Perfekte Durstlöscher bei grosser Hitze

14.08.2020 |  Von  |  Ernährung, Gesundheit

Experten raten, täglich eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit zu trinken, bei grosser Hitze sogar drei Liter.

Dabei müssen Sie nicht zwingend auf Wasser zurückgreifen, auch andere Getränke sind bei heissen Temperaturen gut geeignet.

Lauwarm ist besser als eiskalt

Herrscht draussen hochsommerliche Hitze, ist es verlockend, die Getränke eiskalt aus dem Kühlschrank zu geniessen. Das löscht den Durst zwar im ersten Moment, kann aber schnell Magenschmerzen hervorrufen. Experten raten daher, Flüssigkeiten  nicht zu warm und nicht zu kalt zu trinken, am besten ist eine lauwarme Trinktemperatur. Sind Wasser und Co während des Trinkens noch zu heiss, wird das Schwitzen verstärkt. Ein kühleres Getränk sorgt dafür, dass Sie etwas weniger schwitzen. Übrigens spielt unsere eigene Körpertemperatur dabei eine wichtige Rolle: Je weiter die Temperatur des Getränks und die Körpertemperatur auseinander liegen, desto mehr Energie muss der Körper aufwenden, um das Getränk zu verarbeiten.

Minze als perfekter Durstlöscher

Kalorienarme Mineralwasser sind im Sommer der Hit, wenn es etwas mehr Geschmack sein soll, sind ungesüsste Früchte- oder Kräutertees eine gute Alternative. In arabischen Ländern wird bei grosser Hitze gern Pfefferminztee getrunken. Am besten wirkt der Tee, wenn er lauwarm in kleinen Portionen verteilt über den Tag genossen wird. Der Körper wird dadurch heruntergekühlt und wir können die Hitze besser ertragen. Besonders lecker schmeckt der Tee, wenn Sie frische Minzeblätter mit heissem Wasser überbrühen. In Marokko verwendet man traditionell eine Metallkanne und giesst die Minze mit etwas grünem Tee und Zucker auf. Der Aufguss sollte etwa vier Minuten ziehen. Salbeitee oder Kamille sind übrigens gute Alternativen, wenn Sie Pfefferminztee nicht mögen.



Klassisch – Eis- oder Früchtetee bei Hitze

Ein Klassiker bei tropischen Temperaturen ist Eistee. Bereiten Sie das Getränk am besten aus schwarzem Tee und etwas Zitrone selbst zu. Eistee aus dem Handel enthält oft eine Menge ungesunden Zucker. Wollen Sie Ihren Aufguss etwas süssen, greifen Sie lieber zu Honig. Lecker sind auch kalte Früchtetees. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. rät zudem zu Fruchtsaftschorlen aus einem Teil Saft und drei oder vier Teilen Wasser. Lecker wird’s, wenn Sie frische oder pürierte Früchte in Eiswürfelformen einfrieren und mit den Würfeln eine Obstschorle zubereiten. Gut schmecken beispielsweise Rhabarber- oder Holunderblütenschorlen. Wenn Sie sich nicht zwischen Tee und Fruchtsaft entscheiden können, ist eine Mischung aus beiden Getränken ebenfalls sehr schmackhaft.


Eistee ist ein ausgezeichneter Durstlöscher. (Bild: Elena Veselova – shutterstock)


Trendgetränk Kokoswasser

Kokoswasser hat sich zu einem echten Trendgetränk entwickelt. Anders als Kokosmilch wird das Kokoswasser aus unreifen Früchten gewonnen. Die leicht trübe Flüssigkeit schmeckt nicht nach Kokos, sondern süss-säuerlich. Es enthält Minerale, die den Flüssigkeitshaushalt des Körpers auffüllen. Der Geschmack ist nicht jedermanns Sache, ausserdem enthält das Kokoswasser im Vergleich zu Mineralwasser recht viele Kalorien.


