Reis – gesund und abwechslungsreich kochen

26.08.2014 |  Von  |  Ernährung
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Reis – gesund und abwechslungsreich kochen
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Reis ist eines der ältesten Grundnahrungsmittel der Welt. Neben Kartoffeln und Nudeln steht das Getreide in vielen Familien häufig als Ergänzung zu Fleisch- oder Fischgerichten auf dem Speiseplan. Verschiedene Sorten wie Natur- und Wildreis oder Duftreis sorgen dabei für Abwechslung.

Reis können Sie in vielfältigen Variationen zubereiten: Ob als köstliche Nachspeise oder sättigendes Hauptgericht, das weisse Korn gibt Power, ist sehr ballaststoffreich und sättigend. Zudem enthält das Getreide Vitamine und Mineralstoffe und ist damit sehr gesund.



Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthält das kleine Korn Folsäuren und Aminosäuren. Reis wirkt anregend auf den Stoffwechsel und unterstützt das Herz-Kreislauf-System. Zink sorgt gerade in den kalten Wintermonaten für eine Stärkung des Immunsystems.

Die enthaltenen Kohlehydrate geben dem Körper Energie und Power, ohne den Magen allzu sehr zu belasten. Im Rahmen einer Kur oder Diät ist Reis das ideale Nahrungsmittel. Durch die entwässernde Wirkung werden Giftstoffe aus dem Körper geschwemmt. Egal wie viel Reis Sie gegessen haben, ein unangenehmes Völlegefühl stellt sich in der Regel nicht ein.

Über die Anzahl der Reissorten gibt es verschiedene Angaben, die Zahlen differieren zwischen 8000 und 120’000. Vorwiegend wird Reis im asiatischen Raum auf den klassischen Reisterrassen angebaut. Doch auch in Europa und den USA wird in einigen Regionen das beliebte Getreide angebaut. Man unterscheidet drei Typen: Langkornreis, Mittelkornreis und Rundkornreis.

In den Handel gelangt vorwiegend weisser Reis, der nach der Ernte zunächst getrocknet wird. Danach wird auf maschinellem Wege das umgebende Silberhäutchen entfernt. Damit der Reis seine typisch weisse Farbe erhält, wird er mit Glucose und Talkum glatt poliert.



Wertvoller ist der Reis in seiner ursprünglichen Form: Beim Polieren gehen zahlreiche Vitamine und Proteine verloren, die vor allem im Silberhäutchen enthalten sind. Beim Naturreis bleibt das Silberhäutchen, in dem sich die meisten der wertvollen Inhaltsstoffe befinden, erhalten. Hier wird lediglich die Schale entfernt. Naturreis zeichnet sich durch wertvolle Ballaststoffe aus, die ein langes Sättigungsgefühl versprechen. Im Geschmack ist er deutlich intensiver.

Naturreis zählt ebenso wie Basmati- und Jasminreis zu den Langkornreissorten. Die Getreidekörner sind zwischen sechs und acht Millimeter lang und haben eine eher schmale Form. Verwenden Sie polierten Reis, so wirkt dieser vor dem Kochen nahezu durchsichtig. Langkornreis eignet sich perfekt zur Herstellung eines Risottos. Im Handel erhalten Sie oftmals speziellen Risottoreis, der dem Gericht durch seine leicht klebrige Konsistenz das gewisse Etwas verleiht.





Der Rundkornreis kommt klein und in rundlicher Form daher. Sushi-, Milch- oder Paellareis sind Rundkornreissorten. (Bild: HLPhoto / Shutterstock.com)

Der Rundkornreis kommt klein und in rundlicher Form daher. Sushi-, Milch- oder Paellareis sind Rundkornreissorten. (Bild: HLPhoto / Shutterstock.com)

Der Rundkornreis kommt klein und in rundlicher Form daher. Sushi-, Milch- oder Paellareis sind Rundkornreissorten. Milchreis ist zunächst einfach ein polierter Rundkornreis, der durch das Kochen in der Milch seinen typischen Geschmack bekommt. Einem Bericht des Hessischen Rundfunks zufolge gehen während des Polierens jedoch zahlreiche wichtige Nährstoffe verloren.



Beim Kochen von Rundkornreis entsteht sehr viel Stärke, was dem Reis nach dem Kochen eine sehr klebrige Konsistenz verleiht. Für die Zubereitung von Sushi also eine hervorragende Wahl! Nur leicht klebrig und als Kompromiss zwischen dem Langkorn- und dem Rundkornreis kommt der Mittelkornreis in den Handel.

Parboiledreis wird geschält, enthält aber dennoch mehr Vitamine als polierter Reis. Mit dem besonderen Parboiledverfahren werden die Inhaltsstoffe des Silberhäutchens und der äusseren Reisschale in das Innere des Korns gepresst. Auf diese Weise erscheint der Reis zwar geschält, enthält aber dennoch etwa 80 % der wichtigen Nährstoffe.

Besonders praktisch ist die Reiszubereitung in Kochbeuteln. Leider gehen bei dieser Zubereitungsart sehr viele Nährstoffe verloren, da sie während des Kochens an das Kochwasser abgegeben werden. Die Zubereitung von losem Reis ist deutlich effektiver, denn das Getreide kocht nicht im Wasser, sonst quillt darin auf und nimmt die abgegebenen Nährstoffe auf diese Weise wieder auf. Ernährungswissenschaftler raten von weissem, ungekochtem Reis ab. Dieser enthält nach dem Polieren und Vorkochen so gut wie keine Nährstoffe mehr.

Wie sollte der Reis am besten zubereitet werden? Grundsätzlich gilt die Faustregel: einen Teil Reis und drei Teile Wasser. Nach einem kurzen Aufkochen reicht es aus, den Reis bis zum Ende das Garzeit bei geschlossenem Deckel quellen zu lassen. Salz fügen Sie nach Geschmack hinzu. Wenn Sie gern und häufig Reis essen, empfiehlt sich ein elektrischer Reiskocher, bei dem Sie nur Wasser und Reis einfüllen müssen. Bei trockener Lagerung ist polierter Reis rund zwei Jahre lang haltbar, Naturreis können Sie etwa ein Jahr lang aufbewahren.

Verwechseln Sie nicht Wildreis mit Naturreis! Wildreis wird nicht ausgesät und angebaut, sondern wächst auf natürliche Weise. Man findet ihn vorwiegend in kanadischen Seen und in Ostasien. Botanisch gesehen handelt es sich nicht um Reis, sondern um eine Wasserpflanze. Dennoch sollten Sie den Wildreis durchaus auf Ihren Speiseplan setzen: Die dunklen Körner sind sehr gesund, da Eiweisse, Nährstoffe und Vitamine enthalten sind. Wildreis besticht durch ein nussiges und intensives Aroma und sein aussergewöhnliches Aussehen. Im Handel erhalten Sie Mischungen aus Wildreis und anderen Reissorten.

Sollten Sie nun „Reishunger“ bekommen haben, zaubern Sie doch ein köstliches Risotto oder ein anderes leckeres Reisgericht. Gerade wenn Sie die fernöstliche Küche lieben, finden Sie eine Vielzahl schmackhafter Rezepte. Guten Appetit!



 

Oberstes Bild: © Sea Wave – Shutterstock.com

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.


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