Nicht nur kalter Kaffee macht schön

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Nicht nur kalter Kaffee macht schön
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Ein Morgen ohne Kaffee ist für viele undenkbar. Eine Tasse mit frisch gebrühtem Kaffee muntert auf, wirkt leistungssteigernd und fördert die Ausdauer. Aber Kaffee hat einen schlechten Ruf. Vorurteile sagen, Kaffee sei schädlich für Herz und Kreislauf. Das schlechte Gewissen kann man sich jedoch sparen: Neue Studien beweisen die positive Wirkung des Kaffees auf die Gesundheit. Und: Kaffee wirkt nicht nur von innen, sondern auch von aussen – als Kosmetikum für Haut und Haar.

Kaffee ist das belebende Getränk, das für viele als Treibstoff im Alltag unerlässlich ist. Bis zu 2,7 Tassen Kaffee trinken die Schweizer pro Tag und liegen damit genau zwischen Österreichern (2,9 Tassen) und Deutschland (2,6 Tassen). Durchschnittlich 7,8 Kilo Kaffee verbrauchen die Schweizer pro Kopf und Jahr.

Wer vier Tassen Kaffee pro Tag trinkt, hat ein geringeres Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Dies ist das Ergebnis einer Langzeitstudie von Ernährungswissenschaftlern, welche über neun Jahre hinweg die Gesundheit von 42600 Frauen und Männern aus Berlin und Heidelberg untersuchten.

Wissenschaftler aus Boston fanden im vergangenen Jahr heraus, dass regelmässiger Kaffeegenuss das Herz sogar schützen kann. Daraufhin analysierten südkoreanische Ärzte diesen Zusammenhang, indem sie medizinische Daten von mehr als 30000 Menschen analysierten, die sich im Krankenhaus einem medizinischen Check-up unterzogen hatten.

Überraschendes Ergebnis: In den Arterien der Kaffeetrinker wurden geringere Kalkablagerungen gefunden.

Des Weiteren fand man heraus, dass Kaffeetrinker auch ein geringeres Risiko haben, im Alter an Demenz zu erkranken. Auch hier müssen es allerdings ca. vier Tassen am Tag sein, damit die präventive Wirkung sich entfaltet.

Aber jeder, der schon einmal zu viel Kaffee getrunken hat, weiss: Übermässiger Kaffeegenuss kann zu Herzrasen und Händezittern führen. In Massen genossen, wirkt Kaffee aber anregend und leistungssteigernd. Ursache ist das im Kaffee enthaltene Koffein, welches sich innerhalb von wenigen Minuten im Körper verteilt, aber mehrere Stunden braucht, um wieder abgebaut zu werden.

Der schlechte Ruf des Kaffees mag daher stammen, dass starke Kaffeetrinker häufig auch andere schlechte Gewohnheiten haben, etwa Rauchen, Bewegungsmangel und übermässigen Fleischgenuss.

Die Produktionsbedingungen des Kaffees in Brasilien und Kolumbien stehen ebenfalls in der Kritik. Auch aus Umweltschutzgründen empfiehlt es sich, beim Kauf von Kaffee auf das Fair-Trade-Siegel zu achten. Ebenso wird die seit ein paar Jahren en vogue gewordene Zubereitung mittels Alukapseln kritisch gesehen. Zum einen, weil ein Liter Kaffee aus Alukapseln bis zu 80 Euro kosten kann. Zum anderen wegen der negativen Ökobilanz durch die Verwendung von Aluminium für die Kapseln und die hohen Recyclingkosten.


Eine Kaffeemassage tut dem Körper gut. (Bild: © evgeny varlamov - shutterstock.com)

Eine Kaffeemassage tut dem Körper gut. (Bild: © evgeny varlamov – shutterstock.com)


Kaffeesatz: Zu schade zum Wegwerfen

Nicht nur von innen tut Kaffee dem Körper gut, Kaffee wirkt auch wohltuend für Haut und Haare. Er enthält wertvolle Antioxidantien, wirkt entwässernd und entschlackend und lässt sich daher gut gegen Cellulite einsetzen. Die Hauptursache für die positive Wirkung ist natürlich sein wichtigster Inhaltsstoff: Koffein.

Diese guten Eigenschaften legen es nahe, den Kaffeesatz nicht wegzuschütten, sondern ihn für ein Peeling zu verwenden. Sie können den Kaffeesatz oder das Kaffeepulver mit etwas Olivenöl vermischen und sich vorsichtig das Gesicht damit abrubbeln. So vertreibt der Kaffee die Morgenmüdigkeit auch von aussen.

Sie können es auch gleich mit einem Ganzkörperpeeling unter der Dusche probieren. Vermischen Sie dazu den Kaffeesatz oder das Kaffeepulver mit ein bis zwei Esslöffeln Honig, Kokos- oder Olivenöl und reiben Sie ihren ganzen Körper damit ab. Das Koffein regt den Stoffwechsel an und hilft, Schlacken und Giftstoffe abzutransportieren. Die Haut wirkt danach belebt und streichelweich.

Trockene Hände werden nach einem Peeling mit Kaffeesatz wieder samtig.

Wer etwas mehr Zeit hat, kann es auch mit einer Gesichtsmaske für müde Haut versuchen. Hierzu einfach zwei Esslöffel Kaffeesatz, einen Esslöffel Jogurt, einen Esslöffel Honig und einen Teelöffel Zitronensaft miteinander vermischen, auf das Gesicht auftragen und etwa zehn Minuten einwirken lassen. Danach die Haut mit lauwarmem Wasser abspülen und mit einem Handtuch abtrocknen.

Sehr zu empfehlen ist auch eine Kaffeemassage, die gleichermassen entspannend und aktivierend wirkt. Angenehmer Nebeneffekt: die wohltuende Wirkung des Kaffeeduftes.

Gesundes Haar durch Kaffee

Wer seinen Haaren eine Auszeit von chemischen Färbemitteln geben will, kann zur Belebung des Farbtons bei dunklen Haaren Kaffee verwenden: So kann man einfach zwei Tassen starken schwarzen Kaffee ins trockene Haar geben und einige Minuten einwirken lassen. Nach dem Ausspülen wirkt die natürliche Haarfarbe erfrischt und das Haar glänzend und gesund.

Eine Massage der Kopfhaut mit Kaffeesatz peppt glanzloses und feines Haar auf. Dazu massiert man die Kopfhaut mit Kaffeesatz, lässt das Ganze zehn Minuten einwirken lassen und spült die Haare danach sorgfältig aus.

Kaffee im Drogeriemarkt

Auch in der Kosmetikindustrie abseits vom heimischen “Do it yourself” wird das belebende Koffein eingesetzt. Im Drogeriemarkt finden sich Shampoos, Haartonikums und Cremes mit dem Wirkstoff.

Trotz aller Wunderwirkungen: Kaffee kann einen gesunden Lebenswandel ergänzen, aber selbstverständlich nicht ersetzen. Im Kampf gegen Cellulite, Haarausfall und Übergewicht ist er ein willkommener Helfer. Ob nun als Getränk, als Peeling oder als Creme: Der Kaffee ist ein echter Alleskönner, der aus unserem Alltag nicht wegzudenken ist.

 

Oberstes Bild: © Valentyn Volkov – shutterstock.com

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