können. Dazu helfen Entspannungsmusik und geführte Entspannung wie autogenes Training oder Progressive Muskelanspannung. In jedem Fall hilft es, sich deutlich zu machen, dass unser Gesicht aus unzähligen Muskeln besteht, die wir tagtäglich nutzen. Falten entstehen dadurch, dass wir die Muskeln einseitig nutzen, je nach Typ und, dass wir die Muskeln nicht mehr richtig entspannen. Die Anspannung bleibt einfach im Gesicht geschrieben.

Um die Gesichtsmuskeln zu entspannen, sollte man die Übungen regelmässig machen. Wenn nicht jeden Tag, dann doch jeden zweiten. So lockert sich oft auch der Nacken. Als Inspiration gibt es zahlreiche Youtube-Videos und Bücher, wobei Videos der Vorzug gegeben ist, weil die Übungen hier vorgemacht werden.

Einige einfache Grundübungen zu Gesichtsentspannung:

  • Buchstaben und Worte mit übertriebenen Mundbewegungen zu formen, etwa „Lalilu“ oder nur lang gezogene Vokale
  • Auch Singen ist gut! Das kann leise für sich selbst sein, denn beim Singen formen wir die Worte anders als beim Sprechen.
  • Der Augenbereich kann trainiert und entspannt werden, indem wir die Augen übertrieben aufreissen und wieder schliessen.
  • Die Haut um die Augen wird zusammengezogen, indem man konzentriert auf einen kleinen Punkt, etwa ein i-Tüpfelchen im Text schaut.
  • Mit den Augen Kreise abfahren.
  • Finden und Erfinden Sie auch selbst Übungen! Sie werden erstaunt sein, wie wenig wir uns um unsere Gesichtsmuskeln kümmern und wie angenehm es ist, sie zu trainieren und zu entspannen.

 

Titelbild: Veles-Studio – shutterstock.com

Über J. Florence Pompe

J. Florence Pompe hat Germanistik und Pädagogik studiert und ist seit 2010 hauptberufliche Texterin. Spezialisiert auf die Themen Mode und Schmuck, führt sie zu diesen Themen mit viel Freude eigene Blogs, auch in Gemeinschaft mit anderen Autorinnen. Da sie Erfahrung im Schneidern von passgenauer Kleidung hat, kennt sie sich gut mit Stoffen, Schnitten und sorgfältiger Verarbeitung von Modeartikeln aus!


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