Personal Trainer auf vier Pfoten

14.09.2014 |  Von  |  Fitness
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Personal Trainer auf vier Pfoten
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Viele Promis schwören auf ihren Personal Trainer, denn ihm verdanken sie ihr strahlendes Aussehen und ihre gute Figur. Sie glauben, so ein persönlicher Fitness Coach wäre viel zu teuer? Dann haben wir eine Alternative für Sie.

Versuchen Sie einmal, die Anschaffung eines Hundes mit den Augen eines gesundheitsbewussten Menschen zu sehen. Sie werden viele Vorteile gegenüber der »Promi-Variante« erkennen.



Der sportliche Faktor

Sie möchten gern regelmässig Sport treiben, finden aber immer wieder Ausreden, warum es ausgerechnet heute nicht passt? Wir versprechen Ihnen: Ein echter Hund ist stärker als Ihr innerer Schweinehund. Ein Hund MUSS raus, jeden Tag mehrmals, und damit bringt er Bewegung in Ihr Leben. Joggen, Wandern, Velofahren, Spazierengehen, Stöckchen, Ball oder Frisbee Werfen, Ihr Hund wird mit Begeisterung dabei sein.

Wie ein unnachgiebiger Personal Trainer fordert er diese Ausgeh-Zeiten immer wieder ein. Und Sie werden bald schon von selbst das Bedürfnis haben, mit Ihrem vierbeinigen Freund mehr als nur eine kleine Runde „Gassi“ ums Haus zu laufen. Beim Bergauflaufen wird Ihr Hund Ihnen immer ein paar Schritte voraus sein. Wenn er von der Anhöhe zu Ihnen hinabblickt und den Kopf schräg hält, als wollte er fragen: „Kommst du auch bald?“, werden Sie automatisch Ihre Schritte beschleunigen.

Der gesundheitliche Faktor



Ein Hund kennt kein schlechtes Wetter, und bald werden Sie ebenso denken. Mit der passenden Kleidung lachen Sie die grauen Wolken aus. Sie laufen mit Ihrem vierbeinigen Begleiter einfach unter dem Regen hindurch. Ihr Körper lernt, mit wechselnden Wetterverhältnissen umzugehen, Ihr Immunsystem wird gestärkt. Erkältungen werden Sie nur noch selten oder gar nicht mehr heimsuchen. Durch die zusätzliche Bewegung stärken Sie ebenfalls Ihr Herz-Kreislauf-System und verbessern Ihren Stoffwechsel. Sie beugen Übergewicht, Herzinfarkt und anderen Stoffwechselerkrankungen vor. Auch Stress können Sie besser abbauen. Wenn Sie Ihren Hund ausgelassen über die Wiese springen sehen, werden Sie feststellen, dass immer häufiger Glückshormone Ihren Körper durchfluten.



Der Wohlfühlfaktor

Auch wenn die Schweiz als eines der sichersten Länder der Welt gilt, ist es ein beruhigendes Gefühl, auf einsamen Waldwegen einen Begleiter an der Seite zu haben. Sie müssen ja niemandem verraten, dass Ihr Hund ein „Kuschelmonster“ ist, das zu Hause mit Ihnen auf dem Sofa sitzen und Herz-Schmerz-Filme anschauen darf. Ein Hund ist immer für Sie da, er spürt instinktiv, wenn Sie Kummer haben. Es gibt kaum einen schöneren Trost als den liebevollen Blick treuer Hundeaugen.

Ein gut erzogener Hund ist in der Schweiz auch in der Öffentlichkeit gern gesehen. Sie werden erstaunt feststellen, dass wildfremde Menschen Ihnen plötzlich zulächeln oder gar stehen bleiben und ein Gespräch beginnen, das sich nur um ein Thema dreht: Ihren schönen und lieben Hund. Nicht umsonst rät man Singles, die einen Partner suchen, mit einem Hund spazieren zu gehen.





Der vierbeinige Personal Trainer kostet Zeit, aber auch Geld in der Anschaffung und im Unterhalt. (Bild: Jaromir Chalabala / Shutterstock.com)

Der vierbeinige Personal Trainer kostet Zeit, aber auch Geld in der Anschaffung und im Unterhalt. (Bild: Jaromir Chalabala / Shutterstock.com)

Der Kostenfaktor

Den vierbeinigen Personal Trainer gibt es nicht gratis. Er kostet Zeit, aber auch Geld in der Anschaffung und im Unterhalt. Gern können Sie einer Fellnase aus dem Tierschutz ein neues Zuhause geben. Diese Hunde sind meist besonders dankbar. Berücksichtigen Sie, dass auch hier eine Schutzgebühr fällig wird. Ihre Wohngemeinde oder Ihr Kanton wird jährlich Hundesteuer verlangen. Dazu kommen die regelmässigen Kosten für Futter, Veterinär (Impfungen) und Anschaffungen wie Körbchen, Halsband, Leine, Spielzeug usw.

Für spezielle Unternehmungen, wie zum Beispiel Wanderungen im alpinen Bereich, gibt es extra Outdoor-Equipment. Lassen Sie sich im Fachhandel Rucksäcke zeigen, in denen der Hund selbst Futter, Wasser und Leckerli bergauf tragen kann. Für kurze unwegsame Geländeabschnitte gibt es Tragegeschirre, in die Sie Ihren Hund setzen und beispielsweise eine Leiter hinauf- oder hinabtragen können. Bei Kanutouren empfiehlt sich gegebenenfalls eine Schwimmweste für Hunde. Unterm Strich ist ein Hund jedoch immer noch preiswerter als der persönliche Trainer eines Models oder Hollywood-Stars.

Bitte beachten Sie ein paar wichtige Regeln!

Bei Ihren Bemühungen um Gesundheit und Fitness wird Ihr Hund Sie gern unterstützen. Vergessen Sie dabei nie, dass es sich um ein lebendiges Wesen handelt, das wahrscheinlich viele Jahre mit Ihnen zusammen im Haus leben wird. Nehmen Sie Rücksicht! Das fängt bereits bei der Auswahl des Hundes an. Lassen Sie sich von erfahrenen Hundetrainern oder -züchtern beraten, welche Rasse zu Ihnen passt. Mit einem Mops werden Sie sicher keine Berge erklimmen, und ein Chihuahua wird mit Ihnen nicht auf Velotour gehen – es sei denn, im Hundekörbchen vorn am Lenker. Auf keinen Fall dürfen Sie Ihren Hund überfordern!

Nehmen Sie ebenso Rücksicht auf Ihre Mitmenschen. Ein Hund lernt schnell und gern, wenn Sie ihm die Gelegenheit geben. Der Besuch der Hundeschule ist Grundlage einer entspannten Mensch-Hunde-Beziehung. Seit 2008 ist in der Schweiz der Hundeführerschein Pflicht, seit 2010 müssen Sie diesen bereits beim Erwerb des Hundes vorweisen! Gassibeutel sollten Sie immer dabeihaben, wenn Sie mit dem Hund unterwegs sind. Eine Bitte zum Schluss: Lassen Sie Ihren vierbeinigen Freund nur dort frei laufen, wo dies gestattet ist und niemand sich bedroht fühlt.



 

Oberstes Bild: © gorillaimages – Shutterstock.com


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