Pflegetipps für gestresste Haut

07.04.2016 |  Von  |  Hautpflege Allgemein
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Pflegetipps für gestresste Haut
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Ihr Alltag fordert Sie manchmal mehr, als Ihnen guttut? Dann hilft oft nur noch: zurücklehnen, entspannen, Kraft tanken. Doch nicht nur Ihr Körper und die Seele signalisieren, ab wann alles zu viel wird. Auch Ihrer Haut wird’s irgendwann zu bunt.

Der Bericht erläutert, inwiefern gestresste Haut mit einem anstrengenden Alltagsleben zusammenhängt und wie sie sich wieder beruhigen lässt.

Ihre Haut prickelt, spannt und ist gerötet? Sie neigt zu Unreinheiten und Pickelchen? Das könnte an Ihrem stressigen Alltag liegen! Frauen, die privat oder/und beruflich unter Dauerfeuer stehen, haben zumeist mehr Testosteron im Blut als ihre Geschlechtsgenossinen. Das sogenannte Männlichkeitshormon kurbelt die Talgproduktion tüchtig an. Das Risiko für Pickel und Mitesser steigt enorm. Weil körperlicher und seelischer Stress die Abwehr schwächen, haben es Akne-Bakterien besonders leicht, in die Haut einzudringen.

Warum reagiert die Haut überhaupt auf Stress?

In der Haut verlaufen unzählige feine Nerven. Sie signalisieren uns Berührungen, Wärme, Kälte oder Schmerz. Das alles sind Sinneseindrücke, die sehr eng an unser vegetatives Nervensystem und damit an unsere Gefühle gekoppelt sind. In Zeiten von Dauerstress gerät das gesamte System ausser Balance. Die Hautnerven reagieren übersensibel und ihre Regulationsfunktionen geraten durcheinander. Das fördert Entzündungen.

Besonders dramatisch: Andauernder Psychostress schwächt die äussere Hautbarriere und lässt uns schneller altern. Forscher fanden heraus: Einschneidende Erlebnisse, wie etwa eine Scheidung, lassen Betroffene rund zwei Jahre älter aussehen. Menschen, die an Depressionen leiden, haben in der Regel gleichzeitig mit Hautproblemen zu kämpfen. Die Entzündungen oder Hautrötungen werden nachweislich durch den Botenstoff Histamin ausgelöst. Hinzu kommen sogenannte Stresshormone, wie Cortisol und Adrenalin. Dieser Cocktail sorgt dafür, dass sich feinste Blutgefässe verengen. Die Folge ist ein ungesund erscheinender, fahler Teint.

Sanfte Reinigung

Empfehlenswert sind milde Produkte mit einem pH-Wert um 5,5. Auch waschaktive Substanzen aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr, sogenannte Zuckertenside, reinigen sensible Haut besonders schonend. Falls Ihre Haut bereits bei purem Wasserkontakt verrückt spielt, können Lösungen mit Mizellen-Technologie (Softreiniger) helfen. Diese waschaktiven Substanzen umhüllen die Schmutzpartikel und/oder das Make-up und lösen damit alle Fremdkörper und abgestorbenen Hautzellen aussergewöhnlich sanft von der Hautoberfläche ab.

Grundsätzlich sollte Ihre Haut keinesfalls mit alkoholhaltigen Reinigern in Berührung kommen. Auch Peelings mit Rubbelkörnchen sind für gestresste Haut tabu. Ideal sind hingegen cremige Masken mit entzündungshemmendem Zink und beruhigend wirkenden BIO-Flachs-Extrakten.

Richtige Pflege gestresster Haut

Natürlich müssen Sie sich nicht mit der unangenehmen Situation abfinden. Entschleunigen Sie Ihr Leben! Stärken Sie Ihre Hautbarriere von innen, indem Sie mit Ihren Nahrungsmitteln bewusst mehr Aminosäuren aufnehmen. Die für die Hautgesundheit wichtige Aminosäure Cystin steckt beispielsweise in Sojaprodukten, Hülsenfrüchten, Zwiebeln und Knoblauch. Auch die Vitamine A, C und E sind als starkes Hautschutz-Trio bekannt. Indem Sie vermehrt Spinat, Möhren, Aprikosen, Kiwi, Paprika, Nüsse, hochwertige Pflanzenöle und Vollkornprodukte essen, halten Sie die zellzerstörenden Radikale in Schach.

