Gelbe Zähne – was tun?

04.11.2015 |  Von  |  Gesichtspflege
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Gelbe Zähne – was tun?
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Gelbe Zähne gelten nicht gerade als Schönheitsideal. Während die einen gut damit leben können, sind gelbe Zähne für andere Menschen eine regelrechte Pein. Oft geht das so weit, dass sie es vermeiden zu lächeln, um ihre vermeintlich hässlichen Beisserchen nicht zu zeigen.

Anwendungen zum Aufhellen von Zähnen haben daher Hochkonjunktur. Wir stellen euch die wichtigsten Methoden vor und zeigen darüber hinaus, wie ihr erneuter Vergilbung vorbeugen könnt.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Methoden, die vom Zahnarzt durchgeführt werden, und solchen, die man ohne Zahnarzt auch selbst anwenden kann.

Zahnärztliche Methoden

Wer sein Bleaching beim Zahnarzt durchführen lässt, erhält normalerweise ein besseres Ergebnis, zahlt aber auch entsprechend dafür. Hierbei solltet ihr auch wissen, dass Kassen die Kosten für eine Zahnaufhellung fast nie übernehmen, weil diese grundsätzlich als kosmetische Behandlung betrachtet wird. Tatsächlich ergibt sich fast nie eine medizinische Indikation.

In der Regel wird der Zahnarzt vor dem Bleaching zu einer professionellen Zahnreinigung (PZR) raten. Dabei werden Zahnbeläge entfernt, die auf der Oberfläche sitzen. Erst dann kann man wirklich erkennen, wo Zahnverfärbungen vorliegen – diese befinden sich nämlich unter der Zahnoberfläche im Dentin gespeichert.

In-Office-Bleaching (Power-Bleaching)

Das In-Office-Bleaching findet in einer oder mehreren Sitzungen direkt in der Zahnarztpraxis statt. Dabei wird dem Patienten ein peroxidhaltiges Gel auf die Zähne aufgetragen. Es wirkt 15-45 Minuten ein und wird dann entfernt. Peroxide sind Substanzen, deren Moleküle eine Sauerstoff-Sauerstoff-Einfachbindung enthalten, eine instabile und damit reaktive Konstellation. Die Peroxide zerfallen und setzen dabei Sauerstoffradikale frei, die dann z. B. Farbstoffe zersetzen. Das bekannteste Peroxid ist Wasserstoffperoxid, das auch in Friseursalons zum Bleichen eingesetzt wird. Häufig kommen beim Bleaching aber auch Carbamid-Peroxid oder Harnstoffperoxid zum Einsatz.


Das In-Office-Bleaching findet in einer oder mehreren Sitzungen direkt in der Zahnarztpraxis statt. (Bild: © Re_sky - shutterstock.com)

Das In-Office-Bleaching findet in einer oder mehreren Sitzungen direkt in der Zahnarztpraxis statt. (Bild: © Re_sky – shutterstock.com)


Um den Rest der Mundhöhle vor dem aggressiven Peroxidgel zu schützen, wird über das Zahnfleisch ein sog. Kofferdam gezogen. Manche Peroxidgele benötigen zur Aktivierung UV-Licht oder Wärme. Beim ersten Aufhellen müssen in der Regel zwei Behandlungen durchgeführt werden, eine Auffrischung sollte etwa einmal pro Jahr erfolgen.

Vorteile:

  • Schnelles Ergebnis
  • Bleaching einzelner Zähne möglich

Nachteile:

  • Teuer (ca. 700-800 Franken)
  • Kann aufgrund der hohen Peroxidkonzentration die Zahnsubstanz schädigen

Home-Bleaching

Wie der Name schon sagt, kann man das Home-Bleaching zuhause durchführen. Dazu bekommt ihr von der Praxis eine passgenaue Kunststoffschiene, in die das Bleichmittel eingefüllt wird. Das könnt ihr mit einem passenden Set ebenfalls zuhause machen. Je nach Hartnäckigkeit der Verfärbung sollte die Schiene zwischen einer und acht Stunden täglich getragen werden, und das teilweise bis zu zwei Wochen am Stück. Die Kosten sind etwa halb so hoch wie beim Power-Bleaching, die Vorhaltedauer in etwa genauso lang (ein Jahr).


