Rund um die Kokosnuss – Exotik in Küche und Badezimmer

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Rund um die Kokosnuss – Exotik in Küche und Badezimmer
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Zauberhafte Tropenstrände, berauschende Landschaften, romantische Sonnenuntergänge, einzigartige Düfte und mittendrin Kokospalmen: Viele träumen von Ferien in Ländern wie Indonesien, Mexiko, den Philippinen oder Sri Lanka. Und von diesen Traumdestinationen kommt die Kokosnuss zu uns. Seit mehr als 4000 Jahren wächst sie überall in den Tropen und wird dort als „grünes Gold“ und „Baum des Lebens“ bezeichnet. Tatsächlich spielt die Kokospalme in tropischen Ländern eine wichtige wirtschaftliche Rolle.

Das Holz der Kokospalmen wird zum Hausbau und für die Möbelherstellung genutzt, aus den Palmenblättern entstehen Hausdächer. Die Kokosfasern finden vielseitige Verwendung. Daraus werden Körbe, Seile und Teppiche gefertigt. Selbst die Kokosschalen werden nicht etwa entsorgt, sondern bekommen als Behälter eine neue Verwendung. Für uns sind vor allem Kokosöl, Kokosraspeln und Kokosmilch interessant. Ausserdem gibt es verschiedene Naturkosmetikprodukte mit den gesunden, duftenden Inhaltsstoffen der Kokosnuss.

Eigentlich handelt es sich gar nicht um eine Nuss, sondern um eine Steinfrucht. Nicht die Früchte der Kokospalmen gelangen zu uns nach Europa, sondern lediglich ihre Kerne. In Büscheln wachsen die riesigen grünen Früchte der Kokospalme heran und in ihrem Inneren bildet sich ein grosser, harter, brauner Stein: Diesen bezeichnen wir als Kokosnuss. Und noch eine Bezeichnung ist irreführend:

Die Kokosmilch ist nicht, wie oft angenommen, die Flüssigkeit aus der Kokosnuss, sondern entsteht, indem das mit Wasser vermischte Fruchtfleisch ausgepresst wird. Je mehr Kokos enthalten ist, desto besser sind die Qualität und natürlich auch der Geschmack. Normalerweise finden Sie entsprechende Angaben auf der Verpackung. Wenn Sie zu einem Bioprodukt greifen, dann schütteln Sie dieses bitte vor dem Gebrauch. Bio-Kokosmilch ist nicht homogenisiert, sodass sich Fett und Wasser in der Dose trennen. Kokosmilch ist eine typische Zutat in der asiatischen Küche. Sie gehört in Curryspeisen, Desserts, Suppen, Gemüsegerichte und exotische Drinks.


Bei Milchzucker-Unverträglichkeit ist Kokosmilch ein guter Milchersatz. (Bild: Denis Tabler / Shutterstock.com)

Bei Milchzucker-Unverträglichkeit ist Kokosmilch ein guter Milchersatz. (Bild: Denis Tabler / Shutterstock.com)


Wird getrocknetes Kokosfruchtfleisch gepresst, bekommt man Kokosöl. Dieses ist ideal zum Anbraten von Tofu oder Gemüse und eignet sich hervorragend für Wok Gerichte. Es kann nämlich bis 230 Grad erhitzt werden, ohne dass es spritzt oder anbrennt. Wenn Sie sich ausführlich über das Kokosöl als Schönheitselexier informieren möchten, lesen Sie bitte diesen Artikel, welchen eine meiner Kolleginnen schrieb.

Möchten Sie Kuchen, Desserts oder auch herzhaften Aufläufen das herrliche Kokosaroma verleihen, dann verwenden Sie bitte hochwertige Kokosraspeln. Dabei handelt es sich um das geraspelte und getrocknete Fruchtfleisch. Am besten kaufen Sie Bio-Kokosraspeln, denn diese haben ihren natürlichen Geschmack ebenso behalten, wie ihre kokosweisse Farbe. Billigere Ware wird mitunter gebleicht und aromatisiert. Ein wunderbares Aroma entfalten die Raspeln, wenn Sie diese vor der Verwendung kurz anrösten.