Zur Pflege des gereizten Teints empfehlen sich Spezialprodukte für sensible Haut mit beruhigenden Wirkstoffen. Kamille, Haferextrakt und Birkenrinde geben der Haut Nahrung. Enthaltenes Mikrosilber lindert Juckreiz und wirkt antibakteriell. Panthenol spendet und bindet Feuchtigkeit. Extrakte aus Sanddornbeeren wirken wie eine zarte Tönung. Darüber hinaus verleihen Cremes mit integrierter Anti-Grau-Technologie den Pigmenten neue Leuchtkraft.


Neben Cremes aus Tiegeln und Tuben sind Naturprodukte, wie beispielsweise Sheabutter oder Kokos- und Mandelöl wahre Ersthelfer, wenn es um trockene, gereizte Haut geht. (Bild: marco mayer / Shutterstock.com)

Neben Cremes aus Tiegeln und Tuben sind Naturprodukte, wie beispielsweise Sheabutter oder Kokos- und Mandelöl wahre Ersthelfer, wenn es um trockene, gereizte Haut geht. (Bild: marco mayer / Shutterstock.com)


Neben Cremes aus Tiegeln und Tuben sind Naturprodukte, wie beispielsweise Sheabutter oder Kokos- und Mandelöl wahre Ersthelfer, wenn es um trockene, gereizte Haut geht. Enthaltene Lipide stärken den natürlichen Hautschutzmantel und kitten undichte Stellen an der Hautoberfläche. Vollkommen ohne Parfum oder sonstige Zusatzstoffe.

SOS-Tricks

Manchmal reagiert die ohnehin schon gereizte Haut in der Öffentlichkeit mit „hektischen Flecken“. Das ist nicht nur lästig, sondern kann in manchen Situationen regelrecht peinlich werden. Ein gelutschter Eiswürfel oder eine an den Hals gehaltene, eiskalte Getränkedose kann zumeist schnell Abhilfe schaffen. Auch ein erfrischender Zisch aus einer Flasche mit Thermal- oder Rosenwasser wirkt im Notfall beruhigend.

Vorsicht vor Duftstoffen

Empfindliche Haut reagiert häufig auf in Kosmetika enthaltene Emulgatoren und Duftstoffe mit Irritationen. Ist das Gleichgewicht vollkommen verloren gegangen, können sogar Pflanzenwirkstoffe wie Teebaumöl oder Arnika zu unschönen Unverträglichkeitsreaktionen führen. Bis sich der Teint wieder beruhigt hat, sollten Sie auf emulgator- und duftstofffreie Produkte mit so wenig Inhaltsstoffen wie möglich zurückgreifen.

Finger weg von Teenie-Kosmetik!

Durch Stress entstandene Unreinheiten sollten Sie sanft behandeln, ohne die Haut noch weiter auszutrocknen. Teenie-Kosmetika enthalten in aller Regel Salicylsäure und Alkohol, die ganz gezielt austrocknend wirken. Für reife Haut sind Produkte mit Salbei oder Milchsäure besser geeignet. Sie regulieren die Talgproduktion reifer Haut auf natürliche Weise.



Make-up für Sensibelchen

Sofern Sie Ihr Lieblings-Make-up nicht mehr vertragen, weil die Augenpartie brennt oder sich auf den Wangen ein Trockenekzem entwickelt hat, empfehlen Experten, auf hautfreundliche Produkte umzusteigen. Lidschatten ohne Parabene und Parfumstoffe, dafür mit eingebautem Multimineralkomplex aus Magnesium, Kalium, Natrium und Zink sowie Mascara mit pflegendem Jojobaöl sind erste Retter in der Not. Falls Sie Rötungen abdecken möchten, verwenden Sie am besten hautfreundliche Pigmente auf mineralischer Basis sowie schützenden Fettsäuren. Gezielte Highlights auf Wangen und Dekolleté setzt ein hautneutraler Bronzepuder mit entzündungshemmenden Extrakten aus Blüten oder Süssholzwurzel.

 

Artikelbilder: © Valua Vitaly – Shutterstock.com

Über Kerstin Birke

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