Trockenshampoo: Retter in der Not oder nur ein leeres Versprechen?

02.08.2016 |  Von  |  Haarpflege
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Trockenshampoo: Retter in der Not oder nur ein leeres Versprechen?
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Schon vor einigen Jahren hatte Trockenshampoo einen festen Platz auf dem Beauty-Markt – und das ist immer noch so. Aber was kann dieses Zeug eigentlich? Und vor allen Dingen: Schadet es den Haaren? 

Jeder kennt es: Man wacht auf, muss zur Arbeit, schaut in den Spiegel, und das erste was man denkt ist: „Oh Gott! Wie sehen meine Haare denn aus?“ Dann wird panisch auf die Uhr geschaut und überlegt, ob man noch Zeit hat, um sich die Haare zu waschen. Aber um sie sich auch noch zu föhnen, dazu hat man nun wirklich keine Zeit. Was macht man da am besten? Ist das Trockenshampoo der Retter in der Not? Oder ist es doch nur ein leeres Versprechen?

Ich habe eines dieser angeblichen Wundermittel getestet und geschaut, was es wirklich drauf hat.

Das Shampoo, welches ich getestet habe, ist von der Marke Batiste in der Richtung floral und fruity blush. Erhältlich ist es bei Douglas und bei Amazon in zwei Grössen, 50 ml und 200 ml. Ausserdem hat Batiste noch verschiedene Geruchsrichtungen und Trockenshampoo speziell für blondes, für hellbraunes und dunkelbraunes Haar.

Inhaltsstoffe sind: Butane, Isobutane, Propane, Oryza Sativa (Rice) Starch, Alcohol denat., Parfum, Distearyldimonium Chloride, Cetrimonium Chloride. Alles Inhaltsstoffe, die nicht schädlich für die Haare sind, also kann man das Trockenshampoo guten Gewissens nutzen.

Der Hersteller verspricht dem Haar neue Vitalität, Volumen und ein angenehmes Frischegefühl.


Der Hersteller verspricht dem Haar neue Vitalität, Volumen und ein angenehmes Frischegefühl. (Bild: © Nina Hartmann)

Der Hersteller verspricht dem Haar neue Vitalität, Volumen und ein angenehmes Frischegefühl. (Bild: © Nina Hartmann)


Um das Trockenshampoo zu testen, habe ich es, gemäss der Anleitung, 30 cm entfernt in die Haare gesprüht, leicht einmassiert und mit einer Bürste ausgebürstet.

Im Spiegel habe ich auch eine Veränderung bemerkt. Das Haar ist voluminöser und griffiger, es lässt sich gut frisieren und durch das Einmassieren ist kein grauer Film auf dem Haar geblieben. Ein leichter Duft, der einige Stunden hält, verleiht dem Haar das versprochene Frischegefühl.

Natürlich muss man auch beim Trockenshampoo, wie bei jedem Produkt, erst einmal testen, von welcher Marke einem das Shampoo am besten gefällt. Ich habe auch einige schlechte Trockenshampoos getestet, die zum Beispiel gar nichts gebracht haben, nicht so gut rochen oder das Haar kaputt gemacht haben.

Andere Marken sind zum Beispiel Balea, Paul Mitchell, Percy & Reed und Schwarzkopf.

Aber kann man auch eigenes Trockenshampoo machen?

Die Antwort ist: Ja.

Um sich sein eigenes Trockenshampoo zu machen, braucht man lediglich Stärke. Dabei ist es egal, ob es Maisstärke oder Kartoffelstärke ist. Beides funktioniert. Als erstes taucht man die Finger in die Stärke und verteilt diese dann im Haareinsatz, das Pulver nimmt das Fett auf. Nun wird die Stärke leicht einmassiert und kann dann mit einer Bürste ausgebürstet werden, damit keine weissen Rückstände im Haar bleiben und sie nicht gräulich wirken.

Wer keine Stärke zu Hause hat, kann genauso gut für helle Haare Mehl nutzen und für dunkle Kakao oder Kaffeepulver.

Nachteile bei den selbstgemachten Trockenshampoos sind, dass das Haar nicht so gut riecht und das Gefühl etwas anders ist. Es fühlt sich etwas schwerer an.

Kann man demnächst also einmal in der Woche die Haare waschen?


Ist das Trockenshampoo der Retter in der Not? (Bild: © Nina Hartmann)

Ist das Trockenshampoo der Retter in der Not? (Bild: © Nina Hartmann)


Nein, das Trockenshampoo sollte nur in Notfällen genutzt werden, da es auf Dauer nicht so gut für die Haare ist. Also lieber drei bis vier Mal in der Woche die Haare waschen, als später kaputte Haare zu haben.

Hier ist noch einmal eine Liste der Vor- und Nachteile von Trockenshampoo:

Vorteile:

  • Das Haar sieht wie frisch gewaschen aus.
  • Je nach Marke und Geruchsrichtung riecht das Haar sehr gut.
  • Man spart Zeit morgens, in der man sich die Haare hätte waschen müssen.
  • Das Trockenshampoo kann die Zeit bis zum nächsten Waschtag hinauszögern, da bei häufiger Haarwäsche die Haare schneller fetten.
  • Auch auf der Fahrt kann man sich schnell frisch machen, zum Beispiel wenn man nach einer längeren Fahrt zu einem Treffen muss, kann man sich schnell frisch machen.

Nachteile:

  • Bei zu häufiger Nutzung des Trockenshampoos kann auch die Kopfhaut ausgetrocknet werden und es bilden sich Schuppen.
  • Talk und „Alltagsdreck“ auf der Kopfhaut werden durch das Shampoo nicht entfernt.
  • Je nach Shampoo kann es die Haare kaputt machen und man kann Spliss bekommen.
  • Teilweise ist Trockenshampoo sehr teuer.
  • Die Wirkung des frisch gewaschenen Gefühls lässt schnell nach.


Tipps, damit man erst gar nicht zum Trockenshampoo greifen muss:

  1. Nicht so oft mit der Hand durchs Haar fassen.
  2. Nur jeden zweiten Tag die Haare waschen und ab und zu mal ein paar Tage die Haare „ruhen“ lassen.
  3. Das richtige Shampoo benutzen, wie zum Beispiel mit einem milden Anti-Fett-Shampoo.
  4. Nicht so oft Haargel oder Haarspray benutzen, da die Haare dadurch sehr schnell fettig werden.
  5. Weil Hitze die Fettproduktion anregt, sollte man besser die Haare lufttrocknen lassen oder nur ganz kurz die Haare mit kalter Luft föhnen.
  6. Ein letzter Tipp ist es, Haarwasser zu benutzen, welches einfach in die trockenen Haare einmassiert wird.

 

Artikelbild: © doglikehorse – shutterstock.com

Über Nina Hartmann

Mein Name ist Nina Hartmann. Auf meinem Blog CreatingYourself blogge ich über Beauty, Fashion und Lifestyle. Manchmal gibt es auch DIYs oder Taggs. Wenn ich nicht gerade blogge, fotografiere ich für meinen Blog, treffe Freunde oder verbringe Zeit mit meiner Familie und meinem Hund.

Webseite: liveisaboutcreatingyourself.blogspot.de


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