Superfoods: Diese Nahrungsmittel wirken wie Jungbrunnen – Teil II

16.05.2014 |  Von  |  Allgemein, Ernährung
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Superfoods: Diese Nahrungsmittel wirken wie Jungbrunnen – Teil II
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Auch im zweiten Teil dieses Beitrags geht es um die sogenannten „Superfoods“ – jene Lebensmittel, die ein besonderes Mass an Wohlbefinden und Gesundheit mit sich bringen. Während wir uns auf die dazuzählenden Obst- und Gemüsesorten konzentrieren, gibt es noch eine Reihe anderer Nahrungsmittel, die ähnliche Mega-Eigenschaften für sich verbuchen können und auch ein wenig Aufmerksamkeit am Rande verdienen. Dazu zählen etwa Haferflocken mit ihren vielen Ballaststoffen, pflanzlichem Protein und Antioxidantien. Ebenso sollte etwa natives Olivenöl auf keinem Speiseplan fehlen.

Als Faustregel gilt: Wer zwei- bis dreimal am Tag zwei bis drei Superfoods miteinander kombiniert, kann ernährungstechnisch eigentlich nichts falsch machen – auch ohne Kalorienzählen und Listenlesen. Informieren Sie sich hier über sechs energiegeladene Superfoods, ihre Vitalstoffe und Wirkungen. Zusätzlich finden Sie Tipps und Rezepte zur optimalen Integration dieser Alleskönner auch in den hektischsten Alltag.



Dies ist ein Bericht in zwei Teilen:

Superfoods – Teil I

Superfoods – Teil II

1. Goji-Beere

Diese Beerensorte ist noch nicht allzu lange auf dem Schweizer Markt. Dass die Wolfsbeere es nun in getrockneter Form in fast alle Bioläden geschafft hat, kann nur als grosses Glück bezeichnet werden. Eigentlich gibt es nichts, was die Goji-Beere nicht kann. Sie beinhaltet so gut wie alle lebenswichtigen Nähr- und Vitalstoffe wie die Vitamine C, E und B und bietet die so wertvollen sekundären Pflanzenstoffe (antioxidative Phytonährstoffe), die uns auch das gesündeste Convenience-Food vorenthält. Weiter finden sich in der Wunderbeere 21 essenzielle Spurenelemente wie Germanium und Antioxidantien wie Lutein und Zeaxanthin. Für Frauen besonders wichtig: Schon 50 Gramm decken den Eisenbedarf eines Erwachsenen. Die ausserdem enthaltenen Polysaccharide verbessern die Immunabwehr und entgiften.



Tipp: Stellen Sie sich Ihren persönlichen Power-Snack aus getrockneten Goji-Beeren, Cranberries (ein weiteres Superfood), Walnüssen und Hanfsamen zusammen. Wenn Ihnen das zu krümelig ist, stellen Sie aus dem Mix einfach Energiebällchen her. Wie Sie damit auch gleichzeitig noch Ihre Schokoladenlust befriedigen, steht im ersten Teil dieses Beitrags.

Getrocknete Goji-Beeren (Bild: mama_mia / Shutterstock.com)

Getrocknete Goji-Beeren (Bild: mama_mia / Shutterstock.com)

2. Artischocken

Dieses attraktive Gemüse landet viel zu selten auf unserem Einkaufszettel – zu aufwendig erscheint vielen die Vorbereitung und zu mager der Ertrag. Dabei geht es bei der Artischocke nicht um Quantität, sondern um Qualität: Schon kleine Mengen schenken dem Körper viele wertvolle Ballaststoffe und Antioxidantien, unterstützen nachweislich die Entgiftungsprozesse von Leber und Galle, helfen den Cholesterinspiegel abzusenken und fördern die Fettverdauung durch milde Anregung der Bauchspeicheldrüse.

Tipp: Greifen Sie jetzt keinesfalls zu den leckeren, aber gesundheitlich vergleichsweise wirkungslosen eingelegten Artischockenböden aus dem Glas. Hier geht es um den Genuss der Knospen-Köpfe! Kochen Sie einfach die ganzen Köpfe und nehmen Sie sie noch zusammenhängend mit zur Arbeit. Gönnen Sie sich einen leckeren Dip, etwa aus Olivenöl, Zitrone und Senf (alles ihrerseits Superfoods) und tauchen Sie die gezupften Blätter genüsslich ein. Dazu passen Vollkornbrot und Erdbeeren besonders gut.

