Kurkuma – vom beliebten Gewürz zur Wunderwaffe für Gesundheit und Schönheit
von J. Florence Pompe Ernährung Gesichtspflege
Kurkuma ist den meisten Europäern nur als Grundbestandteil des wohlschmeckenden Gewürzpulvers Curry bekannt. In Indien ist es jedoch seit Jahrtausenden für seine heilende Wirkung bei vielen Krankheiten bekannt.
Neuere Forschungen belegen, dass Kurkuma sogar Alzheimer bekämpfen kann. Auffälligerweise gibt es diese Krankheit in Indien, wo Kurkuma täglich verzehrt wird, kaum. Die gelbe Knolle kann Hervorragendes für die menschliche Gesundheit und die Erhaltung der Schönheit leisten.
Kurkuma ist eine der wichtigsten Heilpflanzen der Erde. Sie wird nicht nur zum Würzen eines schmackhaften asiatischen Gerichtes verwendet, sondern gilt auch seit jeher als Arzneimittel. Der heilende Inhaltsstoff ist das Kurkumin. Dieses entdeckt man heute in zahlreichen Studien als Heilmittel mit erstaunlichen Eigenschaften. Es wirkt bei sehr vielen leichten bis sehr schweren Krankheiten und Beschwerdebildern.
Kurkuma ist Grundbestandteil der weltweit beliebten Gewürzmischung Curry. Hobbyköche wissen heute, dass Curry nicht aus einer einzelnen Gewürzpflanze hergestellt wird, sondern eine raffinierte Komposition aus verschiedenen Gewürzen ist. Daher schmeckt Curry immer wieder anders und es gibt spezielle Sorten wie das milde Curry oder das scharfe Madras-Curry mit Chili. Der Hauptbestandteil des Curry-Gewürzes ist jedoch das gelbe Kurkuma, das ihm auch seine typische Farbe verleiht.
Curry ist nicht so hellgelb wie Safran und auch nicht so teuer, wird aber gerne als indischer Safran bezeichnet. Für die Inder hat das gelbe Pulver eine sehr grosse Bedeutung im Alltag und in der Medizin. Es wirkt bei verschiedenen Krankheiten wie ein starkes Schmerzmittel, jedoch ohne Nebenwirkungen.
Gegen welche Krankheiten und Beschwerden setzt man Kurkuma ein?
- Entzündungen im Körper
- Rheuma
- Schlaganfall
- Herzinfarkt
- Alzheimer
- Verkalkung
- Tumore
- Atemwegserkrankungen
- Lungenkrankheiten
- Darmerkrankungen
- Lebererkrankungen
- Osteoporose
- Depressionen
Was macht Kurkuma für die Schönheit?
- Kurkuma gilt als Fatburner. Es regt die Verdauungssäfte an und optimiert die Versorgung der Zellen mit Wasser. Das Wachstum der Fettzellen wird ausgebremst.
- Kurkuma wirkt positiv auf das Bindegewebe. Es baut das Kollagen wieder auf und regt die Straffung des Bindegewebes an.
- Haare und Haut pflegen Masken mit Kurkuma wieder schön.
Wie wirkt Kurkuma genau bei Krankheiten?
Kurkuma hat eine starke antioxidative Wirkung, daher kann es Freie Radikale ausbremsen. Diese verursachen Rheuma, Arthritis und Gelenkentzündungen. Ebenso hilft diese Eigenschaft, das schädliche Cholesterin im Körper zu bekämpfen. Somit schützt es vor den typischen Krankheiten, die durch Arterienverkalkung verursacht werden, wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Sein hoher Gehalt an Vitamin B6 und B12 hält den Homocysteinspiegel in Schach und verhindert auch dadurch die so schädlichen Ablagerungen an den Gefässwänden.
Gegen Alzheimer kann das gelbe Gewürz nach neuesten Erkenntnissen auch recht viel bewirken, da das Kurkumin die Eigenschaft besitzt, die sogenannte Blut-Hirn-Schranke durchdringen zu können. Kaum ein anderer Stoff vermag dies. Schädliche Prozesse im Gehirn werden so aufgehalten. Die Gehirnzellen werden wirksam geschützt vor Plaques und weiteren noch kaum erforschten Vorgängen, denen man die Entstehung von Alzheimer zuweist.
