Schlecht bräunende Haut – Kupfermangel kann die Ursache sein

Viele Menschen vertragen werden nicht mehr so leicht braun wie in früheren Jahren oder sie bekommen sehr viele Sommersprossen. Die Ursache dafür können Mangelzustände sein.

Kupfer spielt eine entscheidende Rolle bei der Pigmentierung von Haut, Haaren und Augen. Es ist ein essentielles Spurenelement, das für die Bildung von Melanin, dem Pigment, das Farbe verleiht, notwendig ist. Viele wissen gar nicht, dass die Ursache für frühes Ergrauen und eine schlechte Bräunung der Haut auf Kupfermangel basieren könnte.

Rolle von Kupfer in der Pigmentbildung

  1. Melaninproduktion:
    • Tyrosinase-Aktivität: Kupfer ist ein Co-Faktor für das Enzym Tyrosinase, das eine Schlüsselrolle in der Synthese von Melanin spielt. Tyrosinase katalysiert die Umwandlung von Tyrosin in Dopaquinon, einen Vorläufer von Melanin.
    • Melanozyten-Funktion: Melanozyten sind die Zellen, die Melanin produzieren. Kupfer hilft dabei, die Funktion dieser Zellen aufrechtzuerhalten und unterstützt die Produktion und Verteilung von Melanin in Haut und Haaren.
  2. Antioxidative Eigenschaften:
    • Freie Radikale: Kupfer trägt zur Neutralisierung freier Radikale bei, die die Melanozyten schädigen können. Dies schützt die Zellen und unterstützt die kontinuierliche Produktion von Melanin.

Sommer, Sonne, Strand machen nur Spass, wenn die Haut die Sonneneinstrahlung gut verträgt und bräunen kann. (Bild: verona studio – shutterstock.com)

Mangel an Kupfer und vorzeitiges Ergrauen und schlechte Bräunung

Ein Mangel an Kupfer kann zu einem verringerten Melaninspiegel führen, was wiederum das vorzeitige Ergrauen der Haare verursachen kann. Es gibt einige bekannte Ursachen für Kupfermangel wie eine unausgewogene Ernährung die arm an Kupfer ist. Dazu gibt es Krankheiten wie Zöliakie oder Morbus Crohn, die die Aufnahme von Kupfer im Darm beeinträchtigen.

Auch wer zu viel Zink einnimmt, kann Kupfermangel fördern. Die Folgen sind ein verringerter Melaninspiegel, was zu frühem Ergrauen und einer schlechten Hautpigmentierung und Flecken führen kann. Auch die Augenfarbe kann beeinflusst werden, was aber selten vorkommt.


Frühes Ergrauen kann die Folge von Kupfer- oder Zinkmangel sein. (Bild: pixel-shot – shutterstock.com)

Kupferreiche Lebensmittel

Um sicherzustellen, dass der Körper ausreichend Kupfer erhält, sollten kupferreiche Lebensmittel in die Ernährung integriert werden. Hier sind einige Beispiele:

  • Leber: Eine der besten Kupferquellen.
  • Schalentiere: Besonders Austern enthalten hohe Mengen an Kupfer.
  • Nüsse und Samen: Insbesondere Sonnenblumenkerne und Cashewnüsse.
  • Vollkornprodukte: Produkte wie Haferflocken und Weizenkleie.
  • Hülsenfrüchte: Linsen und Kidneybohnen.
  • Dunkle Schokolade: Enthält ebenfalls eine gute Menge an Kupfer.

Kupfer ist ein entscheidender Mineralstoff für die Erhaltung der Haar- und Hautpigmentierung. Ein ausreichender Kupferspiegel kann helfen, das vorzeitige Ergrauen zu verzögern. Eine Ernährung, die reich an kupferhaltigen Lebensmitteln ist, ist daher wichtig für die Gesundheit und Pigmentierung von Haut und Haaren.