3. Rote Bete

Noch ein unterschätztes Gemüse, das nicht nur durch seine wunderbar intensive Farbe besticht. Wie alle Rüben hat sie Superkräfte, die schon seit Generationen bekannt sind und sich unter anderem auf ihre natürliche aphrodisische Wirkung erstrecken. Weiter schützt Rote Bete durch ihr Betain die Funktion der Leberzellen und kräftigen die Gallenblase. So sorgt sie für einen reibungslosen Stoffwechsel und die hohe Ausscheidung von Toxinen. Und nicht nur das: Als Trimethylglycin (TMG) ist Betain auch ein milder Stimmungsaufheller – Rote Bete macht also glücklich! Ihr hoher Folsäuregehalt beugt Herzkrankheiten vor und sie hält Bluthochdruck in Schach.



Tipp: Perfekt zum Mitnehmen und die Anschaffung eines Entsafters allemal wert: frisch gepresster Rote-Bete-Saft. Allerdings mag nicht jeder den Geschmack der Rübe pur. Mischen Sie ihn deshalb einfach mit ebenfalls frischem Apfel-, Karotten- und Zitronensaft. Werfen Sie auch das Blattgrün der roten Rübe keinesfalls weg – es ist voller extrem wertvoller Vitalstoffe und übertrifft darin die Rüben selbst um ein Mehrfaches. Wenig „Grünzeug“ eignet sich besser für grüne Smoothies, besonders wenn Sie unter Kalzium- oder Magnesiummangel oder zu wenig Vitamin A oder Vitamin K leiden.



4. Zitronen

Noch ist nicht vollständig erforscht, welche negativen Auswirkungen ein unausgeglichener pH-Wert hat. Viele Wissenschaftler und ganzheitlich denkende Ärzte sehen aber schon heute einen basischen Stoffwechsel als Grundvoraussetzung für viele Selbstheilungsprozesse. Zitronen wirken, scheinbar paradoxerweise, sehr ausgleichend auf den pH-Wert des Körpers. Sie sind ausserdem eine reiche Quelle an Vitamin C und unterstützen den Körper bei der Abwehr freier Radikaler und der Ausleitung von Toxinen.

Tipp: Auch die ätherischen Öle, die die Zitronenschale enthält, haben eine positive Wirkung auf den Organismus. Nehmen Sie sich die Zeit und hobeln Sie die (unbehandelte) Zitronenschale jeder verzehrten Frucht vorab in ein kleines Schälchen, das Sie sich auf den Schreibtisch stellen. Es wirkt gemütsaufhellend und motivierend. Dazu eine heisse Zitrone mit ein wenig Agavendicksaft oder Stevia und weder die Bakterien noch die schlechte Laune von Kollegen können Ihnen noch etwas anhaben.

5. Karotten

Möhren haben zwei essenzielle Zutaten, die ihre Einordnung als Superfood absolut rechtfertigen, nämlich hohe Mengen an Vitamin A und Beta Carotin. Diese Kombination erleichtert eine schier unglaubliche Anzahl an menschlichen Stoffwechselprozessen, deren Aufzählung diesen Rahmen sprengen würde. Besondere Aufmerksamkeit hat die Karotte in den letzten Jahren als Bestandteil von Krebsbehandlungen erfahren. Auch wenn hierbei natürlich Vorsicht geboten ist, eines ist sicher: Das Beta-Carotin in Karotten fördert den kommunikativen Austausch der Zellen untereinander und sorgt so dafür, dass der gesamte Organismus in seinem Austausch und seiner Integrität unterstützt wird.

Tipp: Damit der Körper das in den Karotten enthaltene Vitamin A aufnehmen kann, sollten sie zerkleinert und mit einem Hauch von Fett konsumiert werden. Gekocht allerdings verlieren sie einige ihrer sekundären Vitalstoffe wie das vermutlich krebsverhindernde Falcarinol. Auch hier kann also der Entsafter sein gutes Werk tun.

6. Ingwer

Die asiatische Wurzel hilft besonders gut als leichtes, aber wirkungsvolles Schmerzmittel sowie zur Entzündungshemmung.

Tipp: Wenn Sie das nächste Mal ein Bürokopfschmerz trifft, Sie aber fit und geistig rege bleiben wollen, versuchen Sie es mit einem Glas Ingwer-Lassi: Eine grosszügige Knolle Ingwer mit Vanille-Sojajoghurt und etwas Sojamilch in den Mixer geben, gründlich mixen und sofort trinken.



 

Oberstes Bild: Einige Obst- und Gemüsesorten enthalten ein Extra an Vitaminen und Mineralstoffen. (© Aleksandar Mijatovic / Shutterstock.com)



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