Sonnige Zeiten – aber nicht für die Haut!

20.06.2016 |  Von  |  Bräunung
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Sonnige Zeiten – aber nicht für die Haut!
5 (100%)
2 Bewertung(en)

Hautkrebsfrüherkennung und Vorsorge stehen europaweit im Fokus der Euromelanoma-Kampagne 2016. Im Nachbarland Deutschland erinnern die Dermatologen vom 9. bis 13. Mai an das Hautkrebsscreening und den notwendigen UV-Schutz.

Das diesjährige Motto lautet: „Der Himmel kann warten …“ Zahlreiche Hautarztpraxen sowie Hautkliniken werden sich an der Aktion beteiligen.

Übermass an Strahlung

Die Sonne ist die Quelle aller Energie und damit sowohl für den Menschen als auch seine Umwelt essentiell. Doch wie bei den meisten physiologischen Prozessen ist auch hier eine ausgewogene Balance wichtig: So kann eine überhöhte Belastung durch die Sonne vor allem für die Haut schädlich sein.

Ein Übermass an UVA- und UVB-Strahlung kann dabei aber nicht nur zu Sonnenbrand und vorzeitiger Hautalterung führen, sondern auch die Augen strapazieren, das Immunsystem schwächen, photoallergische sowie phototoxische Reaktionen auslösen oder im schlimmsten Fall Hautkrebs verursachen. Dermatologen warnen vor der Inzidenz von Hautkrebs und durch UV-Licht verursachte Schäden an der DNA.

Dabei muss die empfindliche Kinderhaut in besonderem Masse geschützt werden. Über 90 % der Hautkrebserkrankungen sind auf übermässige UV-Strahlung zurückzuführen. Immer wieder betonen Ärzte und Experten, dass die beste Massnahme zur Vorbeugung der richtige Sonnenschutz ist.

Die European Cosmetic Industry Association hat Standards für UV-Schutz in Sonnenschutzprodukten etabliert: Die internationale Norm ISO 24444-2010 ist eine zuverlässige Angabe zur Wirksamkeit von Sonnenschutzprodukten und steht im Einklang mit den Empfehlungen der Europäischen Kommission.



Lieber vorsorgen

Die europaweite Initiative unter dem Dach der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) stellt die Aufklärung über Hautkrebsrisiken, die Früherkennung und die eigene Vorsorge in den Mittelpunkt. Tatsache ist: „Jeder kann selbst etwas tun, um der Entstehung von Hautkrebs vorzubeugen. Das Wichtigste ist ein der UV-Strahlungsintensität angepasstes Verhalten: in den Ferien, in der Freizeit, am Arbeitsplatz und zu Hause“, heisst es in den Unterlagen zur Euromelanoma-Kampagne.

„Abhängig von Alterungsprozessen und Umwelteinflüssen verändert sich unsere Haut. Pigmentflecken auf der Haut sind ganz normal. Jeder hat sie. Jedoch ist wichtig zu wissen: Sie können zu Hautkrebs entarten.“ Eine wirksame Hautkrebsvorsorge fängt daher mit der regelmässigen Inspektion der eigenen Haut an. Dazu gibt der Euromelanoma-Flyer 2016 eine Anleitung – denn die Botschaft lautet: „Früh erkannt, ist Hautkrebs fast immer vollständig heilbar.“

Sonnenschutz

Der optimale Sonnenschutz sollte mehrere Faktoren wie etwa die Pigmentierung der Haut, die Strahlungsintensität und die individuelle Hautempfindlichkeit berücksichtigen. Als heute gebräuchlichste Klassifikation nach Hauttypen gilt die 1975 von dem gleichnamigen Dermatologen entwickelte Fitzpatrick-Skala.

Hautpflege

After-Sun-Produkte bieten schnelle Hilfe für sonnenstrapazierte Haut. Zuerst befreit ein mildes Duschgel den Körper von Schweiss, Resten von Sonnenschutzmitteln sowie Chlor- oder Salzwasser und Sand. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bodylotions enthalten Après-Sun-Lotionen und -cremes häufig Inhaltsstoffe, die auf die Bedürfnisse der Haut nach dem Sonnenbad abgestimmt sind, z. B. Aloe Vera, Hamamelis, Glycerin oder auch Panthenol.

Beim Eincremen zieht die Feuchtigkeit in die ausgetrocknete Haut ein und sorgt beim Verdunsten für einen angenehm kühlenden Effekt; die Haut wird mit Feuchtigkeit versorgt und beruhigt.



Wenn es brennt auf der Haut

Sonnenbrand wird in der Regel nach ca. drei bis zu 24 Stunden in Form einer Rötung der betroffenen Hautstelle sichtbar, die durch geweitete Blutgefässe hervorgerufen wird. Oft treten auch Schwellungen und Schmerzen auf.

Jetzt gilt es, die betroffenen Hautstellen zu kühlen, zu beruhigen und zu „reparieren“. Nach etwa 24 bis 36 Stunden erreicht Sonnenbrand seinen Höhepunkt, 48 bis 72 Stunden später klingt er langsam ab, nach ein bis zwei Wochen ist er meist verschwunden.

Hat sich die Haut nicht abgelöst, bleibt eine Bräunung zurück. Genschäden, die Hautkrebs verursachen können, entstehen jedoch schon, bevor sich die Haut sichtbar rötet.

 

Artikel von: medicalpress.de
Artikelbild: © AH86 – Shutterstock.com

Über belmedia Redaktion

belmedia hat als Verlag ein ganzes Portfolio digitaler Publikums- und Fachmagazine aus unterschiedlichsten Themenbereichen aufgebaut und entwickelt es kontinuierlich weiter. Getreu unserem Motto „am Puls der Zeit“ werden unsere Leserinnen und Leser mit den aktuellsten Nachrichten direkt aus unserer Redaktion versorgt. So ist die Leserschaft dank belmedia immer bestens informiert über Trends und aktuelles Geschehen.



Ihr Kommentar zu:

Sonnige Zeiten – aber nicht für die Haut!

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.