Madame, Sie riechen so gut! Die Wirkung der Düfte

12.06.2014 |  Von  |  Parfüm
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Madame, Sie riechen so gut! Die Wirkung der Düfte
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Es gibt viele Dinge, die auf den menschlichen Geruchsinn Einfluss nehmen. Wir haben einige Faktoren, die dafür verantwortlich sind, wie wir Düfte wahrnehmen und bewerten, aufgespürt und in diesem Bericht zusammengefasst.

Jeder gesunde Mensch ist in der Lage, etwa 10’000 verschiedene Düfte zu unterscheiden. Die geübte Nase eines Profis, wie etwa die eines Parfümeurs, erkennt sogar bis zu 30’000 Duftnuancen. Ausser den Riechrezeptoren sind beispielsweise auch das Duftgedächtnis, das individuelle Riechvermögen oder die Duftintensität für die Wirkung des erschnupperten Duftes verantwortlich. Wie das alles genau funktioniert? Wir erklären es Ihnen!



Duftassoziation: Jeder Mensch lernt bereits in der Kindheit, was (angeblich) gut riecht und was von vornherein schlecht zu riechen hat. Damit erklärt sich auch das Phänomen, dass verschiedene Kulturen unterschiedliche Duftpräferenzen haben. Einleuchtende Beispiele hierfür sind Knoblauch oder Rosenwasser.

Langzeitgedächtnis: Unbewusst vergleicht unser Gehirn aktuell vorbeiwehende Düfte mit Erinnerungen. Vor allem bereits bekannte Gerüche sind deshalb in der Lage, heftige Emotionen auszulösen. Positive oder negative – je nachdem, welches Ereignis wir mit dem Duft verbinden.

Region: Durch ihre Lage, das Klima oder die Wirtschaft haben verschiedene Ortschaften einen spezifischen Eigengeruch. Jeder kennt z. B. die Eigengerüche mediterraner Restaurants, von Flughäfen oder Stränden. Auch ein und dasselbe Parfüm duftet in den Strassen einer Weltstadt möglicherweise ein wenig anders als auf einem Dorfplatz.

Visuelles Duftumfeld: Der gleiche Duft wird mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit von derselben Person unterschiedlich beurteilt, sobald er in verschiedenen Flakons angeboten wird.



Alter und Geschlecht: Diese beiden Faktoren sind wichtig für Duftpräferenzen. So fühlen sich ältere Damen oft von würzigen Parfüms angesprochen. Männer verschenken sehr gerne fruchtige oder blumige Düfte.

Hormonstatus: Bei Frauen führt innerhalb des Zyklus oder während der Schwangerschaft ein hoher Östrogenspiegel zu einer erhöhten Geruchssensibilität.

Arzneimittel: Medikamente können den Eigengeruch der Haut und somit auch die Duftwirkung eines aufgetragenen Parfüms oder Deosprays extrem beeinflussen.

Klima: Feuchte oder trockene Luft verändern den Eindruck eines Dufts. Bei Parfüms ist dann vor allem die Kopfnote eine andere. Sie wirkt entweder weniger intensiv oder stärker.

Motivation, Tageszeit, Stimmung: Parfümerien verkaufen in der zweiten Wochenhälfte nachweislich mehr Düfte als an den anderen Tagen. Warum? Sobald das Wochenende näher rückt, hebt sich die Stimmung und das Interesse an einem wohlriechenden Parfüm wird grösser. Auch die Tageszeit beeinflusst die Duftwahrnehmung. Weil auch der Geruchsinn gegen Abend schon etwas müde ist, riechen die meisten Menschen dann schwere Noten besser, wogegen vormittags die meisten von uns frische Noten angenehmer finden.



 

Oberstes Bild: © ra2studio – Shutterstock.com

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