Kleine Tricks und das grosse Abnehmen

17.09.2015 |  Von  |  Figur, Gesundheit
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Kleine Tricks und das grosse Abnehmen
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Wer kennt das nicht, man hat einfach zu viel drauf. In meiner speziellen Situation bringt es nichts, sich mal vorzunehmen, die Treppe zu benutzen und nicht den Aufzug. Den Rollstuhl, der die Treppe rauf- und runterfahren kann, den gibt’s ja noch nicht.

Und sogar wenn, würde das meinen Kalorienverbrauch nicht erhöhen und den Fettanteil senken.

Nein, ich muss kreativ werden. Besonders schwierig hierbei ist, dass ich nicht besonders fit bin. Aber vielleicht sollte ich weniger darum trauern, was ich nicht kann, sondern mich darauf konzentrieren, was ich kann. Ich kann planen, ich kann organisieren, ich kann ausprobieren. Und ich habe ein kleines Faible für Excel. Rechnen finde ich faszinierend und Statistiken umso mehr.

Irgendwann habe ich mir mal ein Trainingsgerät gekauft, mit dem man die Arme und Beine trainieren kann. Das Allerbeste daran ist, dass man die Arme nicht mehr für Chips- und Schokoladeessen nutzen kann, wenn man mit ihnen kurbelt bzw. Fahrrad fährt.

Meine Idee, von der ich mir einbilde, dass sie nachahmungswürdig ist, ist eine Mischung aus Kontrolle, Motivation und ganz vielen Excel-Formeln auf einmal.


Elwira Szyca schreibt über alles, was ihr einfällt und auffällt. (Bild: © Elwira Szyca)

Elwira Szyca schreibt über alles, was ihr einfällt und auffällt. (Bild: © Elwira Szyca)


Am Anfang muss man herausfinden, wie viele Kalorien man durchschnittlich am Tag verbraucht. Dazu gibt es ja diese wundervollen Pulsuhren. Das habe ich dann weiter mit den Angaben aus dem Internet ergänzt, was man in meinem Alter und mit meiner Körpergrösse durchschnittlich an Kalorien zu sich nimmt.

Ich habe eine Tabelle erstellt mit dem Datum, der Anzeige der Kalorien, die ich an meinem Oma-Kurbelgerät erschwitzt habe, und der Angabe der Süssigkeiten, die ich am Tag „verfressen“ habe.

Und mit diesen Werten kann man schon eine Statistik erstellen.

Diese lautet dann: Der tägliche Kalorienbedarf, den ich mit der Uhr ermittelt habe, plus das, was ich erschwitzt habe, minus den Kalorienbedarf aus dem Internet – und wiederum plus das, was man aus Mangel an Disziplin in Schokogramm verputzt hat.

Noch wichtig zu erwähnen, dass man die Plus-Rechnungen jeweils mit Klammern umschliesst, damit Excel mit den Summen rechnet und nicht mit einer Zwischensumme. Kennt man noch aus dem Matheunterricht, oder?


Mit Pulsuhren lässt sich der Kalorienverbrauch messen. (Bild: nito - shutterstock.com)

Mit Pulsuhren lässt sich der Kalorienverbrauch messen. (Bild: nito – shutterstock.com)


Eigentlich war’s das schon. So hat man einen Überblick, ob man gegebenenfalls zu viel zu sich nimmt, und kann dies besser ausgleichen. Die bösen Überraschungen bleiben aus. Wenn man will, kann man natürlich dennoch wiegen und den Brennwert kontrollieren. Aber ich fahre schon eine Weile ganz gut damit. Wenn nicht immer die Rückschläge wären – oder das schlechte Gewissen, aufgrund dessen man manchmal lieber nicht in die Datei schauen und dort etwas eintragen möchte …

Natürlich gibt es weitere Möglichkeiten. Ich bin ja eine Perfektionistin und vielleicht noch ein Spielkind. Daher habe ich an meiner Tabelle in Sachen Kalorienkalkulation noch weiter ausgetüftelt. Wenn ihr wissen wollt, was ich mir noch alles überlegt habe, dann besucht einfach meine Webseite und/oder kontaktiert mich!

Aber viel wichtiger ist ja der Abnehmerfolg – und nur dafür sind die Kalorien interessant.

Natürlich habe ich auch eine Tabelle für meine Abnehmerfolge. Nun aber mein Problem: Ich passe nicht auf eine Personenwaage. Also muss das Massband herhalten. Ich habe mir fünf Stellen an meinem Körper ausgesucht, Bauch, Taille, Busen und Arme, die immer an derselben Stelle gemessen werden. Und siehe da, es geht.


Abnehmerfolge festzustellen, motiviert enorm. (Bild: © Robbi - shutterstock.com)

Abnehmerfolge festzustellen, motiviert enorm. (Bild: © Robbi – shutterstock.com)


Die Tabelle ist weniger spektakulär als die andere, aber umso schöner. Natürlich kann man sich auch als kleine Spielerei extra anzeigen lassen, welche Konfektionsgrösse man aktuell hat. Es ist so schön, wenn sich da etwas ändert. Aber weil es sich nicht lohnt, täglich zu messen, ist die Kalorienkalkulation umso wichtiger.

Fazit

Ich hoffe, ihr konntet mir so weit folgen, was ich mir da zusammengestellt habe. Vielleicht versteht man es auch besser, wenn man versucht, es nachzubasteln. Was ich an dieser Methode besonders schön finde ist, wie gesagt, dass man mehr Überblick hat, mehr Kontrolle und dass man vor Augen geführt bekommt, woran es genau liegt, wenn man zunimmt. Wenn die Tabelle einmal erstellt ist, ist es auch keine Arbeit mehr. Und jetzt der allerbeste Grund es mal auszuprobieren: Es ist völlig kostenlos und es steht nicht im Verdacht, gegebenenfalls krebserregend zu sein.

 

Oberstes Bild: © Gts – shutterstock.com

Über Elwira Szyca

Mein Name ist Elwira Szyca. Ich bin 34 Jahre alt, wohne in Düsseldorf, bin alleinerziehend, behindert und mit einer viel zu grossen Konfektionsgrösse gestraft. Und ich schreibe unheimlich gerne über das, was mir so auffällt und einfällt. Auf meinem Blog gibt es eine Vielzahl von Geschichten, etwas zum Schmunzeln, Aufregen, Absurditäten, Kritik an falsch verstandener Empathie, Themen, die nichts mit meiner Behinderung zu tun haben und trotzdem nicht weniger wichtig sind.


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