Laufen für die Fitness im Sommer – Vorsicht vor phototoxischen Pflanzen!

30.07.2014 |  Von  |  Fitness
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Laufen für die Fitness im Sommer – Vorsicht vor phototoxischen Pflanzen!
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Das Frühjahr und der Sommer sind bekanntlich prädestiniert dafür, nach den langen Monaten im Fitnessstudio die Aktivitäten wieder in den Aussenbereich zu verlegen. Was gibt es Besseres als früh am Morgen durch Feld, Wald und Wiese zu laufen? Die Luft ist frisch, die Laufstrecken sind nicht chronisch überfüllt und man tut auf zweierlei Arten etwas für die Gesundheit: durch die frische Luft und durch die Bewegung, die wir dem Körper zukommen lassen. Doch Vorsicht, ganz ungefährlich ist das Laufen in der freien Natur nämlich nicht. Gerade in unseren Breitengraden Europas gibt es Pflanzen, denen wir bei unseren Outdoor-Aktivitäten besser aus dem Weg gehen sollten, wenn wir keine unangenehmen Überraschungen in Form von Ausschlägen oder Verbrennungen erleben wollen. Bei einigen Pflanzen reicht schon ein sehr flüchtiger Kontakt beim Laufen aus, um uns Menschen richtig wehzutun. Wir zeigen Ihnen auf, welche Pflanzen Sie beim Laufen, beim Spaziergang oder Ihren Outdoor-Sportaktivitäten dringend meiden sollten.

Nicht nur der Verzehr ist schädlich!



Denken wir an gefährliche Pflanzen, geht der erste Gedanke in Richtung der Pflanzen, deren Blätter oder Früchte giftig sind und von deren Verzehr man darum dringend abraten muss. Engelwurz oder Riesenbärenklau muss man nicht zu sich nehmen, um die äusserst unangenehme Wirkung zu spüren. Schon ein Streifen der Pflanzen oder eine unachtsame Berührung reichen völlig aus, um nicht nur bei hautempfindlichen Personen dafür zu sorgen, dass sich brennende Quaddeln und sogar nässende Ausschläge breitmachen. Um welche Pflanzen sollte man also einen weiten Boden schlagen?

Vorsicht vor dem Riesenbärenklau, der gefährlichen Herkulesstaude

Wer auf die sehr schön anzusehende, aber auch überaus gefährliche Herkulesstaude trifft, die man mancherorts auch Riesenbärenklau nennt, sollte selbst kleinste Berührungen vermeiden. Bei der Staude handelt es sich um eine krautähnliche Pflanze, deren weisse Blüten den optischen Eindruck von sehr grossen Bärenklauen hinterlassen. Schon beim blossen Streifen des Riesenbärenklaus entstehen schnell böse Quaddeln, wässrige Blasen und schlimm juckende Rötungen der Haut. Die Quaddeln haben den Charakter einer Verbrennung 3. Grades. Die Staude, die bis zu vier Meter hochwachsen kann, beinhaltet sogenannte Furocumarine, also phototoxische Stoffe, die gerade bei sommerlicher Sonneneinstrahlung schwerste Hautreaktionen herbeiführen. Ist man beim Joggen mit der Herkulesstaude in Kontakt gekommen und erlebt diese Hautirritationen, so werden sie nur langsam abheilen und können sogar bleibende Pigmentstörungen auf den betroffenen Stellen hinterlassen. Die nässenden Wunden bleiben oftmals mehrere Wochen auf der Haut. Jede Verletzung muss zwingend wie eine schwere Brandwunde versorgt und behandelt werden. Als Erstversorgung lindert ein kühlender Verband die Schmerzen. Der Arztbesuch nach der ersten Massnahme ist allerdings unverzichtbar. Direkte Sonneneinstrahlung auf die Flächen, welche die Pflanze berührt haben, muss unbedingt vermieden werden, wenn man massive Verbrennungen verhindern möchte.

Herkulesstaude – nicht nur die Berührung ist gefährlich



Je höher die Aussentemperaturen sind, desto wichtiger ist es, den Riesenbärenklau weiträumig zu umgehen, wenn man seine Runden durch den Wald dreht. Sonst drohen sehr schnell Fieber, Atemnot und Bronchitis. Gerade an sehr heissen Tagen gelangen die giftigen Furocumarine der Herkulesstaude auch in die Luft. Die Reaktionen auf die Giftstoffe sind spontane Kreislaufschocks, Schweissausbrüche, schwere Atemnot oder auch Fieber und Bronchitisanfälle. Die Pflanze, die ihren Ursprung in Armenien hat, aber zwischenzeitlich über ganz Europa und auch Nordamerika verbreitet ist, sollte niemals ohne entsprechende Schutzbekleidung berührt oder entfernt werden. Die aggressive Verbreitungsweise und die Tatsache, dass die Herkulesstaude schnell alle anderen Pflanzen in ihrem Umfeld verdrängt, sorgen dafür, dass man ihr in vielen Grünflächen begegnet.

Engelwurz. (Bild: Fanfo / Shutterstock.com)

Engelwurz. (Bild: Fanfo / Shutterstock.com)

Engelwurz und Wiesenbärenklau, die Verwandten der Herkulesstaude, sind nicht minder gefährlich



Wie der Riesenbärenklau gehören auch verwandte Arten wie Engelwurz und Wiesenbärenklau zu den phototoxischen Gewächsen. Sie zeichnen sich, wie die Herkulesstaude, dadurch aus, dass die kleinste Berührung in Kombination mit Sonnenlicht schwerste Hautreaktionen verursacht, die auf dem Inhaltsstoff Furocumarine basieren. Gleicht der Wiesenbärenklau noch optisch dem Riesenbärenklau – auch wenn er weniger als halb so gross wird – so sind die Blüten des Engelwurz eher grünlich-weiss und gelb. Beide Verwandten der Herkulesstaude haben ein identisches Verbreitungsgebiet wie der „grosse Bruder“ und werden darum Spaziergängern, Wanderern und Joggern oft gefährlich.



Der Diptam und die Weinraute, die zu den Rautenpflanzen gehören, gehören ebenso zu den Pflanzen, deren Berührung in Kombination mit Sonnenlicht massivste Hautreaktionen verursachen. Doch nicht nur die Rautenpflanzen, sondern auch diverse Zitruspflanzen zeigen diese negativen Eigenschaften. Bergamotte, Zitrone und auch Grapefruit sind bekannt dafür, dass sich jede Berührung der Pflanze bei direkter Sonnenbestrahlung der Berührungsstelle schlimm rächt.

„Sonnenbrand“ durch Petersilie

Doch nicht nur die genannten Pflanzen, die häufig am Rand von Laufstrecken durch Waldstücke zu finden sind, sind Träger von sogenannten phototoxischen Substanzen. Auch Gartenkräuter, die oftmals in der Küche Verwendung finden, beinhalten entsprechende Stoffe. Pastinake, Gewürzkerbel, Sellerie, Liebstöckel, wilde Möhren und sogar die Petersilie enthalten – wenn auch in geringerer Menge als Bärenklaupflanzen – diese Substanzen und geben sie gerne ab. Berührt man die genannten Kräuter, reicht schon ganz geringe UV-Strahlung aus, um an der Berührungsstelle eine Art üblen Sonnenbrand auftreten zu lassen.



 

Oberstes Bild: © Marykit – Shutterstock.com

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