Süss-säuerliches Kokoswasser. (Bild: Svitlana Pimenov – shutterstock)


Indien macht’s vor: Lassi und Thandai

Wer es etwas exotisch mag, liegt mit einem indischen Lassi richtig. Das Joghurtgetränk lässt sich vielen Geschmacksrichtungen zubereiten. Klassisch ist eine Mango Lassi, lecker sind aber auch Varianten mit Minze oder Kirschen oder Erdbeeren. Fügen Sie Gewürze wie Kardamom oder Zimt und Nelken hinzu, wird es pikant. Lassi eignet sich an heissen Tagen als perfekter Durstlöscher. Zum Essen genossen mildert ein Lassi die Schärfe und sorgt für eine bessere Verdaulichkeit. Thandai ist ein weiteres indisches Getränk, das gut gegen Hitze wirkt. Zubereitet wird Thandai aus Milch, Mandeln, Fenchelsamen, Rosenblässtern und Wassermelonenkernen. Safran, Pfeffer und Kardamom bringen eine besondere Würze.


Mango Lassi, indisches Nationalgetränk. (Bild: Indian Food Images – shutterstock)


Perfekt zum Durstlöschen – selbstgemachte Limonade

Eine selbstgemachte Limonade bietet Abwechslung vom eintönigen Wassertrinken. Bereiten Sie die Limonade mit Ingwer, Zitrone oder auch Limetten zu und sorgen so für eine ideale Erfrischung. Mit dem Ingwer bringen Sie einen müden Kreislauf wieder ordentlich in Schwung. Abgeschmeckt mit etwas Minze wirkt die Limo ausgezeichnet gegen hohe Temperaturen und kühlen den Körper angenehm ab. Auf industriell hergestellte Limonaden sollten Sie wegen des hohen Zuckeranteils lieber verzichten.


Lecker: selbstgemachte Limonaden. (Bild:Elena Veselova – shutterstock)


Leitungswasser – der Profi unter den Durstlöschern

Leitungswasser ist der Durstlöscher schlechthin. In der Schweiz können Sie das Wasser aus dem Hahn bedenkenlos trinken. Abhängig von der Herkunft des Wassers sind unterschiedliche Mineralien enthalten, insgesamt gibt es nach Angaben der Organisation Wasser für Wasser, WfW, mehr als 2.500 Wasserversorger im Land. Etwa 40 Prozent des Schweizer Trinkwassers ist Quellwasser, das aus den Alpen und dem Jura stammt. Auch in Deutschland ist das Leitungswasser das meistkontrollierte Lebensmittel. Sie können das kühle Nass direkt aus dem Hahn geniessen, denn die Qualität ist in allen Regionen überzeugend. Das Umweltbundesamt rät, Wasser, das mehr als vier Stunden in der Trinkwasserinstallation gestanden hat, nicht mehr zu Trinken oder zum Kochen zu verwenden. Dieses sogenannte „Stagnationswasser“ sollte erst ablaufen.


Leitungswasser für einen bedenkenlosen Genuss. (Bild:Jakub Zak – shutterstock)


Bis zu drei Liter täglich bei Hitze trinken

Um sich körperlich fit zu fühlen, sollten Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Normal sind eineinhalb bis zwei Liter täglich, wenn es sehr heiss ist, braucht unser Körper jedoch etwa einen Liter täglich mehr. Ist die Hitze tropisch, dürfen es auch einmal mehr als drei Liter pro Tag sein. Bei körperliche Anstrengung oder Sport hat unser Körper einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf, den Sie unbedingt ausgleichen sollten.

Achten Sie bei Hitze auf den Flüssigkeitshaushalt

Trinken wir zu wenig, hat das bei Hitze gesundheitliche Folgen: Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schwindelgefühle können auftreten. Im schlimmsten Fall drohen Herzrhythmusstörungen und Kreislaufbeschwerden. Strittig ist häufig, ob Kaffee auch zur aufgenommen Flüssigkeitsmenge zählt. Das Heissgetränk können Sie in der täglichen Trinkbilanz berücksichtigen, sollten es aber mit dem Genuss des Koffeins nicht übertreiben.

 

Titelbild: BeanRibbon – shutterstock

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen sowie Versicherungen zählen daher zu meinen Steckenpferden. Ich entdecke aber auch gern neue Themen abseits dieser „trockenen Materie“ und arbeite mich gern in neue Gebiete ein.


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