Doch kaum jemand kommt auf die Idee, einen solchen Mangel zu haben und Ärzte antworten meist, dass wir alles aus unserer Nahrung bekämen, wenn wir abwechslungsreich essen. Aber ist unsere heutige Nahrung noch so gut wie vor Jahrzehnten? Ausgelaugte Böden, Pestizide und andere chemische Keulen sowie Züchtungen sorgen dafür, dass Gemüse und Obst längst nicht mehr so mineralstoff- und vitaminreich sind wie früher.

Zudem kommt Obst oft aus fernen Ländern, wird unreif geerntet. Es ist also absolut nicht abwegig, dass vielerlei Mängel entstehen, auch wenn man sich abwechslungsreich und gesund ernährt.


Braune Haut ist ein Schutzmechanismus des Körpers vor starker Sonneneinstrahlung. (Bild: Zolotarev – shutterstock.com)

Darmgesundheit beeinflusst Mineralstoffmangel

Die Darmgesundheit spielt eine entscheidende Rolle bei der Aufnahme von Nährstoffen, einschliesslich wichtiger Mineralstoffe wie Kupfer, Eisen, Zink und andere. Eine gestörte Darmflora kann die Nährstoffaufnahme erheblich beeinträchtigen und zu verschiedenen Mangelerscheinungen führen.

Die Darmflora unterstützt mit ihren Billionen von Bakterien die Aufspaltung von Nahrungsmitteln und die Freisetzung von Nährstoffen. Darmbakterien produzieren Enzyme, die komplexe Moleküle in kleinere Formen zu zerlegen, welche dann vom Körper leichter aufgenommen werden können.

Die Darmschleimhaut dient als Barriere vor schädlichen Substanzen und ermöglicht eine selektive Aufnahme von guten Nährstoffen. Eine entzündete Darmschleimhaut kann dies nicht mehr erfüllen und behindert die Aufnahme. Meist können sich dann die schädlichen Bakterien vermehren.

Eine so gestörte Darmflora kann also ganz klar die Aufnahme von Kupfer, Eisen, Zink und anderen Mineralstoffen behindern. Zudem sind gute Bakterien im Darm für die Synthese von Vitaminen wie Vitamin K und B-Vitaminen verantwortlich. Auch das ist bei einer gestörten Darmflora behindert.


Wer plötzlich nicht mehr bräunen kann, hat vielleicht einen Mineralstoffmangel. (Bild: pal1983 – shutterstock.com)

Wie kann man die Darmgesundheit verbessern oder wieder herstellen?

Oberstes Prinzip ist eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung, wenig Zucker und wenig verarbeitete Lebensmittel. Denn letztere fördern das Wachstum schädlicher Bakterien.

Zusätzlich kann man Probiotika und Präbiotika einnehmen. Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die die Darmflora unterstützen. Sie sind in fermentierten Lebensmitteln wie Joghurt, Sauerkraut, Kefir und selbst fermentiertem Gemüse enthalten.

Präbiotika sind Ballaststoffe, die nützliche Bakterien fördern, man findet sie in Knoblauch, Zwiebel, Bananen und Vollkornbrot.

Stress vermeiden: Ein Faktor, der auf den Darm schlägt, ist andauernder Stress. Ihm kann man mit Entspannungstechniken, Bewegung und Hobbys entgegen wirken.

Zu viele und zu häufige Antibiotika Verwendung ist auch ein Grund dafür, dass gute Bakterien im Darm abgetötet werden. Daher sollte man Antibiotika nur sehr sparsam verwenden.

Eine gesunde Darmflora ist entscheidend für die optimale Aufnahme von Mineralstoffen und anderen Nährstoffen.

Welche Vitamine und Mineralstoffe braucht man für eine gesunde Bräunung der Haut?

Um eine gesunde Bräunung zu unterstützen, benötigt der Körper eine Kombination aus Vitaminen und Mineralstoffen:

1. Beta-Carotin: Dieses Provitamin A ist in Karotten, Süsskartoffeln und Spinat enthalten und hilft, die Haut vor UV-Strahlen zu schützen und eine gleichmässige Bräune zu fördern.