Die Grundeigenschaft des Kurkumins, die entzündungshemmende und antioxidative Wirkung, hält auch das Risiko von Krebserkrankungen geringer. Neueste Forschungen haben ergeben, dass die Tumorbildung nicht nur verhindert werden kann, sondern dass es bei einer bereits ausgebrochenen Krebserkrankung regelrechte Wunder vollbringen kann, indem es die Metastasenbildung verhindert. Dabei bekämpft das Kurkumin nicht nur die schädlichen Krebszellen, sondern stärkt und schützt die gesunden Zellen des Körpers. Es stärkt insgesamt die Widerstandskraft des Körpers.
Bei Lungenerkrankungen vermag die gelbe Wurzel ebenfalls Erstaunliches zu bewirken. Wo verschiedene herkömmliche Arzneimittel versagten, nämlich bei der Lungenfibrose, die durch Umweltverschmutzung entsteht, konnte sie die Krankheit mildern.
Auch bei anderen Lungen- und Atemwegserkrankungen entfaltet die indische Heilpflanze ihre Wirkung. Das weltweit verbreitete allergische Asthma kann mit dem täglichen Genuss von Kurkuma gelindert werden. Es vermag die Entzündungsprozesse in den Atemwegen zu schwächen und zu unterbinden.
Im Kampf gegen Darmerkrankungen wird die Knolle ebenfalls erfolgreich eingesetzt. Hier sind es wieder die Antioxidantien, die eine wertvolle Arbeit leisten. Verschiedene Studien an Mäusen bestätigten, dass Kurkumin Darmentzündungen verhindern kann. Neben dem Darm hat das gelbe Gewürz auch eine schützende Wirkung für die Leber. Es hilft, sie zu regenerieren, und fördert die Heilung des Organs bei Krankheiten. Dadurch, dass Kurkuma Giftstoffe ausleiten kann, unterstützt es die Funktion der Leber. Die Entgiftungsfunktion des Gewürzes ist sogar so stark, dass es bei der Ausleitung von Quecksilber eingenommen werden sollte.
Auch Magen und Darm profitieren vom gesunden gelben Gewürz: Die Fettverdauung wird durch eine vermehrte Produktion der Verdauungssäfte angeregt. Bei Osteoporose, dem gefürchteten Knochenschwund, kann Kurkuma das Fortschreiten der Erkrankung stoppen. Es bremst dabei die Zellen, die die Knochensubstanz abbauen. Zur Immunisierung des Körpers gegen alle möglichen Erreger dient die Wurzel ebenfalls. Die weissen Blutkörperchen und verschieden Zellen, die Bakterien, Viren und Erreger erkennen und bekämpfen können, werden unterstützt.
Wie verwenden wir das wertvolle Kurkuma?
Wir kennen Kurkuma als gemahlenes gelbes Gewürz, das wir in jedem Supermarkt kaufen können. Für eine optimale Wirkung auf die Gesundheit sollten wir auf Bio-Produkte zurückgreifen. Curry ist kein Ersatz für das reine Kurkuma, denn es enthält noch viele andere Bestandteile und der Anteil an Kurkuma ist unter Umständen zu gering für eine gesundheitsförderliche Wirkung. Wenn es um den Geschmack geht, dann würzen Sie zunächst mit Curry und fügen Sie dann noch zusätzlich Kurkuma hinzu.
Inder nehmen Kurkuma auch als Getränk zu sich. Man kann es als Tee trinken, dann wird es lediglich in heisses Wasser eingerührt. Wer sich Kurkuma täglich zuführen möchte, ohne damit würzen zu müssen, kann auch Kapseln einnehmen.
Wissenswertes über die Einnahme von Kurkuma
- Kurkuma wirkt am besten gemeinsam mit Öl, idealerweise mit Leinöl. Das Gewürzpulver ist schlecht wasserlöslich.
- Kombinieren Sie Kurkuma mit schwarzem Pfeffer, so wird es am besten aufgenommen.
- Nehmen Sie für eine gesundheitsförderliche Wirkung täglich wenigstens einen halben bis ganzen Teelöffel ein.
- Eine Überdosierung ist unbedingt zu vermeiden! Als Folge können Durchfall, Blutdruckprobleme, Mineralstoffmangel und ernsthafte Erkrankungen auftreten.
- Mischen Sie Kurkuma am besten hin und wieder in Ihre Speisen und Getränke.
