Einmal bunte Haare, bitte!

01.04.2019 |  Von  |  Haarpflege, News
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Einmal bunte Haare, bitte!
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Egal, wo man heutzutage hinsieht: Haarfarben wie violett, pink oder türkis sind voll im Trend. Besonders im weich fliessenden Ombré- und Balayage-Stil ist der neue Haarfarben-Trend sogar bürotauglich und sorgt nur noch in den seltensten Fällen für unverständliches Kopfschütteln der älteren Generation.

Mittlerweile kennt sich auch jeder gute Kolorist mit künstlichen Haarfarben aus und ist kaum noch verwundert, wenn beim Friseurbesuch nach knalligen Farben wie orange, lila oder grün gefragt wird. Für alle, die sich den vielen Stars und Sternchen anschliessen und den Trend zuhause ausprobieren wollen, gibt es jedoch einiges zu beachten.

Von Lola zu Meerjungfrauen

Während künstliche Haarfarben ihren Höhepunkt in den 90er Jahren hatten und das besonders, als Lola mit feuerrotem Schopf auf den Kinoleinwänden durch ihr Treppenhaus, die Strassen Berlins und das Casino lief, waren um die Jahrhundertwende blonde Highlights das Fashion-Statement überhaupt.

In abgewandelter Form hat sich aus beiden Trends heutzutage ein ganz eigener Look entwickelt: Auf beliebten sozialen Netzwerken wie Instagram und Pinterest häufen sich Fotos von wallendem „Meerjungfrauen-Haar“, das heisst: Lang gelocktes Haar, das in mindestens zwei ineinander fliessenden künstlichen Farben erstrahlt. Wer sich nicht an grelle Haarfarben herantraut, kann seine aufgehellten Haarspitzen mit warmen Rose-Tönen aufpeppen oder zu tieferen Lila- und Pflaumentönen greifen.



Auf die richtige Leinwand kommt es an

Bunte Haarfarben wie pink, lila und blau entwickeln erst dann ihre volle Leuchtkraft, wenn sie auf aufgehelltem Haar aufgetragen werden. Menschen, denen helles, blondes Haar aus dem Kopf spriesst, haben also Glück: Selbst die zartesten Pastell-Töne machen sich auf ihrem Haar sichtbar und das sogar ohne einen vorangegangen chemischen Aufhellungsprozess. Die meisten von uns kommen um eine Blondierung jedoch nicht herum. Am sichersten ist es, diese von einer professionellen Fachkraft durchführen zu lassen. Für Mutigere und Erfahrene gibt es in fast allen Drogerien spezielle Aufhellungs- und Ombré-Kits, die sich für Blondierungen von zuhause aus eignen. Da bei falscher Anwendung Haar- und eventuell sogar Hautschäden entstehen können, sollten vor Gebrauch immer die jeweiligen Anweisungen gründlich durchgelesen werden.

Die richtige Farbe wählen

Bei den meisten künstlichen Haarfarben auf dem Markt handelt es sich um semipermanente Farben. Das heisst: Anstatt in das Haar einzudringen, legen sich die Farbpigmente um das Haar, sodass sich die Farbe mit der Zeit auswäscht. Der Vorteil an semipermanenten Haarfarben ist, dass sie die Haare in der Regel kaum beschädigen, da sie die Struktur des Haares nicht verändern. Soll die Farbe jedoch länger halten, ist regelmässiges Nachfärben ein absolutes Muss. Mittlerweile gibt es jedoch erschwingliche Haarfarben, die völlig ungefährlich und sogar vegan sind. Auch sind online bereits spezielle Shampoos und Spülungen erhältlich, die bei jeder Anwendung Farbpigmente im Haar hinterlassen, sodass ein Verblassen aktiv verhindert werden kann.

Alternativen zu semipermanenten Haarfarben

Für manche ist der Meerjungfrauen-Look schlichtweg nicht möglich, weil sie sich jeden Tag in ein konservatives Arbeitsumfeld begeben müssen. Doch hier gibt es Alternativen: Auch natürliche Haarfarben sind mit aufregenden Untertönen erhältlich, die erst zum Vorschein kommen, wenn die Sonne auf das Haar fällt. Ob warm oder kühl, für jeden Hautunterton gibt es eine passende Haarfarbe, die den eigenen Typ unterstreicht. Auch gibt es auswaschbare Haarfarben, die für ein Wochenende oder den nächsten Urlaub frischen Wind ins Leben bringt. Relativ neu im Drogerie-Regal sind sogenannte Haarkreiden, mit denen selbst dunkle Strähnen bunt eingefärbt werden können.


Shampoo mit Zitronensaft mischen (Bild: Ollinka – shutterstock.com)

Shampoo mit Zitronensaft mischen (Bild: Ollinka – shutterstock.com)


Wenn die Farbe raus muss

Wer seine Haare aus einer wilden Laune heraus bunt gefärbt und sich nach kurzer Zeit sattgesehen hat, sollte nicht sofort zu einer dunklen Tönung oder Haarfarbe greifen, um die ungewünschte Farbe zu überdecken. Im schlimmsten Fall entsteht so ein ungewollter Haarton, der nur schwer zu korrigieren ist. Das Besondere an semipermanenten Haarfarben ist, dass der Verblassungsprozess mit bestimmten Hausmitteln beschleunigt werden kann. Klärendes Shampoo, wie zum Beispiel Schuppenshampoo, kann mit Zitronensaft gemischt und in das Haar einmassiert werden. Das in der Zitrone enthaltene Vitamin C gemischt mit dem Shampoo hilft den Farbpigmenten dabei, sich von der Haaroberschicht zu lösen. Gründliches Ausspülen und eine nährende Haarkur im Anschluss sollten dabei nicht vergessen werden.

Haartrends kommen und gehen. Bevor man sich also für eine dramatische Haarfarbe entscheidet, sollte man dies mit dem eigenen Umfeld abklären und sich über die mit künstlichen Haarfarben einhergehende Pflege im Klaren sein.

 

Titelbild: Oleg Gekman – shutterstock.com

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