Grüner Corrector und Primer – optimale Vorbereitung fürs Make-up

18.06.2014 |  Von  |  Make-Up
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Grüner Corrector und Primer – optimale Vorbereitung fürs Make-up
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Rötungen, schimmernde Äderchen oder entzündete Pickel motivieren Frauen oft, ihren Teint regelrecht zu „spachteln“. Schade eigentlich, denn oft sieht das Gesicht dann gekünstelt und maskenhaft aus. Make-up Primer und grüner Corrector sind kleine wirksame Helferlein, die bereits vor dem Auftragen der Foundation unschöne Hautstellen kaschieren, die Haut beruhigen und dafür sorgen, dass die nachfolgenden Produkte länger halten.

Make-up Primer sind bei Rötungen eine gute Empfehlung. Die meisten Produkte beinhalten kosmetisch wirksame Substanzen, wie etwa hautberuhigende Aloe vera. Nicht ganz so populär ist hingegen grüner Corrector. Im Gegenteil: Frauen sind oft erschrocken, wenn sie nach dem Abdecken aller Pickelchen und Rötungen ihr grün gepunktetes Antlitz im Spiegel erblicken.



Mit Grün gegen Pickel und Rötungen

Wie funktioniert das eigentlich? In der Farblehre ist Grün die Komplementärfarbe von Rot. Die grüne Tönung des Correctors überdeckt nicht nur Hautirritationen, sondern sie filtert zusätzlich das vom Teint ausgestrahlte rote Licht. Das Ergebnis ist eine neutrale Farbfläche, deren Farbe nichts mehr mit dem natürlichen Farbton der Haut zu tun hat. Das kann zunächst durchaus erschreckend aussehen. Das Ganze funktioniert demzufolge nur, wenn hinterher gleichmässig deckendes Make-up aufgetragen wird.

Schritt-für-Schritt-Anleitung anhand eines Beispiels:

1. Ausgangszustand ist eine gerötete Stelle auf der Wange, die nach dem normalen Schminken durchscheint und sogar das Rouge stört. Hinzu kommen zwei entzündete Pickelchen: eins am Kinn und das andere über der linken Augenbraue.



2. Zunächst wird die flächig gerötete Stelle bearbeitet. Hierzu nimmt man etwas grünen Corrector auf einen flachen Pinsel und verstreicht ihn gleichmässig dünn über die gesamte Fläche. Das Ergebnis sollte niemals minzig-grün, sondern eher grau und fahl aussehen. Tipp: Die Übergänge lassen sich am besten mit warmen Fingern verstreichen.

3. Jetzt sind die beiden auffälligeren, entzündeten Rötungen an der Reihe. Auch hier ist die Dosis wichtig. Zunächst wird der Corrector mit dem Finger direkt auf die Pickelchen getupft, um anschliessend möglichst sanfte Übergänge zu zaubern. Das ist leichter gesagt als getan und bedarf einiger Übung. Faustregel: Was jetzt sattgrün erscheint, wird am Ende, also mit aufgetragenem Make-up, auch noch grünlich zu sehen sein. Daher ist es ratsam, hartnäckige Flecken mit etwas Camouflage zu verblenden.

4. Nun wird das gewünschte Make-up aufgetragen. Die zuvor neutralisierten Hautareale ermöglichen es der Foundation, in genau dem Farbton zu erstrahlen, der von Haus aus vorgesehen ist. Es wird längst nicht so viel Make-up benötigt, wie es ohne vorheriges, punktuelles Kaschieren notwendig wäre. Das Gesicht erscheint frisch und natürlich.



Wozu dient Make-up Primer?

Wer einen professionellen Visagisten nach einem Geheimtipp für ein tolles, lange haltendes Make-up fragt, bekommt als häufigste Antwort: Primer! Denn leider ist der Make-up-Effekt oft nicht von langer Dauer. Spätestens am Nachmittag glänzt die Haut wieder, Poren und Fältchen kommen zum Vorschein und schlimmstenfalls schimmern rote Flecken durch die Foundation. Der Grund: Im Laufe des Tages saugt die Haut einzelne Bestandteile des Make-ups, wie beispielsweise Farbpigmente und Talkum, auf. Zeitgleich produziert die Epidermis Fett, auf dem die Partikel der Foundation sprichwörtlich ins Rutschen kommen. Primer verzögert diesen Prozess.

Primer als perfekter Untergrund

Primer beinhalten in der Regel Silikon, das sich wie ein dünner Film auf die Haut legt, ohne die Poren zu verstopfen. Das Spezialprodukt schafft also eine Barriere zwischen Haut und Foundation, wodurch ein Absorbieren verhindert wird. Gleichzeitig erscheint der Teint sehr viel glatter. Kleine Fältchen werden unsichtbar.

Optische Korrektur und glatter Untergrund: Bessere Voraussetzungen für lange haltendes Make-up kann es nicht geben!



Neben den Silikonen enthalten manche Primer Farbpigmente, die kleine Hautunreinheiten korrigieren. Es gibt auch spezielle Produkte mit mattierenden Substanzen für ölige Haut. Anti-Aging-Primer wiederum pflegen mit reichhaltigen Zusatzstoffen und spenden der Haut extra Feuchtigkeit. Egal, für welches Produkt sich die Kundin entscheidet: Es ist ganz wichtig, dass das darauffolgende Make-up sowohl zum Hauttyp als auch zum Primer passt und umgekehrt. Wer diesbezüglich unsicher ist, sollte sich vor Ort unbedingt professionell beraten lassen!

Primer richtig auftragen. (Bild: Mike Laptev / Shutterstock.com)

Primer richtig auftragen. (Bild: Mike Laptev / Shutterstock.com)

Primer richtig auftragen

Zunächst empfiehlt sich eine leichte Feuchtigkeitscreme, die man gut einziehen lässt. Danach erfolgt der sparsame (!) Auftrag auf all diejenigen Stellen im Gesicht, am Hals und am Dekolleté, die später auch mit Foundation versorgt werden. Wer es probiert, wird schnell merken, dass sich das Make-up auf den präparierten Hautstellen bedeutend besser verteilen lässt und der Teint ebenmässiger wirkt als sonst.

Fazit: Frauen, die von morgens bis abends auf ein perfektes Make-up angewiesen sind, sollten sowohl grünen Corrector als auch Primer im Schminkköfferchen haben. Vor allem empfiehlt sich der Einsatz der beiden Helfer dann, wenn besondere Anlässe wie etwa Hochzeiten es erfordern, sich zu 100 % auf das Make-up verlassen zu können. Während die korrekte Nutzung eines Correctors ein wenig Übung erfordert, gestaltet sich der Auftrag eines Primers vollkommen easy. Wie eine ganz normale Gesichtscreme lässt er sich mit einem Foundation Brush oder mit den Händen verteilen.



 

Oberstes Bild: © Subbotina Anna – Shutterstock.com

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