2. Vitamin E: Dieses Antioxidans schützt die Haut vor Schäden durch freie Radikale und unterstützt die Hautgesundheit. Es ist in Nüssen, Samen und grünem Blattgemüse zu finden.

3. Vitamin C: Wichtig für die Kollagenproduktion und die Hautregeneration. Es hilft auch, die Haut vor UV-Schäden zu schützen. Zitrusfrüchte, Beeren und Paprika sind gute Quellen.

4.  Zink: Unterstützt die Hautheilung und schützt vor UV-Schäden. Zink ist in Fleisch, Meeresfrüchten und Hülsenfrüchten enthalten.

5.  Selen: Ein weiteres Antioxidans, das die Haut vor UV-Schäden schützt. Selen ist in Nüssen, Fisch und Eiern zu finden.

6. Omega-3-Fettsäuren: Diese Fettsäuren helfen, die Haut hydratisiert zu halten und Entzündungen zu reduzieren. Sie sind in fettem Fisch, Leinsamen und Walnüssen enthalten. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an diesen Nährstoffen ist, kann dazu beitragen, die Haut gesund zu halten und eine schöne Bräune zu fördern.


Vollkorn, Hülsenfrüchte und dunkle Schokolade enthalten Kupfer. (Bild: ratmaner – shutterstock.com)

Kupferquelle Sherry, Wermut und Portwein?

In Portugal ist es in manchen Regionen Usus jeden Tag sein kleines Gläschen Sherry, Portwein oder Wermut zu trinken. Angeblich enthalten diese auch Kupfer und helfen in diesem heissen Land, die Haut mit Bräunung vor der UV-Strahlung zu schützen.

Allerdings ist der Tipp mit Vorsicht zu geniessen, da der Kupfergehalt davon abhängt, ob die Spirituosen auch wirklich noch in Kupferkesseln destilliert und in kupferhaltigen Fässern gelagert werden, wie dies früher der Fall war.

Während der tägliche Konsum eines kleinen Glases Sherry oder Portwein aufgrund der Tradition und der enthaltenen Antioxidantien einige gesundheitliche Vorteile haben könnte, ist es unwahrscheinlich, dass dies allein einen signifikanten Beitrag zur Kupferzufuhr und zur Hautbräunung leistet.

Eine ausgewogene Ernährung mit kupferreichen Lebensmitteln ist eine wesentlich effektivere Methode, um sicherzustellen, dass der Körper genügend Kupfer erhält.

Kupfer und Eisenstoffwechsel

Kupfermangel und Eisenmangel hängen oft zusammen und natürlicherweise sind eher Frauen, aufgrund ihrer Regel, eher davon betroffen als Männer. Kupfer bildet ein Enzym, das für die Umwandlung von zweiwertigem Eisen in dreiwertiges Eisen vonnöten ist. Ist zu wenig Kupfer vorhanden, führt dies auch zu einem Eisenmangel.

Dies ist oft dann der Fall, wenn eigentlich viel Eisen zugeführt wird, dies aber keine Wirkung zeigt und der Eisenspiegel im Blut niedrig bleibt. Kupfer ist aber auch für die Eisenakkumulation verantwortlich. Das bedeutet für die Mobilisierung des Eisens aus den Speicherorten im Körper.

Eine ausgewogene Ernährung, die reich an kupferhaltigen Lebensmitteln wie Leber, Schalentiere, Nüsse, Samen, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte ist, kann helfen, einen Kupfermangel zu verhindern. In einigen Fällen können Kupfer- und Eisenpräparate erforderlich sein. Diese sollten jedoch unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden, um das richtige Gleichgewicht zu gewährleisten und Überdosierungen zu vermeiden.

 

Titelbild: Maridav – shutterstock.com

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