Ich bin, wie ich bin! Graue Haare – na und?

24.05.2014 |  Von  |  Allgemein, Haarpflege
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Ich bin, wie ich bin! Graue Haare – na und?
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Schneeweisse Mähne, grau meliert oder lediglich einige Strähnchen: Wer meint, graue Haare wären nur etwas für Oma und Opa, sollte sich ruhig ein wenig genauer auf den Laufstegen dieser Welt umschauen. Graue Haare sind sexy und liegen aktuell absolut im Trend!

Sobald sie ihr erstes graues Haar erblicken, geraten die meisten Frauen in Panik. Zum einen passt es vermeintlich so gar nicht zum allgemeingültigen Schönheitsideal, zum anderen erinnert es seine Trägerin daran, dass die Uhr des Lebens unaufhaltsam tickt. Auf die Panik folgt der Gang zum Frisör oder in die nächste Drogerie, um dem unliebsamen Gast auf dem Kopf mit Tönung, Färbemittel & Co. zu Leibe zu rücken.



Wie entstehen graue Haare eigentlich?

Mit fortschreitendem Lebensalter produziert der Körper immer weniger Tyrosin. Diese Aminosäure ist für die Bildung des körpereigenen Farbstoffs Melanin zuständig. Tyrosin wird unter anderem auch direkt in den Haarwurzeln hergestellt. Von dort aus sorgt es für die Naturhaarfarbe. Fehlt Tyrosin, lagert das Haar winzige Luftbläschen ein, die dem menschlichen Auge grau erscheinen. Bei manchen Menschen setzt dieser Vorgang bereits ab dem 25. Lebensjahr ein. Die ersten grauen Haare mit 30 sind also vollkommen normal.

Männer mit grauen Haaren sind sexy – Frauen zunehmend auch

Während Männer mit grauen Schläfen auf Frauen schon immer eine zuweilen geradezu magische Anziehungskraft ausüben, erkämpfen sich viele Ladys diesen Status langsam auch. Manche finden, dass sie damit älter aussehen. Dabei wirken die meisten auf ihr Gegenüber unglaublich attraktiv. Ganz so, als wollte die Trägerin mit der weissen Pracht auf dem Kopf ausdrücken: “ Schaut her! Ich weiss genau, wer ich bin.“



Nicht alt, sondern authentisch!



Fans diverser Färbeprodukte argumentieren, dass sie selbst bestimmen möchten, wann sie wie alt aussehen. Männer und Frauen, die natürlich und in Würde ergrauen, sehen dies oft als eine Art Befreiungsschlag gegen Modediktat und Jugendwahn. In gewisser Weise beweisen sie Charakter und Reife, welche sie dann natürlich auch nach aussen hin ausstrahlen. Eine Frau, die den Mut aufbringt, nicht in der blonden, schwarzen oder braunen Masse mitzuschwimmen, wird von vielen ihrer Mitmenschen bewundert.

Graue Haare - Nicht alt, sondern authentisch! (Bild: Darren Baker / Shutterstock.com)

Graue Haare – Nicht alt, sondern authentisch! (Bild: Darren Baker / Shutterstock.com)

Graue Haare sind en vogue

Sicherlich erinnern Sie sich an den Film „Der Teufel trägt Prada“, in dem Meryl Streep mit ihrem grauen Haarschopf brillierte. Es folgten Kelly Osbourne, Pink und zahlreiche Models auf verschiedenen Modeschauen. Das Model Agyness Deyn beispielsweise trägt ihre grauen Schläfen nicht nur auf dem Catwalk, sondern auch privat. Sicherlich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis dieser neue Trend auch im Alltag der Schweizer Frauen und Männer ankommt.

Optimale Pflege des Silberschopfes

Mit dem Ergrauen der Haare ist ihre sorgfältige Pflege keineswegs abgehakt. Im Gegenteil: Aufgrund ihrer besonderen Struktur sind sie noch pflegebedürftiger. In ergrautem Haar finden sich weniger Lipide und deshalb geringere Mengen an Feuchtigkeit. Zumeist sind sie auch dünner als pigmentierte Haare. Im Sommer kann es ohne die passende Pflege passieren, dass die weisse Haarpracht einen unschönen „Gelbstich“ bekommt, den „frau“ gezielt wegpflegen sollte.

Ähnlich wie bei Anti-Aging-Produkten für die Haut gibt es auch spezielle Shampoos, Spülungen und Kuren für graues Haar. Sie enthalten wirksame Mengen wichtiger Proteine, welche die Haarstruktur auffüllen. Eine professionelle Silberspülung, einmal pro Monat vom Frisör durchgeführt, sagt dem Gelbstich den Kampf an. Sobald die Haare nicht mehr nur grau, sondern auch dünner werden, können stärkende Shampoos und Kuren, welche Zitrusöle oder Koffein enthalten, gegensteuern.

Her mit den freundlichen Farben!

Wenn der Haarschopf grau ist, sollte das Styling möglichst ein knalliges Kontrastprogramm abliefern. Das Motto lautet: „Farbe, nochmals Farbe und noch mehr Farbe!“ Alles ist erlaubt. Pink, Knallrot, Grün, Zitronengelb, Royalblau, Türkis. Egal ob Ton-in-Ton oder wild kombiniert. Auch Wimperntusche ist ein „Muss“.

Schwierige Übergangsphase



Die Umstellung von farbigen zu grauen Haaren kann kompliziert sein. Mit Melieren wird dieser Übergang etwas leichter. Das bedeutet: Die natürliche Haarfarbe wird mit zusätzlichen grauen Strähnchen durchzogen. Während Menschen mit naturblonden Haaren zumeist sowieso meliert sind, bevor sie ergrauen, sollten Besitzer ursprünglich dunkler Haare mit aschblonden Strähnchen nachhelfen. Zusammen mit den ersten naturgrauen Strähnen ergibt sich dann ein sehr attraktiver Effekt.

Eine typgerechte Frisur ist das A und O

Damit graues Haar zum Hingucker wird, ist ein professionell ausgeführter, zum Typ passender Haarschnitt, der regelmässig aufgefrischt wird, eine bedeutungsvolle Grundlage. Ob lässig oder elegant, ob stufenloser Bob, Langhaarfrisur oder ein frecher Kurzhaarschnitt: Entscheidend ist, dass das Haar sich perfekt entfalten kann und glänzt. Für das Stylen sollten weder Lockenwickler noch zu heisse Föhnluft zum Einsatz kommen. Wenn das Haar, zumindest grösstenteils, an der Luft trocknen darf, bewahrt es lange seine Feuchtigkeit und seinen perlmuttartig schimmernden Glanz. Ist das Haar lang genug, sehen oftmals auch saloppe Hochsteckfrisuren richtig toll aus.



 

Oberstes Bild: Graue Haare wirken natürlich und sind trendy. (© Victoria Andreas / Shutterock.com)

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