Wie der Name schon sagt, kann man das Home-Bleaching zuhause durchführen. (Bild: © Lucky Business - shutterstock.com)

Wie der Name schon sagt, kann man das Home-Bleaching zuhause durchführen. (Bild: © Lucky Business – shutterstock.com)


Vorteile:

  • Relativ kostengünstig (ca. 300-500 Franken)
  • Bleaching des gesamten Zahnbogens möglich

Nachteile:

  • Erfordert gewisse Disziplin
  • Kann aufgrund der hohen Peroxidkonzentration die Zahnsubstanz schädigen

Do-it-yourself-Methoden

Wem das Zahnarztbleaching zu teuer ist, der kann auf DIY-Methoden zurückgreifen.

Whitestrips

Whitestrips sind Streifen, die mit Bleaching-Gel getränkt sind. Man klebt sie sich auf die Zähne und lässt sie etwa 30 Minuten lang einwirken, meist zweimal pro Tag. Die Wirkungsweise ist also im Prinzip die gleiche wie beim Home-Bleaching. Unterschied: die Peroxidkonzentration ist bei den Whitestrips wesentlich geringer. Damit einhergehend ist der Effekt nicht so stark, dafür werden die Zähne nicht so stark angegriffen. Nach Angaben der Hersteller soll der Whitening-Effekt 12 bis 20 Monate vorhalten.

Nicht vergessen solltet ihr bei den Whitestrips, dass ihr Einbau in den Alltag nicht ganz unproblematisch ist. Jens Lubbadeh hat hierzu einen unterhaltsamen Erlebnisbericht verfasst.



Vorteile:

  • Sehr kostengünstig (ca. 30 Franken pro Packung)
  • Geringes Risiko
  • Bleaching des gesamten Zahnbogens möglich

Nachteile:

  • Erfordert hohe Disziplin
  • Nichts für hartnäckige Verfärbungen

Kokosöl

Ja, ihr habt schon richtig gelesen. Kokosöl kann tatsächlich helfen, Zahnverfärbungen abzubauen. Das könnt ihr auf zweierlei Weisen erreichen:

  1. Ölziehen. Ölziehen wird in erster Linie im Rahmen einer Detox-Kur Nimmt man Kokosöl, stellt sich als angenehmer Nebeneffekt eine weissere Zahnfarbe ein. Das geht aus vielen Erfahrungsberichten hervor.
  2. Eigene Zahncreme herstellen. Wer in Fluorid eher ein Gift als einen Zahnschmelz-Härter sieht und der Zahnpasta-Industrie auch sonst skeptisch gegenübersteht, kann sich einfach seine eigene Zahncreme herstellen. Dazu einfach gleich grosse Mengen an Kokosfett und Natron vermischen. Für einen besonderen Geschmack könnt ihr nach Belieben auch noch Stevia und/oder grüne Minze dazugeben. Der Effekt sollte hier aufgrund des Synergieeffekts mit Natron noch stärker ausfallen.

Kokosöl kann tatsächlich helfen, Zahnverfärbungen abzubauen. (Bild: © MaraZe - shutterstock.com)

Kokosöl kann tatsächlich helfen, Zahnverfärbungen abzubauen. (Bild: © MaraZe – shutterstock.com)


Vorteile:

  • Sehr kostengünstig (500 g Kokosfett kosten ca. 17 Franken)
  • Keinerlei Risiko
  • Beim Ölziehen auch noch Detox-Wirkung

Nachteile:

  • Zu schwach für hartnäckige Verfärbungen

Prävention von gelben Zähnen

Du hast deine Zähne frisch gebleacht oder von Natur aus sehr weisse Zähne und möchtest, dass das so bleibt? Die folgende Checkliste hilft dir, mögliche Ursachen für Verfärbungen zu eliminieren:

  • Rauchen: Ganz aufhören. Teert nämlich nicht nur deine Zähne.
  • Schwarzer Tee: Konsum reduzieren. Besser auf grünen Tee umsteigen. Der ist auch noch viel gesünder.
  • Kaffee: Konsum reduzieren oder ganz absetzen. Es gibt sowieso bessere Wachmacher!
  • Rotwein: Evtl. Konsum reduzieren.
  • Zähne nicht direkt nach Früchtekonsum putzen. Die Fruchtsäuren greifen den Zahnschmelz an, die Zahnbürste hilft dabei noch. Zähne erst remineralisieren lassen. Denn: Je weniger Zahnschmelz vorhanden ist, desto stärker kommt das gelblich gefärbte Dentin zum Vorschein.
  • Detox: Oft kommen Verfärbungen von innen. Eine ausführliche Detoxifikation kann also auch für die Zahnfarbe Wunder wirken.
  • Magensäure-Reflux: Ein Rückfluss von Magensäure in die Mundhöhle kann auch zu Verfärbungen führen. Falls ein Verdacht darauf besteht, einfach beim Internisten checken lassen.

 

Artikelbild: © ntstudio – shutterstock.com

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