Vielleicht haben Sie sich schon gefragt, wie denn so eine Kokosnuss eigentlich geöffnet wird. Mit einem Nussknacker können Sie ihr natürlich nicht zu Leibe rücken, da muss anderes Werkzeug ran. Es ist jedoch gar nicht so schwer, wenn man folgende Schritte beachtet:

  • Wichtig ist zuerst einmal, dass Sie eine unbeschädigte Kokosnuss kaufen. Um zu prüfen, ob sie ihr Kokoswasser noch enthält, brauchen Sie diese nur zu schütteln. Ist kein Wasser mehr enthalten, lassen Sie die Frucht bitte liegen.
  • Mit einem Schraubenzieher oder einem ähnlichen, spitzen Gegenstand durchstechen Sie die 3 dunklen „Augen“ und giessen das Wasser ab.
  • Dann klopfen Sie mit einem Hammer auf das untere Drittel der Nuss, während Sie diese langsam drehen. Wenn Sie ein leichtes Knacken hören, haben Sie die natürliche Bruchstelle der Kokosnuss gefunden. Nun klopfen Sie einfach so lange weiter, bis sie in zwei Teile bricht.
  • Mit einem Messer lässt sich das Fruchtfleisch leicht herauslösen. Die weiche braune Schale können Sie einfach mit einem Sparschäler entfernen.

Um das Austrocknen des Fruchtfleisches zu verhindern, bedecken Sie es mit Wasser, bevorzugt mit dem Kokoswasser, und bewahren es im Kühlschrank bis max. eine Woche auf.



Bei Milchzucker-Unverträglichkeit ist Kokosmilch ein guter Milch- oder Sahneersatz. Sie kann übrigens auch eingefroren werden. Wenn Sie dafür einen Eiswürfelbehälter verwenden, können Sie sie je nach Bedarf portionsweise auftauen.

Im Fruchtfleisch der Kokosnuss sind jede Menge Ballaststoffe enthalten. Es sättigt und regt die Verdauung an. Ausserdem sorgt es durch seinen hohen Gehalt an Kalium für einen regelmässigen Herzschlag und reguliert den Blutdruck. Weitere Mineralstoffe, welche das Kokosnuss-Fleisch liefert, sind Kalzium, Magnesium, Phosphor, Zink, Eisen und Kupfer. Auch B-Vitamine und das Vitamin E sind enthalten.

Die saftigen Kokosnüsse gehören in viele exotische Küchen, welche, wie beispielsweise die indische oder thailändische, auch in der Schweiz immer beliebter werden. Wir kennen Sie natürlich auch als Zutat in karibischen Drinks. Der beliebteste Kokos-Cocktail ist ganz klar der Pina Colada. Sie können aber auch einfachen Gerichten eine ganz besondere Raffinesse verleihen, indem Sie Kokosmilch und Kokosraspeln zum Kochen und Backen verwenden. Geben Sie doch zum Beispiel einmal einer Apfelwähe durch Kokosraspeln eine ganz besondere Note!


Die saftigen Kokosnüsse gehören in viele exotische Küchen, welche, wie beispielsweise die indische oder thailändische, auch in der Schweiz immer beliebter werden. (Bild: © naito8 - shutterstock.com)

Die saftigen Kokosnüsse gehören in viele exotische Küchen, welche, wie beispielsweise die indische oder thailändische, auch in der Schweiz immer beliebter werden. (Bild: © naito8 – shutterstock.com)


Wenn Sie den Kokos-Duft lieben, werden Sie bestimmt Kokos-Kosmetikprodukte mögen. Die Inhaltsstoffe der Kokosnuss sorgen gerade auch in der kalten Jahreszeit für eine samtweiche Haut. Ausserdem soll Kokosöl trockenen, spröden Haaren bei der Regeneration helfen. Eine Kollegin schwört auf selbst gemachtes Shampoo und sie hat tatsächlich wunderschöne lange Haare. Ich habe es selbst noch nicht ausprobiert, aber ich darf ihr Rezept für Sie aufschreiben:

2 Teelöffel Kokosöl werden mit einer Kaffeetasse heissem Wasser vermischt. Nun fügen Sie etwa 5 Esslöffel geraffelte Kernseife und einen Spritzer Apfelessig hinzu und erhitzen alles unter ständigem Rühren im Wasserbad. Das Shampoo darf nicht kochen! Abgefüllt in eine Flasche ist es etwa 6 Wochen haltbar.

 

Artikelbild: Die Kokosnuss – Exotik in Küche und Badezimmer (© Lusie Lia / Shutterstock.com)

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