Heute schon genascht?

31.03.2016 |  Von  |  Ernährung
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Heute schon genascht?
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Weil sie aus dem Ausland kamen, waren Rohstoffe wie Kakao und Zucker im 17. Jahrhundert sehr teuer. Trotzdem waren die Schweizer von Beginn an mit ihrer „Schoggi“ unglaublich erfolgreich. Ein wichtiger Grund dafür war und ist noch heute ihr ausdauerndes Qualitätsstreben. Schokolade ist allerdings nicht nur süss und köstlich. Einige der Inhaltsstoffe tun der Seele gut und heben die Stimmung, andere wiederum sind toll für den Teint.

Ob Zartbitter, Vollmilch, knackig oder zart schmelzend, die Grundzutat jeder Schokoladensorte ist Kakao. Bereits die Maya und Azteken kultivierten die tropische Pflanze „Theobroma cacao“ und gewannen aus deren Früchten wertvolle Kakaobutter, die sie als Basis für Salben, gegen Schlangenbisse, Fieber oder bei Vergiftungen verwendeten.

Eine köstliche Portion Glück

Bereits zur Zeit der südamerikanischen Hochkulturen wurde aus dem herben Kakaopulver ein Getränk hergestellt. Sein Geschmack hatte allerdings nichts mit der süssen, cremigen Köstlichkeit zu tun, die wir heute als Trinkschokolade kennen. Zudem war heisse Schokolade lange Zeit lediglich dem Adel sowie reichen Persönlichkeiten vorbehalten. Es verging viel Zeit bis zur ersten Tafel Schokolade, so wie wir sie heute kennen.

Wir alle lieben das Gefühl der Geborgenheit, wenn nach einem Winterspaziergang der erste Schluck heisse Schokolade durch die Kehle rinnt. Obwohl Kakaopulver viele Kalorien enthält, ist es ein echter Glücksfall. In ihm stecken nämlich über 300 wertvolle Inhaltsstoffe, unter anderem Tryptophan und Phenylethylamin. Beides sind Vorstufen des körpereigenen Glückshormons Serotonin, eines natürlichen Antidepressivums, das sofort für gute Laune sorgt. Darüber hinaus regt der angenehme, süsse Schokoladengeschmack die Bildung körpereigener Endorphine an.

Kakao gegen Hautstress

In der herben Kakaobohne steckt CocoHeal. Mit einem besonderen Verfahren lässt es sich isolieren und beispielsweise in Cremes einbetten. Es legt sich wie ein schützender Mantel auf die Haut, regt deren Durchblutung an, fördert die Bildung neuer Hautzellen und glättet erste Fältchen. Die im Kakao enthaltenen Polyphenole gelten als effektive Radikalenfänger, die die Hautalterung bis zu einem gewissen Grad bremsen.

Vielen Beautys ist sicherlich auch die Verwendung von Kakaobutter in Kosmetikprodukten bekannt. Dieses natürliche Fett hat eine wunderbare Eigenschaft: Bei Zimmertemperatur ist es fest. Sobald es jedoch mit der Haut in Berührung kommt, verflüssigt es sich. Deshalb bietet es sich als Grundlage für Lippenstifte, Augenpflegeprodukte und reichhaltige Handcremes geradezu an. Das Beste: Es sind bis heute keine Allergien durch Kakaobutter bekannt.



Je dunkler, umso gesünder

Die im Kakao enthaltene Substanz Theobromin stimuliert, ähnlich wie Koffein, das Zentralnervensystem und steigert nachweislich die Hirnleistung. Zudem stehen die enthaltenen Flavonoide in dem Ruf, bei mässigem Konsum die Blutgerinnung positiv zu beeinflussen und damit das Herzinfarktrisiko zu verringern. Der Haken: Milch bremst diesen Effekt. Allein dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil hat diese Wirkung.

 

Artikelbild: © Alliance – Shutterstock.com

Über Kerstin Birke

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