Maroni: Die gesunden Esskastanien schmecken an kalten Herbst- und Wintertagen am besten

24.09.2014 |  Von  |  Ernährung
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Maroni: Die gesunden Esskastanien schmecken an kalten Herbst- und Wintertagen am besten
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So sicher, wie die Zürcher Böögverbrennung den Frühling einläutet, künden die ersten Maronistände den beginnenden Herbst an. Nun ist es also bald wieder soweit und vielerorts wird es nach gerösteten Maronen duften. Ein Grund, sich mal etwas näher mit den leckeren Esskastanien zu befassen.

Bereits bei den alten Griechen und Römern waren sie bekannt und wurden in Schriften von Hippokrates und Homer erwähnt. In der Antike wurden Maroni als Delikatesse geschätzt. Im Mittelalter dagegen kamen sie in der Bergregion bei der armen Bevölkerung auf den Tisch. Dort wo kein Getreide wachsen kann, waren sie eine willkommene Abwechslung auf dem kargen Speiseplan. Heute geniessen wir die vielseitigen Nüsse vor allem in Herbst und Winter.

Nüsse? Tatsächlich handelt es sich bei den Maronen botanisch gesehen um Nüsse. Mit der Rosskastanie sind sie nicht verwandt, sondern gehören zur Familie der Buchen. Die Früchte der Esskastanien verbergen sich unter einer ledrigen Schale, aus der sie sich leicht herauslösen lassen. Maronen von guter Qualität haben eine unversehrte, glatte Schale und sehen prall aus. Sind in der Schale kleine Löcher zu sehen, hat es Würmer. Also besser genau hinschauen!

Maroni sind gesund und sie machen im Gegensatz zu anderen Nüssen nicht dick. Ihr Fettgehalt ist nämlich deutlich niedriger als der von Walnuss, Haselnuss oder Mandeln. Dafür haben sie einen hohen Stärkeanteil, was sie sehr nahrhaft macht. Maronen liefern eine grosse Portion Kalium, das bei der Regulierung des Blutdrucks eine Rolle spielen kann und für die Übertragung der Nervensignale mitverantwortlich ist. Ausserdem enthalten sie Eiweiss, die Vitamine B und C, jedoch kein Gluten. Deshalb sind sie ideal für Personen, welche an Zöliakie leiden.

Maroni bringen Abwechslung auf den Speisezettel. Vermicelles, die bei Alt und Jung beliebte Süssspeise, gibt es in den verschiedensten Varianten. Sie schmecken aber genauso lecker als herzhaftes Püree, zu Suppen oder als Beilage zu Wild. Selbst die Weihnachtsgans kann mit Maroni gefüllt werden. Wer Esskastanien im Backofen rösten möchte, sollte sie vorher mit einem Messer anritzen. Ansonsten kann die Schale platzen und die Maronen springen auf dem Blech umher. Es gibt übrigens auch spezielle Maroni-Pfannen. Heiss lassen sie sich am besten schälen. Dann löst sich auch die pelzige Innenhaut leichter. Weniger intensiv schmecken die Maroni, wenn sie gekocht werden. Dafür kommen sie, ebenfalls mit eingeritzter Schale, rund 15 Minuten in Salzwasser.

Die stacheligen Schalen eignen sich als schöne Herbstdekoration. Sie können auf Wanderungen im Tessin, am Walensee, im Rheintal und an manch anderen Orten gesammelt werden.

 

Oberstes Bild: © Lesya Dolyuk – Shutterstock.com

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