Historische Hintergründe
Kurkuma wird im südostasiatischen Raum seit jeher als Universalheilmittel genutzt und verehrt. Bereits vor 5000 Jahren wurde die gelbe Knolle als Heilmittel eingesetzt. Man nennt die Pflanze auch „Heilige Ambrosia“. Sie gehört zur Familie der Ingwergewächse und sieht als Wurzel auch ganz ähnlich aus. Aus der gelben Wurzel mit rötlicher Schale wächst eine hohe Pflanze mit schönen weissen und pinkfarbenen Blüten.
Wer sich mit Ayurveda, der indischen Heilkunst, auskennt, weiss, dass Kurkuma hier eine zentrale Rolle spielt. Das Gewürz gilt als Energiespender, der die Lebensgeister weckt und den Stoffwechsel anregt. Dabei ist Kurkuma in Indien aber in allen Lebensbereichen allgegenwärtig. Und so verwundert es nicht, dass das Land selbst gut 80 % seiner Ernte für die eigenen Zwecke gebraucht. Als Universalheilmittel kommt es nicht nur bei kleinen Wehwehchen und ernsthaften Krankheiten zum Einsatz, sondern auch in der Schönheitspflege. Doch nicht nur das: Kurkuma ist auch ein gutes Färbemittel. Die typisch gelben Gewänder buddhistischer Mönche werden unter anderem damit gefärbt.
Kurkuma enthält nur 3 % des Heilmittels Kurkumin und ca. 5 % ätherische Öle. Man schreibt dem Kurkumin seine sensationelle Wirkung dadurch zu, dass die Pflanze schon beim Wachsen extremen Bedingungen ausgesetzt wird und sich so gegen alle Widerstände durchsetzen muss. Sie muss auf sumpfigen Böden unter praller Sonne gedeihen.
Wir Europäer entdecken die heilsame Wirkung dieses südostasiatischen Gewürzes erst seit Kurzem. Wer bisher nur hin und wieder zum Currygewürz oder zur fertigen Curry-Sauce gegriffen hat, sollte umdenken! Kurkuma sollte öfter auf dem Speiseplan stehen. Die feine Schärfe harmoniert mit vielen anderen Gewürzen und verleiht vielen europäischen Gerichten erst den letzten Schliff. Fertig-Currysaucen können mit der sensationellen Wirkung des reinen Kurkuma-Pulvers nicht mithalten.
Am besten wird man selbst kreativ und erstellt sich eigene Gewürzmischungen mit viel Kurkuma. Eine leckere und energiespendende Alternative zum Kochen mit dem Gewürz sind die modernen Smoothies, denen man fast immer Kurkuma beimengen kann. Worauf man dabei achten muss, erfahren Sie in der folgenden Rezeptbeschreibung.
Rezept: scharf-süsser Milchshake mit Kurkuma
Kurkuma schmeckt leicht scharf, aber nicht so sehr wie Chili. Wer die indische Küche liebt, weiss, dass Curry auch gut mit Früchten harmoniert. Für leckere Smoothies mit Kurkuma kann man ganz nach Wunsch experimentieren und sich seinen individuellen täglichen Gesundheitstrunk mixen. Wichtigste Zutaten sind Kurkuma, schwarzer Pfeffer und ein wenig Öl oder Milch. Der schwarze Pfeffer hilft dem Körper, die Wirkung des Kurkumins voll zu entfalten. Das Öl oder die Milch wird benötigt, weil Kurkuma schlecht wasserlöslich ist. Zum Kochen kann man sich daher auch immer ein wenig Kurkuma-Öl anrühren. So stellt man sicher, dass sich das gesunde Pulver gut mit dem Fett vermischt hat.
Der folgende Milch-Shake schmeckt lecker süss-scharf und gibt viel Energie und Power für einen langen Arbeitstag oder füllt die Reserven nach anstrengendem Sport wieder auf. Da Kurkuma hilft, Fett zu verbrennen, ist er ein idealer After-Workout-Drink. Die Milch kann man auch mit Joghurt vermengen, was dem Getränk eine säuerliche, erfrischende Note verleiht.
- 1 Banane
- 0,5 l Milch
- 1,5 TL Kurkuma-Pulver
- 1 Prise Pfeffer
Zubereitung:
Schneiden Sie die Banane in Stücke und geben Sie sie zusammen mit der Milch und den restlichen Zutaten in einen Mixer. Passen Sie die Würze und die Mengenangaben Ihrem persönlichen Geschmacksempfinden an.
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