Kleines ABC des Haarefärbens

16.09.2014 |  Von  |  Haarpflege
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Worauf kommt es beim Haarefärben an? Wie finde ich die Farbe, die zu meinem Hautton und Kleidungsstil am besten passt? Wie gelingt ein möglichst gleichmässiges Ergebnis? Möglicherweise beantwortet unser kleines ABC nicht alle oft gestellten Fragen rund ums Haarefärben. Vielleicht entdecken Sie jedoch die eine oder andere Information, die Ihnen bisher noch nicht bekannt war.

A wie Ammoniak: Er dient als „Aufqueller“ und sorgt dafür, dass die Farbe besser in die Haare eindringen kann. Ammoniakhaltige Haarfarben erkennen Sie sofort an ihrem beissenden Geruch. Es gibt auch Farben ohne Ammoniak, die dann allerdings andere „Queller“ beinhalten.



B wie Blondierung: Blondierungsmittel hellen die Haare auf, indem sie ihnen ihren natürlichen Farbstoff, das Melanin, entziehen. Andere Farbpigmente werden nicht eingeschleust. Als Alternative zu einer Komplettblondierung bieten sich helle Strähnchen an.

C wie Coloration: Viele Frauen interessiert, was eine Coloration von Farbe unterscheidet. Wir haben die Antwort: Nichts! Die zwei Worte bezeichnen ein und dasselbe. Immer wenn zwei chemische Komponenten miteinander vermischt und auf die Haare aufgetragen werden, handelt es sich um einen Arbeitsschritt auf dem Weg zu einer dauerhaften Farbänderung.

D wie Direktzieher: So nennen Coiffeure Haarfarben, die lediglich an der äusseren Haarschicht andocken. Heller tönen ist damit nicht möglich. Sie frischen lediglich die vorhandene oder die natürliche Haarfarbe auf und waschen sich relativ schnell wieder aus.

E wie Entfärber: Sie fungieren als Feuerwehr bei Färbe-Unfällen. Ist die Haarfarbe nach dem Färbevorgang anders als gewünscht, kann manchmal ein spezielles Entfärber-Fluid helfen. Leider funktioniert das nicht immer. Ausserdem wichtig: Die Nachbesserung von Fehlfarben gehört grundsätzlich in die Hand eines erfahrenen Coiffeurs.



F wie Farbglanz: Falls Sie Ihr Haar besonders aufregend glänzen lassen möchten, sollten Sie zu warmen Brauntönen wie Goldbraun oder Haselnuss greifen. Die entsprechenden Färbemittel enthalten Rotpigment, die das Licht reflektieren und Ihr Haar warm schimmern lassen.

H wie Haltbarkeit: In der unversehrten Originalverpackung sind Haarfarben bis zu drei Jahre lang haltbar.

I wie Intensivtönung: Intensiv-Colorationen überdecken zwar graues Haar, lassen es allerdings als helle Reflexe noch durchscheinen. Nach mehreren Haarwäschen werden Tönungen immer blasser und wachsen zudem mit dem Ansatz heraus.

Keratin: Zum grossen Teil bestehen Haare und Nägel aus Keratin. Dabei handelt es sich um sehr belastbare Eiweissstrukturen. Zum Verständnis: Ein einzelnes gesundes Haar kann bis zu 65 Kilogramm tragen. Zudem ist Keratin nahezu unverwüstlich, was beispielsweise Mumien sehr anschaulich beweisen.

Zum grossen Teil bestehen Haare und Nägel aus Keratin. (Bild: ermess / Shutterstock.com)

Zum grossen Teil bestehen Haare und Nägel aus Keratin. (Bild: ermess / Shutterstock.com)

L wie lange Haare: Sobald das Haar über die Schultern reicht, sollten Sie zwei Packungen Farbe einplanen, weil ansonsten das Ergebnis nicht so intensiv wie gewünscht ausfällt.

M wie Mousse: Oft auch Schaumfarbe genannt, ist Mousse sehr anfängerfreundlich. Es lässt sich recht einfach sowie sehr gleichmässig im Haar verteilen und tropft nicht so schnell.

N wie Naturfarben: Sie enthalten keine Chemie, sondern ausschliesslich natürliche Inhaltsstoffe. Ihr Haken: Weil die Entstehung von Blondtönen auf Wasserstoffperoxid angewiesen ist, lassen sich mit Naturhaarfarben nur dunklere Töne zaubern.



O wie Oel: In Haarfarben ist die Verwendung von Pflegeölen relativ neu. Sie verstärken nicht nur den Glanz der Farben, sondern machen das Haar insgesamt weicher.

P wie Pflege: Pflegeserien für colorierte Haare enthalten besonders sanft wirkende Reinigungssubstanzen. Diese schonen zum einen die Haarstruktur, zum anderen sorgen sie dafür, dass sich die Farbpigmente nicht so schnell herauswaschen.

Q wie Qualität: Bei Unklarheiten über die genaue Zusammensetzung und Wirkung der einzelnen Wirkstoffkomponenten hilft ein Anruf bei der Hotline des Herstellers. Die Telefonnummer ist entweder auf der Packung oder auf dem Beipackzettel zu finden. Dort sitzen qualifizierte Mitarbeiter, die sich mit den Produkten bestens auskennen.



R wie Renaturieren: Zurück zur natürlichen Haarfarbe? Bei braunen Haaren und bei Dunkelblond funktionieren diese speziellen Renaturier-Produkte am besten. Zumeist funktionieren sie auf Oxidationsbasis, sodass sich die Farbe auch noch Tage nach der Anwendung leicht in Richtung Natur verändert.

S wie Strähnchen: Falls Sie Strähnchen selbst machen möchten, ist es am besten, wenn Ihnen eine Freundin dabei hilft. Dann werden die Farbreflexe am Hinterkopf genauso schön gleichmässig wie vorn.

T wie Trendfarben: Profis nennen sie auch „Trendtöne“. Derzeit enthalten sie entweder einen hohen Rot- oder Blau-Anteil. Übrigens: Bei Rötungen oder Unreinheiten des Teints wirken sich beide Töne ungünstig auf das Gesamtbild aus.

U wie UV-Filter: In manchen Pflegeserien steckt zum Schutz vor dem Ausbleichen ein UV-Filter. Manche Hersteller verwenden leichte Silikone, andere spezielle Pflegestoffe, die vorzeitigem Farbverlust durch Sonneneinstrahlung vorbeugen.

W wie Wasserstoffperoxid: Diese chemische Verbindung holt die Pigmente aus Ihrem Haar. Wasserstoffperoxid steckt in vielen Colorationen und in fast jeder Blondierung. Es bedarf einiger Zeit, bis es wirkt, weshalb eine helle Farbe niemals vorzeitig ausgespült werden sollte. Aber bitte auch nicht länger als angegeben einwirken lassen!

Z wie Zeit: Wenn der Zahn der Zeit am Teint nagt und ihn ein wenig blasser erscheinen lässt, kann es sich lohnen, die aktuelle Haarfarbe zu überdenken. Etwa ab dem 40. Lebensjahr gilt: Eine helle Haarfarbe mit vielen Lichtreflexen schmeichelt der Haut mehr als eine zu dunkle.




 

Oberstes Bild: © Andresr – Shutterstock.com

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